„Meine Spieler sind absolut heiß auf diese Partie“
09.02.2012 | 19:14 Uhr 2012-02-09T19:14:00+0100
Nach Hacheney hat er den kürzesten Anreiseweg der Gäste. Wenn der OSC heute zum Handball-Verbandsliga-Spitzenspiel den SV Westerholt empfängt (20.15 Uhr), wird auf der Bank der Gäste ein Dortmunder sitzen. Uwe Bekston ist in der zweiten Saison Trainer in Westerholt, früher hat er rund acht Jahre für den OSC gespielt und lange Jahre beim TV Brechten gearbeitet.
OSC oder Höchsten – wer ist der größere Verfolger des SV Westerholt?
Uwe Bekston: Keiner von beiden. Beide Teams stehen mit gleicher Punktzahl hinter uns, beide sind auf ihre Weise gleich stark. Da ist kaum ein Unterschied.
Das Hinspiel gegen den OSC haben sie 32:36 verloren. Was ist damals aus Ihrer Sicht schiefgelaufen?
In der Nachbetrachtung muss ich feststellen, dass einige Spieler in der Abwehr und die Torhüter da nicht ihren besten Tag hatten. Wir haben es über 60 Minuten nicht geschafft, den OSC-Angriff unter Kontrolle zu bekommen.
Was erwarten Sie denn vom Spiel heute?
Ich glaube, dass das Spiel ein Highlight werden wird. Allein aus Westerholt haben sich 150 bis 200 Fans angesagt, und unsere Fans sind dafür bekannt, dass sie ordentlich Stimmung machen können. Auf dem Feld erwarte ich, dass wir es so machen wie in der Vorsaison: In der Hinserie haben wir gegen den OSC verloren, in der Rückserie gewonnen. So soll es auch diesmal werden – eine ausgeglichene Bilanz. Meine Spieler sind absolut heiß auf diese Partie. Ich hatte die Befürchtung, dass sie vor dem Schwitten-Spiel nur an den OSC denken und sie ihre Hausaufgaben nicht machen würden. Doch das hat sich nicht bewahrheitet.
Nennen Sie uns mal die Stärken des OSC.
Das ist ganz klar die 3:2:1-Abwehr. Der OSC hat es geschafft, diese Abwehr über zwei Spielzeiten zu stabilisieren und sie immer wieder zu verfeinern. Nicht umsonst hat der OSC die wenigsten Treffer in der Liga kassiert. Das ist sicherlich auch ein Steckenpferd von Thorsten Stoschek, mit einer so offensiven Abwehr zu spielen.
Und jetzt haben Sie einen Wunsch frei. Für das Spiel am Freitag dürfen Sie sich einen OSC-Spieler ausleihen und bei Ihnen einsetzen. Der wäre?
Der OSC ist insgesamt gut besetzt, da will ich keinen herausheben. Das Torhütergespann ist gleichwertig stark, der OSC hat mehr Linkshänder im Team als wir. Aber es kommt ohnehin nicht nur auf einen Spieler an. Nehmen Sie bei uns Christopher Klasmann. Zweifelsohne ein überragender Spieler, aber allein kann er es nicht richten, er braucht seine Nebenspieler.
Sie trainieren als Dortmunder den SV Westerholt. Was hat der Verein eigentlich, was Dortmunder Vereine nicht haben?
Zunächst einmal eine unglaublich begeisterungsfähige Fangemeinde, eine enorm hohe Identifikation mit dem Verein. Bei vielen ist der Handball das erste Hobby und kommt direkt nach dem Job. Was sich auch in der Unterstützung der Mannschaft zeigt. Und diese Begeisterung setzt sich auf die Mannschaft um, das macht einfach Spaß.
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