LSV-Frauen wollen in Riemke voll auf Sieg spielen

In ihrem vorletzten Saisonspiel empfangen die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer die SG TuRa Halden-Herbeck. Auf die Landesliga-Frauen des Lüner SV wartet in Riemke das entscheidende Spiel der Saison. Im Kampf um den Klassenerhalt benötigt der LSV noch dringend einen Sieg. Alle Vorschauen

Lünen.. Frauen-Verbandsliga 2
VfL Brambauer - SG TuRa Halden-Herbeck
(Samstag, 18.30 Uhr, Diesterweg 7a, Lünen)

Die Gäste sind aktuell Tabellenneunter und müssen noch um den Klassenerhalt bangen. Bei noch zwei ausstehenden Spielen beträgt der Abstand auf Schlusslicht BSV Roxel vier Punkte. Auf den Vorletzten Soester TV hat Halden-Herbeck gerade einmal zwei Zähler Vorsprung.

"Für Halden-Herbeck geht es um alles. Für uns um nichts mehr", macht VfL-Trainer Uli Richter die Situation deutlich. Seine Mannschaft steht auf Platz drei, kann im Aufstiegsrennen nicht mehr mitwirken. Dennoch wollen die VfL-Frauen alles daran setzen, um den dritten Rang zu verteidigen. TVE Netphen hat nur einen Punkt Rückstand und ist Brambauer dicht auf den Fersen. Demnach sollte der VfL sich keinen Ausrutscher erlauben.

Gerade einmal acht Feldspielerinnen

Mit Blick auf das Hinspiel hat Brambauer noch eine Rechnung offen. Halden-Herbeck gewann mit 29:27. Damals lief aber noch die ehemalige Nationalspielerin Sabrina Richter im rechten Rückraum auf. Richter zog es mitten in der Saison aber zum Zweitligisten BV Borussia Dortmund. Seitdem Richter nicht mehr für TuRa Halden-Herbeck aufläuft, erzielte das Team schwache Ergebnisse und rutschte in den Tabellenkeller ab. Seit vier Spielen ist das Team ohne Sieg.

Mit Blick auf die personelle Situation fallen beim VfL Brambauer einige Spielerinnen aus. Nina Karau wird wahrscheinlich diese Saison nicht mehr auflaufen, hat Probleme mit dem Fuß. "Da wollen wir kein Risiko mehr eingehen", sagt Richter. Angelina Pötter ist in Berlin und Tuba Akyildiz nimmt Antibiotikum, sodass Richter gerade einmal acht Feldspielerinnen zusammen hat.

Frauen-Landesliga 3
SV Teut. Riemke II - Lüner SV
(Samstag, 19.15 Uhr, Wielandstraße, Bochum)

Die Abstiegsregelung hat sich ein wenig geändert. Die letzten beiden Mannschaften steigen definitiv ab, das drittletzte Team ist gerettet, braucht keine Relegation zu spielen. Der Lüner SV ist aktuell Vorletzter (13:27-Punkte), muss unbedingt siegen, um nicht abzusteigen. Die bessere Ausgangslage hat der SV Teutonia Riemke II, der mit 15:25-Zählern auf Platz neun steht.

"Wenn wir die Liga halten wollen, müssen wir unbedingt gegen Riemke punkten. Wir werden voll auf Sieg spielen", sagt LSV-Coach Marcel Mai. Falls Lünen diese Partie gewinnen sollte, dann würde es punktetechnisch mit Riemke gleichziehen, hätte aber die besseren Karten, weil es den direkten Vergleich gewonnen hätte.

Nichts mehr zu holen

Im letzten Saisonspiel ist sowohl für den Lüner SV, der gegen Spitzenreiter Hammer SC antreten muss, als auch für Riemke II, das gegen den Dritten BV Borussia Dortmund III spielen muss, wohl nichts mehr zu holen, da Hamm und der BVB III noch Chancen haben, aufzusteigen.

Ein etwas leichteres Restprogramm hat der Tabellenzehnte HSG Vest Recklinghausen (14:26-Punkte), der gegen Schlusslicht und den ersten Absteiger ATV Dorstfeld sowie gegen den Vierten SG Handball Hamm II ran muss. "Der zweite Abstiegskandidat wird zwischen uns und Riemke ausgespielt", ist sich Mai sicher.

Unterstützung erwünscht

Umso wichtiger für den Lüner SV die Partie gegen Riemke II zu gewinnen. "Riemke liegt uns. Das Team geht viel über Tempo, genau wie wir", so Mai. In der Deckung spielt der Gastgeber ähnlich wie Lünen eine defensive 6-0-Formation. Im Hinspiel gelang Lünen ein knapper 24:23-Sieg.

Trainer Marcel Mai hofft, dass viele Lüner Anhänger den Weg in die Heinrich-Böll-Sporthalle in Riemke finden, um Lünen anzufeuern. "Wir brauchen jede Unterstützung, um den Klassenerhalt zu schaffen", so Mai, der einzig auf Vivienne Blümel (privat) verzichten muss.



Herren-Verbandsliga 2
SuS Oberaden - SV Teutonia Riemke
(Samstag, 19.45 Uhr, Legionärstraße, Bergkamen)


Nach dem Punktgewinn beim TuS Hattingen fehlt Handball-Verbandsligist SuS Oberaden theoretisch noch ein Sieg, um den Klassenerhalt perfekt zu machen und nicht mehr auf einen Relegationsplatz abzurutschen. Die Grün-Weißen treffen auf den direkten Tabellennachbarn, der drei Zähler weniger auf dem Punktekonto hat. Der SV Teutonia Riemke stellte Oberaden im Hinspiel aber vor große Probleme.

Mit 30:33 musste der SuS sich damals geschlagen geben. Ärgerlich an der Niederlage war vor allem das starke Gegenstoß-Spiel von Riemke, das die "Cobras" nicht unterbinden konnten. Besonders stark erwies sich in dieser Begegnung Riemkes Keeper Sven Erzfeld, der mit seinen Paraden den direkten Gegenstoß-Pass einleitete.

Tempogegenstoß verhindern

Die Gäste, die aus der Oberliga abgestiegen sind, hatten sich in dieser Saison wesentlich mehr vorgenommen. Auf fremdem Parkett holte Riemke in dieser Saison bisher vier seiner neun Siege. Insgesamt ist die Mannschaft ausgeglichen besetzt. Die Außenspieler sind flink und blitzschnell auf den Beinen. Die "Cobras" sollten in der Rückwärtsbewegung möglichst schnell sein, um den Tempogegenstoß zu verhindern.

Trainer Ralf Weinberger muss in dieser Begegnung wieder auf die Langzeitverletzten Mats-Yannick Roth, Stefan Vogel, Pascal Wix und Bastian Stennei verzichten. Hinzu kommt Christian Stratmann, der kürzlich an seinem Knie (Meniskus) operiert wurde. Ob einer der Routiniers Marcus Salzmann und Lars Köhler auflaufen wird, hält der SuS Oberaden sich noch offen.

Bezirksliga 5
TuS Eintracht Overberge - VfL Brambauer
(Sonntag, 17.45 Uhr, Hansastraße, Bergkamen)

Die Bezirksliga-Handballer des VfL Brambauer wollen weiter im Aufstiegskampf mitmischen. Das Team von Coach Ingo Nagel liegt zwei Punkte hinter Spitzenreiter Hammer SC. Brambauer benötigt also unbedingt Punkte. Gegen Overberge, das im unteren Tabellendrittel steht, soll ein Sieg her.

"Wir dürfen Overberge nicht unterschätzen. Diese Mannschaft hat die Teams von oben ärgern können", warnt Nagel.
Der Gastgeber hat eine routinierte Spielweise, ist aber über das Tempospiel anfällig. Und genau dort will der VfL seinen Hebel ansetzen. Personell sieht es aber nicht gut aus. Dimitri Varhatov, Christian Neve und Sven Nowak können nicht spielen. Die Einsätze von Paul Langmann und Niklas Sporbeck sind noch fraglich. Aus der eigenen Zweiten soll Verstärkung her.

Lüner SV - SV Eintr. Dolberg
(Samstag, 19 Uhr, Kurt-Schumacher-Str. 41-49, Lünen)

Einen bösen Dämpfer haben die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV zuletzt beim TV Neheim erhalten. Um überhaupt noch eine Chance auf den Aufstieg zu haben, müssen die Rot-Weißen gegen den Tabellenzweiten Dolberg punkten. Aktuell steht der LSV auf Platz vier, drei Punkte hinter Dolberg. Im Hinspiel lieferte der LSV eine gute Partie ab, gewann 30:28.

"Damals haben wir eine starke Team-Leistung gezeigt", weiß Trainer Jürgen Weber noch genau. Er appelliert an ein ähnliches Auftreten: "Wenn uns das wieder gelingt, dann bin ich guter Dinge." Er sieht Dolberg mehr unter Zugzwang als sein eigenes Team. "Wir wollten oben mitspielen. Wenn es für den Aufstieg nicht reicht, dann ist es so. Wir sind noch jung. Dolberg steht da mehr unter Druck." Falk Seeger fällt nach wie vor aus. Ansonsten ist der LSV-Kader komplett.