Lueg feiert: Geburtstag, Hochzeit, Klassenerhalt
25.04.2010 | 20:34 Uhr 2010-04-25T20:34:00+0200
Der OSC wird auch in der kommenden Saison in der Handball-Verbandsliga spielen. Durch den 21:17 (11:9)-Derbysieg über den HC Süd sicherte der Traditionsclub am Samstag nicht nur den Verbleib in der Klasse, er drängte den Liga-Konkurrenten auch zurück in größte Abstiegsnot.
Hätte es nicht zeitgleich noch ein paar andere Handballtermine gegeben, vermutlich wäre am Samstag die gesamte „Szene” in Hacheney versammelt gewesen. Auch so war alles für den großen vorentscheidenden Abend gerichtet: Gastgeber wie Gäste hatten ihre Jugendabteilungen – ausgestattet mit Fahnen, Pauken und Trompeten – zu farbenprächtigen und laustarken Fanblocks formiert. Fast 500 Zuschauer füllten die Tribüne.
Die Partie selbst konnte den Ansprüchen nicht gerecht werden. „Verständlich bei diesen Voraussetzungen”, sagte später Süd-Vorstand Otto Schulte, meinte die nachvollziehbare Vorsicht und Nervosität, mit der beide Mannschaften zu Werke gingen.
»Wir haben in Überzahl zu viele Chancen ausgelassen«
Langweilig war dieses Derby mit den ausgezeichneten Torhütern Julian Stumpf und Michael Trippe allerdings zu keiner Phase: es lebte von der Spannung. Bis zur 26. Minute gelang es keiner der beiden Mannschaften, sich mit mehr als einem Tor abzusetzen. Erst kurz vor der Halbzeit sorgte Robin Austermann für den ersten Zwei-Tore-Vorsprung des OSC (10:8), der kurz darauf auch zur Pause Gültigkeit hatte. Die Gäste hatten schon in dieser ersten Halbzeit versäumt, aus Überzahlsituationen Profit zu ziehen.
Diese Schwäche der Gäste wurde nach dem Seitenwechsel noch deutlicher. 16:4 lautete bis kurz vor Schluss das Strafminuten-Verhältnis – zu Gunsten des HC Süd. „Wir haben zu viele Chancen ausgelassen”, sagte später Trainer Martin Denso, dessen Spieler immer wieder zu überhastet abschlossen und dem OSC Konterchancen eröffneten.
Entschieden wurde die Partuie dadurch aber ebensowenig wie durch die Schiedsrichter , die in der Schlussphase für zwei Aufreger sorgten: Zuerst zeigten sie Süd-Rückkehrer Mathias Konkel für eine etwas unglückliche Abwehraktion eine heiß diskutierte Rote Karte, dann erkannten sie einen Treffer von Jürgen Lepine nicht an, weil sie – als einzige in der Halle – den Ball nicht im Tor gesehen hatten.
Dass die Gastgeber beide Punkte behielten, war nicht das Ergebnis spielerischer Vorteile, sondern Verdienst der Durchsetzungskraft eines Einzelnen: Der junge Kai Bekston ging in der Endphase drei Mal erfolgreich eins gegen eins, brachte das Team des Geburtstagskindes (Donnerstag) und frisch gebackenen Ehemannes (Freitag), Carsten Lueg, nach dem 15:15-Zwischenstand entscheidend nach vorne. Schade und irgendwie bezeichnend, dass Bekston in der nächsten Saison nicht mehr in Dortmund spielt...
OSC: Stumpf, Brüske; Lepine (1), Edeling (3), Tomlik (2), Köhne, Schürmann (1/1), Strauß (3), Austermann (3), Schröter (2), Wittland (2), Bekston (4).
HC Süd: Trippe, Waschescio; Hennemann (3), Pixberg (1), Fuck (3), Becker, Hobrock (1), Hausl (5/4), Höhmann (3), Decker, Lohse, Konkel (1).
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