Mandy Taubert ist als Gegenspielerin unbeliebt

Mandy Taubert spielt erst seit fünf Jahren Fußball. Trotzdem hat sie in der letzten Saison für den SC Berchum/Garenfeld 68 Tore erzielt, 28 mehr als die zweitbeste Torjägerin -und mehr als der Tabellenachte insgesamt. Dabei ist sie nicht einmal Stürmerin.

Schwerte.. Nach diesem 1. März war Schluss. Die Damen des VfB Schwelm wurden vom SC Berchum/Garenfeld überfahren. 0:23. Neun Tore dabei schoss: Mandy Taubert. Es war das letzte Spiel der Schwelmerinnen, die ihre Mannschaft anschließend zurückzogen.

Ganz sicher muss sich Mandy Taubert dafür nicht schuldig fühlen, trotzdem hat sie ihren (Pflicht-)Teil dazu beigetragen. Wie sie überhaupt so zur unbeliebtesten Gegenspielerin in der Hagener Damen-Kreisliga A wurde, dass sie "ab und zu schon mal zwei Gegnerinnen am Hintern kleben hatte".

Vor ihr kapituliert selbst die Technik. Das Internet-Portal fussball.de listet 69 Tore auf, die Mandy Taubert in der letzten Saison geschossen haben soll. "Stimmt so nicht", sagt sie selbst. Es waren nur 68.

Dabei spielt Taubert nicht mal dort, wo die meisten ihrer Torjäger-Kolleginnen spielen. Bis vor kurzem dirigierte sie das Spiel sogar noch von der Sechser-Position aus, mittlerweile wurde sie auf die Zehn versetzt. Ihre Nummer 6 hat sie behalten, Spielführerin ist sie auch.

Sie trifft neunfach, mal fünf-, mal sechsmal. Das ist selbst für die Kreisliga eine überragende Quote. Oder? Taubert selbst hätte gerne noch ein paar Tore mehr erzielt, aber: "Ich mache eher die schwierigen als die leichten Tore. Daran möchte ich gerne als nächstes arbeiten."

Keine konkreten Anfragen

Schließlich eint sie und ihre Mitspielerinnen ein gemeinsames Ziel: der Aufstieg in die Bezirksliga. In diesem Jahr verpasste der Sportclub diesen um 15 Punkte noch sehr deutlich. Trotzdem ist Taubert voll darauf fokussiert - und denkt deshalb gar nicht daran, den Verein zu wechseln.

Auch, weil die Scouting-Abteilung höher spielender Vereine offenbar schludrig arbeitet. Ab und zu haben andere Vereine bei Facebook lose angefragt, etwas Konkretes sei nicht dabei gewesen. "Wir sind in dieser Saison aneinander gewachsen, ein tolles Team", schwärmt Taubert. Und so wird sich auch in der Saison 2015/16 nichts an ihrem Status ändern: Sie bleibt die unbeliebteste Gegenspielerin der Liga.