LSV-Frauen wollen früh für klare Verhältnisse sorgen

Die Handballerinnen des Lüner SV dürfen weiter hoffen. Mit dem 32:21-Sieg über ETSV Witten II im Hinspiel der Relegation um den Landesliga-Verbleib verschaffte das Team sich ein ordentliches Polster. Vor dem Rückspiel (Sonntag, 18 Uhr, Jahnstraße 11, Witten) spricht LSV-Trainer Marcel Mai im Interview über die nervenaufreibende Relegation.

Lünen.. Die Chancen, als Gewinner aus der Relegation hervorzugehen, stehen nach dem deutlichen 32:21-Sieg gut. Wie schätzen Sie die aktuelle Situation ein?

Das Ergebnis war echt stark. Die Chancen sind super. Allerdings dürfen wir das ganze nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das ist gefährlich. Wenn man plötzlich mit fünf Toren zurückliegt, dann könnte es eine Zitterpartie werden. Wir müssen zusehen, dass wir von Anfang an für klare Verhältnisse sorgen.


Ihre Mannschaft überzeugte im Hinspiel. Warum zeigte sie solche Spiele nicht häufiger in der Saison?

Wir haben ein ganz junges Team. Wenn es mal nicht läuft, lassen wir oft die Köpfe hängen. Zudem hatten wir einige Rückschläge zu verkraften. Beate Thoms fiel fast die komplette Saison aus. Unsere zweite Torfrau Katharina Leukel fehlte ebenfalls monatelang. Janina Beinlich und Lena Seidel gingen in die Dritte und Tatjana Siebert musste wegen ihres Knies komplett aufhören. Woche für Woche musste ich umplanen. Wir haben auch starke Spiele gezeigt. Insgesamt war das aber alles zu schwankend.

Welche Aufgabe erwartet Sie jetzt in Witten?

Ich gehe von einer schwierigen Partie aus. Der Wittener Trainer wird sich gegen uns etwas einfallen lassen. Wir stellen uns auf alles ein, haben im Training noch einmal einige Formationen geübt. Ich hoffe, dass wir ein gutes Spiel abliefern können.

Wie sieht es personell am Sonntagabend gegen ETSV Witten II aus?

Hannah Püschel ist auf Abitur-Fahrt. Angeschlagen sind Doreen Hülsewede und Anna Lieneke. Beide haben muskuläre Probleme im Oberschenkel. Aber ich gehe davon aus, dass beide auflaufen werden.


Zweimal hatte Ihr Team bereits Glück in der Relegation. Vor zwei Jahren gelang Ihrer Mannschaft der Aufstieg in die Landesliga. Vor einem Jahr sicherte sie sich erst in der Extra-Runde den Landesliga-Klassenerhalt. Im dritten Jahr spielt der LSV erneut eine Relegation. Sind Sie Relegations-Experten?

Das ist Wahnsinn und ziemlich nervenaufreibend. Wir arbeiten jedes Jahr daraufhin, um ein Highlight in der Saison zu haben. Einerseits ist das toll, weil es einen ziemlichen Anreiz für Spielerinnen und Zuschauer darstellt. Allerdings muss ich sagen, dass ich das nicht jedes Jahr brauche. Ich hoffe, dass wir demnächst ohne Relegation auskommen. Es ist nämlich zu anstrengend.

Was wünschen Sie sich für dieses Spiel und für die kommende Saison?

Ich hoffe, dass wir ein gutes Ergebnis in Witten erzielen und die Partie möglichst gewinnen. Ich hoffe auch, dass jede Spielerin motiviert genug ist. Wenn wir den Klassenerhalt sichern, dann würde ich mir für die kommende Saison wünschen, dass wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Falls wir die Relegation doch noch verlieren sollten, und runter in die Bezirksliga müssen, peilen wir natürlich den direkten Aufstieg an. Wir werden sehen, wohin der Weg führt.