Das aktuelle Wetter NRW 4°C

Handball-Verbandsliga:...

Mit Siegen in das Dortmunder Derby

13.12.2009 | 20:58 Uhr

Es gibt Momente, in denen selbst der Trainer von der eigenen Mannschaft noch überrascht wird.

Wir machen den Weg frei – Robin Austermann mit einer etwas ungewöhnlichen Art, einen Treffer zu erzielen. Foto: Ralf Rottmann

Als der OSC am Samstag beim Stande von 32:32 gegen Herne die letzten neunzig Sekunden in doppelter Unterzahl zu bestreiten hatte, da schwand selbst bei Carsten Lueg auf der Bank die Hoffnung auf einen versöhnlichen Jahresabschluss in eigener Halle. Kein Wunder, die Ausgangsposition war alles andere als ideal. Dass es mit dem 33:32 (17:15) dann doch noch einer wurde, nannte Lueg „sicher etwas glücklich”. Sei's drum, für die anschließende OSC-Weihnachtsfeier war es genau die richtige Vorlage.

Es war der an diesem Tag beste OSC-Schütze, der für die Entscheidung auf dem Spielfeld gesorgt hatte – und das gleich in doppelter Hinsicht. Zunächst wurde OSC-Außen Jürgen Lepine (11/7) siebenmeterreif gefoult, danach übernahm er selbst die Verantwortung. Wenige Sekunden vor Schluss verwandelte er von der Siebenmeterlinie und bescherte seinem Team einen Erfolg gegen den Tabellenletzten. Ein Sieg, den sich der OSC (ohne die Routiniers Thomas Massat und Oliver Bratzke) schwer erkämpft hatte.

In der ersten Hälfte hatten es die Hausherren versäumt, aus ihrer Überlegenheit mehr Kapital zu schlagen als die 17:15-Führung zur Pause, in der zweiten Halbzeit hingegen waren sie damit beschäftigt, die Partie noch offen zu halten. Aus der 23:20-Führung wurde ein Rückstand: Mit 26:28 (49.) und 30:32 (56.) lagen die OSCer gegen Gäste, die besser spielten, als er der Tabellenstand aussagt, hinten. Doch mit großer Kampfkraft und einer Portion Glück kämpften sich die Dortmunder wieder zurück.

OSC: Pleic, Stumpf; Krug, Edeling (2), Lepine (11/7), Schröter (2), Tomlik (2), Schürmann (5/5), Köhne, Bekston (3), Austermann (5), Strauß (1), Wittland (2).

Wenn sie gewinnen,

dann gleich doppelt

Wenn der HC Süd in dieser Saison gewinnt, dann tut er es gleich doppelt. Am zweiten und dritten Spieltag feierten die Südlichen Erfolge, nach dem Heimsieg der Vorwoche folgte nun sieben Tage später mit dem 27:25 (14:11) bei der SG Schalksmühle II der nächste zweifache Erfolg.

Ganz so eng wie es der Endstand aussagt, war es nicht; zehn Minuten vor dem Ende betrug die Süd-Führung bereits sechs Tore (24:18). Kontinuierlich hatten die Dortmunder den 14:11-Halbzeitvorsprung bis dato ausgebaut. Erst in der Schlussphase, als Schalksmühle II die Deckung öffnete, „haben wir wieder mit der Zitterhand gespielt”, wie Süd-Trainer Martin Denso es beschrieb. Doch im Gegensatz zur Vorwoche, als der HC Süd gegen Werdohl noch ordentlich in Bedrängnis geriet, schaukelte er es diesmal deutlich routinierter über die Runden. „Wir haben aus den Fehlern der Vorwoche gelernt und uns diesmal etwas klüger angestellt”, freute sich Denso. Mit nunmehr acht Punkten haben sich die Südlichen etwas von der Abstiegszone entfernt. TiB

HC Süd: Waschescio, Menge; Pixberg (8/1), Hausl (7/1), Decker (4), Höhmann (3), Cipa (2), Bublies (1), Fuck (1), Hennemann (1), Becker, Paukstadt.

Timm Becker

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2258368/create

Top Artikel aus der Rubrik
Neueste Aktivität
Aktuelle Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Eintrachts Abstieg ist besiegelt
Hallenhockey
Jubel und Trauer liegen in diesen Tagen in der Hockey-Abteilung des TSC Eintracht eng beisammen. Während die Damen zielstrebig auf einen Regionalliga-Aufstieg hinstreben, ist der Abstieg der Männer aus der höchsten Spielklasse des Landes besiegelt.
Die Halle als willkommenes Intermezzo
Frauenfußball
Auch im Frauenfußball laufen die Vorbereitungen auf die Frühjahrsrunde auf Hochtouren - zum Beispiel bei den ranghöchsten Dortmunder Teams aus Berghofen und Lütgendortmund, für die es am 4. März wieder um Meisterschaftspunkte geht. Für Abwechslung vom Trainingsalltag sorgt die...