Das aktuelle Wetter NRW 22°C
Bezirksligisten verärgert...

"Man hätte mit uns reden müssen"

05.03.2010 | 17:43 Uhr

Mit Unverständnis und teilweise sogar Entsetzen haben die Dortmunder Vereine in der Bezirksliga 8 auf die Spielverlegungen von Staffelleiter „Pit” Richarz an diesem Wochenende reagiert.

Brackels Vorsitzender Olaf Schäfer beklagt die fehlende Kommunikation zwischen Staffelleiter und den Vereinen. „Man hätte mit uns reden müssen, aber die Vereine sind bei der Planung im Vorfeld überhaupt nicht mit einbezogen worden. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit stelle ich mir anders vor”, so Schäfer.

„Durch die Ansetzung in Brünninghausen verlieren wir das Heimrecht, das wird Zuschauer kosten”, nennt Schürens Trainer Peter Walter ein weiteres Problem, „außerdem fehlen uns im Derby die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf.” Ähnlich sieht es Dernes Sportlicher Leiter Winfried Guth: „Die Verlegung unseres Spiels nach Hombruch ist ein Witz. Wir müssen vom äußersten Norden der Stadt in den äußersten Süden fahren und spielen wahrscheinlich vor 20 zahlenden Zuschauern.”

Scharnhorst - Herbern jetzt in Kirchhörde

Am schlimmsten hätte es beinahe den FV Scharnhorst erwischt, der zum zweiten Mal in dieser Saison beim SV Herbern hätte antreten sollen (wir berichteten). „So etwas ist von uns in keiner Weise nachvollziehbar, wir werden gegen die Spielansetzung Protest einlegen”, empörte sich der Sportliche Leiter Christian Senger. Nachdem auch Spitzenreiter SV Holzwickede, der Wettbewerbsverzerrung im Titelkampf witterte, Beschwerde gegen die Ansetzung eingelegt hatte, lenkte Richarz gestern am späten Nachmittag ein: gespielt wird jetzt nicht in Herbern, sondern am Sonntag um 17.00 Uhr in Kirchhörde.

Verweist auf die Spielordnung: Staffelleiter Klaus-Peter Richarz.

Ansonsten betrachtet er seine Entscheidung grundsätzlich als unanfechtbar. „Spielordnung und Durchführungsbestimmungen des FLVW besagen, dass die spielleitende Stelle in außergewöhnlichen Situationen zu einer solchen Maßnahme greifen kann.” Und dieser Fall sei durch die zahlreichen witterungsbedingten Absagen der letzten Wochen eingetreten. Angesichts der Knappheit der Termine sei es gar nicht möglich, eine noch größere Zahl ausgefallener Spiele unter der Woche durchzuführen: „Nimmt man den Jugend- und Frauenbereich mit hinzu, sind schon jetzt mehr als 1 000 Spiele nachzuholen und die Kapazität der Plätze ist erschöpft.” So habe er versucht, zu retten, was zu retten ist. Auch das Argument der Vereine, auf ihren Heimvorteil verzichten zu müssen, ließ Richarz nicht gelten: „Erfahrungsgemäß ist der Heimvorteil im Amateurfußball nur selten entscheidend.”

Eine von den Klubs in die Diskussion geworfene Verlängerung der Spielzeit sei nach wie vor kein Thema. Richarz: „Der Verbands-Fußballausschuss hat noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wie geplant am 30. Mai Schluss sein muss.”

Udo Stark, Frank Büth

Facebook
 
Kommentare
05.03.2010
21:03
Man hätte mit uns reden müssen
von willi wuff | #1

Das sieht dem Richarz ähnlich. Genauso arrogant war er als Chef der Schiris. Eine derartige Wettbewerbsverzerrung ist unglaublich. Da werrden die Aschenplatzvereine weiter benachteiligt. Die können schon die ganze Zeit, im Gegensatz zu den Kunstrasenvereinen, nicht richtig trainieren und nun müssen sie auch noch auf ihr Heimrecht verzichten. Die Vereine sollten sich mit allen Mittel wehren. Es bestünde ja imme rnoch die Möglichkeit am Pfingstwochenende zu spielen.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2681742/create

Aktuelle Fotos und Videos
BVB II feiert Aufstieg
Bildgalerie
Regionalliga
Aus dem Ressort
VfB Stuttgart gewinnt Pfingstturnier
Jugendfußball
Traditionell prächtiges Wetter, ein vor allem am zweiten Tag gut besuchtes Aplerbecker Waldstadion , viele Spiele auf beachtlichem Niveau und unter dem Strich mit 3 803,06 Euro ein stattlicher Erlös zugunsten der Kinderkrebsstation der Städtischen Kliniken: das U 14-Pfingstturnier des SC Husen-Kurl...
Hombruch muss die Kurve kriegen
Fußball-Landesliga
Viertletzter Spieltag in der Fußball-Landesliga. Während Mengede 08/20 die Aufstiegsfeierlichkeiten längst hinter sich hat und Arminia Marten wohl nicht mehr in die Bredouille geraten wird, bleibt der Hombrucher SV nach acht Niederlagen in Folge das Sorgenkind. Sollte das Team von Trainer Sead...