LSVer Harder hofft auf Steigerung zur Rückserie

Richtig gut fühlt sich Pascal Harder noch nicht. Der Abwehrchef des Fußball-Landesligisten Lüner SV hatte mit Magenproblemen zu kämpfen. Sein Einsatz am Sonntag im Testspiel gegen den SV Brackel sei aber nicht gefährdet: "Das klappt schon", sagt er. Der Trainer setzt auf Harder - und seinen jüngeren Bruder.

Lünen.. Trainer Mario Plechaty schätzt die Einstellung des 27-jährigen Pascal Harder. Und auch die von Harders Bruder Rene. Der 24-Jährige wechselt im Sommer von Bezirksliga-Spitzenreiter Westfalia Wethmar ebenfalls in die Kampfbahn Schwansbell. "Das sind Typen", sagt Plechaty. "Super ehrgeizig. Ich freue mich, dass wir sie nächste Saison beide im Kader haben."

Das freut auch den älteren der beiden Brüder. "Seit Jahren war es unser Ziel, noch einmal gemeinsam auf dem Platz zu stehen", sagt Pascal Harder. In der Saison 2010/2011 liefen sie beide für den BV Brambauer-Lünen auf. Rene Harder kam dort aus beruflichen Gründen aber kaum zum Zug. "Seitdem hat sich Rene super entwickelt. Er ist auf vielen Positionen einsetzbar und wird uns weiterbringen", ist Pascal Harder überzeugt.

Einen anderen Anspruch

Weiterbringen möchte auch er den Lüner SV in der Rückserie. Denn mit seinem ersten halben Jahr bei den Rot-Weißen war der Neuzugang, der im Sommer 2014 von Oberligist Hammer SpVg kam, nicht zufrieden: "Ich bin noch nicht bei dem, was ich leisten kann." Seine Hinserie benotet Harder mit einer "vier, vielleicht vier plus. Ich habe einen anderen Anspruch an mich selbst. Ich habe mich bisher aber meist im ersten Jahr bei einem neuen Klub schwer getan."

Auch Plechaty fordert mehr von seinem Innenverteidiger: "Pascal weiß auch, dass ich mehr verlange. Er ist jetzt richtig fit und wird eine bessere Rückrunde spielen." Das erhofft sich Harder von der kompletten Elf des Landesliga-Neunten: "Wir wollen mehr Punkte holen als in der Hinrunde. Die vielen verletzten Spieler haben uns Probleme bereitet. Bleiben alle fit, werden wir uns einspielen. Und dann werden wir auch bessere Ergebnisse einfahren."

In den Kampf um den Aufstieg werde der LSV bei 18 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Hassel und elf Punkten weniger als der Tabellenzweite Stuckenbusch aber nicht mehr eingreifen können: "Da sollten wir den Ball flach halten", sagt Harder.

Anders sieht das für die nächste Spielzeit aus. In der auch Lünens Vize-Kapitän nach dem Abgang von Spielführer Sascha Rammel zu Westfalenligist Kirchhörde im Sommer noch mehr Verantwortung übernehmen könnte: "Es liegt nicht so fern, dass ich dann Kapitän werde. Kommt es so, würde es mich freuen. Ich kann aber auch ohne die Binde Verantwortung übernehmen. Und das wird auch von mir verlangt."

Test gegen Brackel
Der Lüner SV spielt am Sonntag, 15 Uhr, in Schwansbell gegen den SV Brackel.