LGO-Athleten überrascht in Wattenscheid positiv

Auf angenehme Überraschungen hatten Dortmunds Leichtathleten bei den deutschen Jugend-Leichtathletik-Meisterschaften in Wattenscheid gehofft, und diese erfüllten sich schon an den beiden ersten Tagen.

Wattenschied.. Im 1500-Meter Finale der B-Jugend lief Patricia de Graat, die sich schon im Vorlauf um rund vier Sekunden auf 4:44,18 Minuten gesteigert hatte, ein kluges Rennen. Auf der Zielgeraden attackierte sie aus der Verfolgergruppe heraus und erkämpfte Rang fünf. Mit starken 4:40,19 verbesserte sie sich nochmals deutlich und jubelte zu Recht.

Schnelle Spitze

Überzeugend auch die 2000 Meter Hindernis der A-Mädchen. Marina Wrede hielt sich ständig unter den Verfolgern der schnellen Spitze, und auf der Zielgeraden drang sie auf Platz sechs vor. Mit 6:50,84 Minuten erzielte sie einen neuen Westfalenrekord.

"Ich war es nicht gewohnt, dass alle Läuferinnen so dicht beieinander waren und sich gegenseitig behinderten. So konnte ich nie ungestört an die Hindernisse herankommen", zahlte sie trotz ihres glänzenden Rennens Lehrgeld, vor allem als sie eingangs der letzten Runde noch die Dritte angreifen wollte.

Guting mit Bestzeit

In ihrem zweiten Hindernisrennen hielt sich Vanessa Guting hervorragend. In Bestzeit von 7:02,01 rannte sie auf den nie erwarteten achten Platz. "Ich habe vor jedem Hindernis und jedem Wassergraben gezittert", bekannte sie.

Ungünstiger konnten die 3000 Meter für David Valentin und Steven Orlowski (alle LG Olympia) nicht laufen, denn das anfängliche Bummelrennen war im strömenden Regen für die beiden Tempoläufer Gift. Bei Streckenhälfte wagte Valentin einen Vorstoß zur Spitze, doch bekam er Angst vor der eigenen Courage.

Unter Wert verkauft

"Er hätte den Mut haben müssen, sein Tempo durchzuziehen", sagten Trainer Pierre Ayadi und sein Vater Jörg. So ließ er sich wieder im Feld einschließen und blieb in der Schlussphase trotz 8:56,55 Minuten als Achter unter Wert. Bei Orlowski machte sich die durch die lange Verletzungspause noch fehlende "Kilometerbasis" bemerkbar. Er lief nach 9:05,89 als Elfter ins Ziel, doch war das keine Enttäuschung.

Vanessa Mark (Teutonia Lanstrop) drang mit 14,87 Sekunden in das Hürdenfinale vor, das sie mit 14,66 als Sechste beendete. "Schade, dass der Rückenwind zu stark war, denn das wäre eine persönliche Bestzeit für mich gewesen", bedauerte die Mehrkämpferin. Ihre 12,55 Meter mit der Kugel waren ebenfalls Platz sechs wert. Mit 12,55 Katharina Loska blieb über 400 Meter mit für sie schwachen 59,24 Sekunden im Vorlauf hängen.