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Mit einem Sieg ist Süd alle Sorgen los

10.04.2008 | 18:58 Uhr
Mit einem Sieg ist Süd alle Sorgen los

Rechnen wollen sie nicht. Das brauchen sie auch nicht, wenn die Südlichen heute gegen den SuS Oberaden (19.45 Uhr, Halle Wellinghofen) gewinnen.

Sollte das dem HC Süd allerdings nicht gelingen, rückt die Abstiegszone bedrohlich nah. Und dann bleibt die Rechnerei im Abstiegskampf wohl nicht erspart.

Ein Spiel wie jedes andere ist es nicht, das ist sicher. Dafür steckt zu viel Brisanz im Vergleich der beiden Nachbarn. „Die Anspannung ist im Training deutlich spürbar”, sagt Süd-Trainer Christian Kunert, „es ist ein Endspiel und das erfordert volle Konzentration.” Ähnlich sieht es Kunerts Trainerkollege Ralf Weinberger.

So sah's im Hinspiel aus: Oberadens Björn Grüter frei vor Süd-Torhüter Mathias Massat. Kolja Grundl kann da nur noch zuschauen. Bild: Klaus Hartmann

Die Ausgangssituation seiner Mannschaft ist noch ein wenig unangenehmer als die des HC Süd. „Wir müssen gewinnen”, sagt Oberadens Trainer, „denn sonst geht es den Bach runter”. In der Tat: Wenn der HC Süd gewinnt, hat er fünf Punkte Vorsprung. Die kann Oberaden in zwei Spielen nicht mehr aufholen.

Die Bilanz der Südlichen in ihren „Abstiegsendspielen” ist bislang durchwachsen. Angefangen haben sie mit einem desaströsen Auftritt in Volmetal, es folgte der Pflichtsieg gegen Haltern. Und mit einem Sieg - wie auch immer - soll es heute weitergehen. „Wir müsen den Grundstein zum Erfolg in der Abwehr legen”, wünscht sich Kunert, „und über die erste und zweite Welle schnell einen beruhigenden Vorsprung herausarbeiten”.

Dazu muss der HC Süd vor allem die beiden starken Rückraumspieler Bastian Stennei und Sebastian Pohl unter Kontrolle bekommen. Da passt es alles andere als gut ins Konzept, dass Fabian Schulte-Berthold (er muss an einem Seminar für das Studium teilnehmen) heute nicht mitspielen kann.

Dennoch: Mit Oberaden kommt - aus Sicht der Statistik - ein dankbarer Gegner in die Halle Wellinghofen. Die Oberadener Auswärtsbilanz ist nämlich noch schlechter als die Heimbilanz der Südlichen. Während die Dortmunder in eigener Halle wenigstens einmal gewinnen konnten, glückte Oberaden in der Fremde bislang noch überhaupt kein Erfolg.

Noch ein Vorteil für die Südlichen: Im Hinspiel haben sie bewiesen, dass sie Oberaden schlagen können. 29:27 siegten sie seinerzeit, zwei Tage vor Heiligabend war das. Noch ein Sieg heute und es könnte erneut gefeiert werden.

Timm Becker

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