Marten feiert die Rückkehr in die Landesliga ausgelassen

Sie stehen leicht gebückt im Kreis, einer stimmt es an, das lange "Aaaaa". Langsam erheben sich alle, der Rest stimmt mit ein: "Aaaaaarminia Fantastica". Die Martener feiern wieder, sie sind stärker in die Landesliga zurückgekommen, als sie gegangen waren.

Dortmund.. Arminia Marten, das klingt nach Dortmunder Fußballtradition. Und der Platzhirsch im Westen hat sich herausgeputzt. Nach einem enttäuschenden Abschieds-Jahr in der Landesliga bekrabbelte sich die Arminia nicht nur, sie ist in vielen Belangen deutlich weiter als vor einem Jahr in der Landesliga.

Teamgeist zurückgeholt

Auf einer der schönsten Anlagen der Stadt haben die Verantwortlichen das zurückgeholt, was diesen Verein immer stark gemacht hatte: den Teamgeist. Aber die Stimmungskanonen wie der Sportliche Leiter Marco Paultyn packen eben auch an.

Er holte mehrere Spieler des Westfalenligisten FC Brünninghausen, die offenbar von Rückkehrer Fabian Ostrowski mit dem Arminia-Virus angesteckt wurden. Schon während des Starts mit Höhen und Tiefen verschmolzen alle Neuen mit den Etablierten schnell zur neuen, alten Arminia-Einheit. Über den Zusammenhalt kamen dann auch die Erfolge", sagt Paultyn." Die Arminia kam immer näher an Teutonia Waltrop, den Ersten, heran. Dann folgte die Wachablösung an der Spitze.

"Es gibt nie Knatsch"

"Dass die Trainer Thorsten Nilkowski und Werner Kötter sowie die Mannschaft so gefestigt waren und immer an sich geglaubt haben, zeichnet sie aus. Es gab nie Knatsch. Alle haben an einem Strang gezogen, wir sind sehr stolz auf sie", sagt Paultyn. Und es spricht für den Vorstand um den rührigen Vorsitzenden Heiner Joswig, dass er vertrauensvoll alle in Ruhe arbeiten ließ. Paultyn will aber gelobt wissen: "Alle Mitarbeiter haben ihren Anteil am Erfolg."

Dazu gehörte bei allem Spaß auch harte Arbeit. Beispielhaft für die neue fußballerische Entwicklung ist die verbesserte Abwehr. Die Arminia war auch abgestiegen, weil die Verteidigung nicht gut funktioniert hatte. Die Trainer legten viel Wert auf die Abläufe in der Viererkette. Die Arbeit lohnte sich. 31 Gegentreffer sind fast top.

Noch lange nicht am Ende

Jetzt sangen die Arminen ein neues Lied: "Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, Landesliga" nach der Melody von "There‘s no limit" ("Es gibt keine Grenze"). Das mag auf den fast nie endenden Feierwillen zutreffen, aber auch sportlich.
Eine moderne Infrastruktur, moderner Fußball, traditioneller Teamgeist - die Arminia ist mit ihrer Entwicklung noch längst nicht am Ende.