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Radsport

Mit Steffen Radochla kommt ein wirklich schneller Sprinter

19.02.2010 | 16:59 Uhr

Nächster prominenter Neuzugang für das Dortmunder Team Nutrixxion. Steffen Radochla, ein ausgewiesener Sprinter, tritt ab sofort für das Claußmeyer-Team an.

Das Gute kommt zum Schluss: Unter diesem Motto stellt Mark Claußmeyer offensichtlich seine Mannschaft zusammen. Der Dortmunder Radsport-Manager hat mit Steffen Radochla einen exzellenten Sprinter verpflichtet, der den Abgang von Eric Baumann mehr als kompensieren sollte. „Jetzt fehlt uns eigentlich nur noch ein einziger schlagkräftiger Fahrer, dann haben wir 15 Jungs im Team”, kommentierte Claußmeyer sichtlich zufrieden. Spätestens Ende der kommende Woche soll auch dieser Akt der Vergangenheit angehören.

Verständlich, denn bereits Anfang März schon richtig los mit dem Rennprogramm. Der nationale Frühjahres-Klassiker Köln-Schuld-Köln steht Mitte des kommenden Monats an, dazu zahlreiche Rennen in Holland oder Belgien. Steffen Radochla gilt zwar nicht als erprobter Frühjahrs-Fahrer, dem Wind und Kälte nichts anhaben können, dafür ist er aber ein erwiesen schneller Mann. Mit Radochla angelte sich Claußmeyer einen sogenannten Hochkaräter. Der Neuzugang stellte sich in den vergangenen Tagen in der Dortmunder Teamzentrale vor und durfte gleich mit zum Fototermin, der in der Schalterhalle des ehemaligen Hoesch-Stahlwerks Phönix-West stattfand.

Für Radochla ein wirklich eindrucksvolles Erlebnis, denn zum ersten Mal lernte er seine neuen Teamkollegen kennen. „Ich habe das Team schon lange beobachtet, wie es funktioniert und wie dort gearbeitet wird. Einfach erstklassig, wie auch die Sprinter unterstützt werden”, freute sich der 31-jährige Leipziger.

Man könnte fast von einem Neuanfang für Radochla sprechen, bei dem es 2009 nicht wirklich optimal lief. Zuerst riss er sich Belgien eine Strecksehne in der Hand, dann folgte eine Schädelprellung bei der Türkei-Rundfahrt und eine lane Pause. Und dennoch durfte er mit dem Rest des Jahres zufrieden sein. Drei Saisonsiege stehen zu Buche. Bei der Deutschen Meisterschaft wurde er als Einzelkämpfer immerhin Achter, bei der Österreich-Rundfahrt Etappenvierter.

Allemal Grund genug für Mark Claußmeyer, optimistisch in die Zukunft zu sehen. „Ich denke, wir werden an Steffen noch viel Freude haben. Ich setzte auf seine enorme Endschnelligkeit.”

Info: Profi seit 2001

2001 startete Steffen Radochla seine Profi-Laufbahn beim französischen Team Festina. Danach ging es für zwei Jahre zum Team Coast bzw. Bianchi, wo Radochla an der Seite von Jan Ullrich fuhr. Es folgten Stationen in Spanien (Illes Balears-Banesto) und beim Team Wiesenhof, ehe der 31-Jährige für zwei Jahre lang nach Österreich zu Elk-Haus wechselte.

Peter Kehl

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