Lisa Karau: „Die Mannschaft glaubt an mich“

18 Jahre lang war sie Handballerin beim VfL Brambauer. Seit der E-Jugend spielte sie für den Verein an der Diesterwegstraße. Jetzt, im Alter von 27 Jahren, wagt sie einen Vereinswechsel: Die Rede ist von Lisa Karau, die vom Verbandsligist VfL Brambauer zum Oberligisten HSG Menden-Lendringsen wechselt. Im Interview spricht sie über die neue Herausforderung.

Brambauer.. Lisa, Sie haben 18 Jahre lang ununterbrochen für den VfL Brambauer gespielt. Warum haben Sie sich ausgerechnet jetzt für einen Wechsel entschieden?

Ich habe eine neue sportliche Herausforderung gesucht. Menden ist ein attraktiver Verein, der jahrelang in der Oberliga oben mitgespielt hat, zuletzt noch Meister wurde. Auch für mein Handballportfolio ist dieser Schritt interessant. Es ist nun mal eine Liga höher.

Wie kam der Kontakt zustande?

Über den neuen Trainer Sascha Stickan. Er hat mich angesprochen. Dann war ich beim Probetraining und es hat gepasst.

Wie schwer fiel Ihnen der Abschied aus Brambauer?

Ziemlich schwer. Die Mädels sind nicht nur Mannschaftskolleginnen, sondern Freundinnen. Meine Schwester Nina spielt auch dort. Wir haben unser ganzes Leben lang zusammengespielt. Das war natürlich eine schwierige Entscheidung. Aber die Mannschaft hat es total gut aufgenommen, hat mich motiviert und glaubt an mich. Das ist ein sehr schönes Gefühl.

In Lisa Gerbe haben Sie in Menden eine gute Konkurrentin auf der Kreisläufer-Position. Wie sind Ihre Chancen zu spielen?

Das ist schwierig zu sagen. Lisa ist natürlich eine harte Konkurrenz. Aber ich werde Gas geben und hoffe, dass ich am Erfolg der Mannschaft Teil haben kann. Ich muss mich spielerisch natürlich erst einmal finden. In Brambauer habe ich vom Zusammenspiel mit Nina und anderen Mannschaftskolleginnen profitiert. Jetzt ist das alles natürlich anders. Das Tempo ist auch wesentlich schneller.

Wo liegen Ihre Stärken?

Ich glaube, dass ich konditionell gut drauf bin. Von der Statur ähnele ich eher einer Rückraumspielerin, muss in Menden natürlich muskelmäßig noch etwas zulegen. Dafür habe ich aber ein gutes Stellungsspiel und eine gute Übersicht.

Was erhoffen Sie sich von der HSG Menden-Lendringsen?

Ich erhoffe mir, dass ich mich sportlich und persönlich weiterentwickele. Ich wünsche mir auch, dass ich das Team weiterbringen kann. Natürlich hoffe ich auch, dass wir weiter erfolgreich spielen.

Was wünschen Sie sich für Ihre sportliche Zukunft?

Ich hoffe sehr, dass dieser Schritt die richtige Entscheidung war und dass ich Spielanteile bekomme. Der Anspruch in Menden ist hoch. Ich hoffe, dass ich ihm gewachsen bin.