Müller vermisst knackige Steigung
31.08.2010 | 19:05 Uhr 2010-08-31T19:05:00+0200
Zweite Silbermedaille bei einer nationalen Meisterschaft für das Dortmunder Rad-Team Nutrixxion. Nach dem zweiten Platz von Steffen Radochla bei der Straßen-DM im Harz legte Dirk Müller am Sonntag nach. Bei der Bergmeisterschaft in Weilheim musste sich der Nutrixxion-Kapitän nur dem für das Luxemburger Cycling Team Differdange startende Robert Retschke geschlagen geben. Auch die Plätz drei und vier gingen an das Team von Mark Claußmeyer. Philipp Mamos und Sergej Fuchs machten den starken Auftritt nach knapp 120 km perfekt. Ein Tag zuvor hatte die Dortmunder Radsportlerin Anna Fischer Platz vier bei den Frauen belegt. Anna-Bianca Schnitzmeier wurde 14. und beste Nachwuchs-Athletin.
Natürlich wäre angesichts der Dominanz bei den Männern ein Titel gewinn wünschenswert gewesen. Dirk Müller wollte nicht lange um den heißen Brei herumreden. Der 37-jährige Routinier hatte am Sonntag alles gegeben, haderte aber etwas mit der Strecke. „Mit einer richtig knackigen Steigung wäre sicherlich mehr drin gewesen, das war mehr ein Kurs für Allrounder“, kommentierte Müller seine Silbermedaille hinter Robert Retschke.
Drei Runden vor Schluss hatte Müller sich abgesetzt. Zunächst konnte niemand mithalten, ehe der spätere Siger Retschke und U 23-Fahrer John Degenkolb (Team Heizomat) eine Aufholjagd starteten. Im Enspurt unterlag Müller dann dem als schnell bekannten Retschke.
Vor dem Rennen der Elite-Klasse mussten die Frauen ran .Mit einem Top-Ten- Platz und dem zweiten Platz in der Mannschafts-Tageswertung kehrten die Frauen aus dem Schwarzwald zurück. Mit Anna Fischer, Melanie Hessling und Anna Bianca Schnitzmeier traten die drei stärksten Bergfahrerinnen an. Der 10 km lange Rundkurs musste achtmal bewältigt werden. Nach drei Runden setzte sich eine Gruppe an, mit dabei Anna Fischer. Anna Bianca Schnitzmeier und Melanie Hessling versuchten noch den Anschluss, mussten aber die Spitzengruppe ziehen lassen. Im weiteren Rennverlauf dezimierte sich die Spitzengruppe immer mehr. Anna Fischer aber konnte das Tempo mitgehen und wurde Vierte hinter Siegerin Madeleine Sandig (Noris Cycling).
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