„Können es noch aus eigener Kraft schaffen”
27.04.2010 | 19:47 Uhr 2010-04-27T19:47:00+0200
Dortmund.Beim HC Süd war die Stimmung im ersten Training nach der Derby-Niederlage gar nicht so schlecht. „Eigentlich hat sich kaum etwas verändert”, richtete Martin Denso, Trainer des abstiegsbedrohten Verbandsligisten den Blick nach vorne: „Wir können's nach wie vor aus eigener Kraft schaffen."
Wobei alles auf den großen Showdown im letzten Spiel bei Nachbar TuS Bommern hinausläuft. Praktisch nur aus psychologischen Gründen ist es bedeutend, ob der HC Süd am kommenden Samstag gegen Westerholt gewinnt. Der Sieger des Derbys in Bommern wird in der Abschlusstabelle die Nase vorn haben.
Die Tatsache, dass in der Verbandsliga an den letzten beiden Spieltagen – anders als in der Oberliga – nicht zeitgleich gespielt wird, ist demnach unbedeutend.
Für den OSC kann nach der Sicherung der Ligazugehörigkeit die ganze Konzentration auf die Zukunft gerichtet werden. Wobei Trainer Carsten Lueg diesbezüglich noch nicht zufrieden ist. Florian Köhne, der bekanntlich zu Lokalkonkurrent HC Süd wechselt, hatte sich am vergangenen Samstag gegen seinen künftigen Verein kräftig ins Zeug gelegt und sich so einen sportlich einwandfreien Abgang verschafft. Ebenso wie Kai Bekston (Bild oben), der zu Oberligist Teutonia Riemke wechselt.
Eine Verstärkung aus der eigenen Jugend muss Carsten Lueg wohl abhaken. Jan-Philipp Webeling will wegen seines anstehenden Abiturs mit reduziertem Fahr- und Trainings-Aufwand zu Landesligist ATV Dorstfeld zurückkehren. Bezüglich externer Zugänge zeigt sich Lueg noch gar nicht zu frieden: „Ich möchte die Mannschaft verstärken, aber von Vollzug sind wir noch weit entfernt.” Konkreter wird es vermutlich, wenn die Entscheidungen über Auf- und Abstiege gefallen sind.
Im Schatten des Dortmunder Derbys ist die Entscheidung an der Spitze gefallen: Aufsteiger TV Schwitten hat den Durchmarsch perfekt gemacht – mit weitgehend unverändertem Kader übrigens.
Natürlich hatte Dieter Trippen seiner A-Jugend vor der Fahrt nach Blomberg klar gemacht, dass durchaus noch Chancen da sind, auch nach der Vier-Tore-Heimniederlage. Eine Riesen-Überraschung, fast eine Sensation, war das 28:22 im Rückspiel trotzdem. Und es dürfte Mut machen: für die Finalspiele gegen den TV Beyeröhde, die die Mannschaft mit viel Ehrgeiz angehen will, obwohl beide Finalisten bereits für das DM-Viertelfinale qualifiziert sind. Eine weitere Riesen-Erleichterung: Als DM-Endrundenteilnehmer ist der ASC auch für die Regionalliga der Saison 2010/11 qualifiziert. Im Westdeutschen Finale hat der ASC zunächst Heimrecht (1. Mai, 18.30 Uhr, Halle Hörde). Das Rückspiel in Beyeröhde ist für den 9. 5. (16 Uhr) angesetzt.
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