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Langerak träumt vom Final-Einsatz

08.02.2012 | 19:35 Uhr

Am Samstag, beim Bundesliga-Heimspiel gegen Bayer Leverkusen, sitzt Mitchell Langerak wieder da, wo er fast immer sitzt. 90 Minuten lang. Und derzeit dick eingepackt. Während sich die anderen Bankdrücker irgendwann Warmlaufen und auf ihre Einsatzchance hoffen, tendiert diese bei dem australischen Ersatztorwart gegen Null.

Am Dienstagabend, beim DFB-Pokalspiel bei Holstein Kiel, durfte Langerak endlich mal wieder ran. Es war sein viertes Pflichtspiel, seit er im Sommer 2010 zum BVB kam. „Und das härteste bisher. Aber, Mensch, das ist Fußball“, gestand der 23-Jährige nach dem Abpfiff in Kiel.

Der Pokal-Einsatz war nicht nur deshalb ein ganz besonderer. Denn so musste Langerak nicht auf der windgequälten und ungeheizten Ersatzbank des Holstein-Stadions kauern.

Im Spiel durfte der Australier sich zudem viel bewegen. Gleich in der achten Minute vereitelte er die erste Chance des Spiels. Kiels Stürmer Marc Heider war frei vor ihm aufgetaucht. Langerak entschärfte den Schuss, der dem Spiel eine andere Geschichte hätte geben können. „Das war wichtig. Das hat er richtig gut gemacht“, lobte Torwarttrainer Teddy de Beer seinen Jüngsten.

Der hatte weitere Bewährungsproben. Schüsse von Jaroslaw Lindner, Rafael Kazior und ein abgefälschter Ball von Marc Heider. Schließlich ein Kopfball von BVB-Fan Christian Jürgensen. Alles keine hundertprozentigen Chancen. Aber allesamt Gelegenheiten für den jungen Torwart, sich auf dem extrem schwierigen Untergrund auszuzeichnen. „Das hat Mitch souverän gemacht. Aus Australien ist er ja anderen Rasen gewöhnt“, sagte sein Pfosten-Lehrer de Beer.

Nur kurz vor Schluss rutschte dem Australier, der in der Pause die Schuhe gewechselt und sich eine lange Hose übergezogen hatte, der rutschige „Pokalschreck“-Ball einmal aus der Hand. Geschenkt. Und zwei Mal hatte er sich zudem den Spott des Kieler Publikums zugezogen. Bei Abschüssen war er auf dem Hosenboden gelandet.

„Ich hatte Neven vorher gesagt, dass er aufpassen soll, falls so etwas passiert. Das lässt sich bei dem Boden nicht vermeiden“, erklärte Langerak, für den es das zweite Pokalspiel im laufenden Wettbewerb war. Schon beim Hexenkessel-Duell gegen Dynamo Dresden hatte der Aus-tralier im Tor gestanden. Und war cool geblieben.

In Kiel hatte BVB-Trainer Jürgen Klopp den verlässlichen Langerak, längst einer der besten Ersatztorhüter der Liga, erneut für seine Trainingsleistungen belohnt. Der 23-Jährige spielt damit im zweiten und im vierten Spiel des Pokalwettbewerbs. Der nächste Einsatz in diesem Langerak-Turnus würde im sechsten Spiel und damit im Finale in Berlin anstehen. Darauf angesprochen setzte der Australier sein allersmartestes Lächeln auf. Und antwortete vielsagend: „Jeder Spieler hat doch Träume.“ Langerak weiter: „Aber das ist noch weit weg. Jetzt müssen wir erst mal das Halbfinale gewinnen.“ Da wird er, wie am Samstag gegen Leverkusen, wohl wieder auf der Bank sitzen.

Thorsten Schabelon

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Kommentare
09.02.2012
15:41
Gut zu wissen...
von WestfalenBorusse | #1

dass unsere Ersatzbank so stark ist. Gut gemacht Mitch!!
Glück auf und nur der BVB !

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