Marc Nebgen ist der "Hallenspezi" mit Hang zum Magerquark

In der Halle ist Marc Nebgen wie ein ICE, bei dem die Bremsen ausfallen: kaum zu stoppen. Bei der Stadtmeisterschaft 2015 "gubbelte" sich der Kapitän des TuS Holzen-Sommerberg zum zweiten Mal zur "Hallenspezi"-Trophäe. Was das bedeutet und warum er trotz Fieber spielte, verrät Nebgen im Interview.

Schwerte.. Marc, Du hattest vor der Stadtmeisterschaft nicht etwa eine kleine Erkältung, sondern warst richtig krank. Du hast trotzdem gespielt...

Ich hatte am Freitag gegen 17 Uhr noch 38,9 Grad Fieber, am Samstagmorgen 36,9. Da habe ich mich schlapp gefühlt, bin dann aber noch vier Stunden arbeiten gegangen. Ich hatte einfach Megabock und wenn ich zu der Stadtmeisterschaft gehe, kann ich auch arbeiten. Ich lag davor zwar knapp 44 Stunden im Bett oder auf der Couch, fühlte mich Samstagmittag aber halbwegs fähig, zu spielen.


Eine Szene aus der Zwischenrunde ist hängengeblieben. Ihr kämpft Euch in Unterzahl zum Sieg gegen Hennen. Nach jedem geklärten Ball hast du löwenartig alles herausgeschrien. Kannst Du als Winner-Typ dann überhaupt mit Eurem dritten Platz leben?

Auf jeden Fall, ich habe ja mit nichts gerechnet. Wir waren schon glücklich, dass wir die nominell ordentlich besetzte Vorrundengruppe als Erster überstanden haben. Das war schon krass. Noch krasser war dann, als Erster durch die Zwischenrunde zu kommen. Dann haben wir, denke ich, das bessere Halbfinale gesehen. Aber wie gesagt: alles okay.
Die Diskussion um Futsal versus üblicher Hallenfußball war in diesem Winter eine oft geführte. Wie stehst Du als Futsaler dazu?

Ich finde die jetzige Variante für Schwerter Stadtmeisterschaft schon in Ordnung - aber dann bitte ohne diese Regel, dass man unendlich oft zum Torwart zurückspielen darf. Das ist das Schlimmste.


2012 wurdest Du schon mal als Hallenspezialist ausgezeichnet. Auch jetzt warst Du schwer zu stoppen. Woher kommt die Vorliebe für das Spiel auf hartem Boden?

Hallenfußball spiele ich von klein auf am absolut liebsten. Ich kann mich ganz gut durchwurschteln. Beim Futsal nennen wir das Gubbeln. Warum das so ist, weiß ich nicht. Durch den Futsal jedenfalls habe ich meine technischen Fertigkeiten nochmal deutlich verbessert.


Dein Spitzname ist kein gewöhnlicher - die meisten nennen Dich Coke. Wie kam es dazu?

Coke stammt aus der sechsten Klasse. Da hatten wir einen Schulkollegen, der alle Jungen nach Sachen von McDonald’s genannt hat. Nur Coke hat überlebt. Wobei ich diesen Kram ja nicht esse. Dann viel lieber Magerquark, dieses Himmelszeug.