Klassenverbleib in greifbarer Nähe
14.02.2010 | 18:58 Uhr 2010-02-14T18:58:00+0100
Mit diesem Sieg konnten selbst die größten Optimisten nicht rechnen.
Mit dem überzeugenden 3:0 (31:29, 25:14, 25:14) gegen den Tabellennachbarn VC Marl machten die Hörder Oberliga-Volleyballer einen Riesenschritt in Richtung Klassenverbleib. Bei noch drei ausstehenden Spielen haben die Hörder als Tabellenvierter vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz nach unten und mit anderthalb Beinen das rettende Ufer erreicht.
Nachdem bei den Hördern mit Bastian Nill (Knieoperation), Jan Maas (Patellasehne), Dobromir Karkoszka (Bänderriss) und Andreas Lichtenberg (Arbeit) praktisch der erste Sturm ausgefallen war, musste Trainer Burkhard Schütte die Lücken mit Spielern aus der zweiten Mannschaft ausfüllen. Dabei waren die im Vorspiel beim 3:1-Sieg des Verbandsliga-Teams eingesetzten Mittelblocker Christian Bäker und Hauptangreifer Thomas Henke keineswegs nur Lückenbüßer, sondern die Matchwinner bei der Wiederholung des Hinrundenerfolgs.
Der 38-Jährige Chris Bäker zeigte sich abermals als Musterbeispiel eines vorbildlichen Kämpfers. Der Diplom-Ingenieur quälte sich, an beiden Füßen bandagiert, mit Achillesehnenbeschwerden, biss eisern auf die Zähne, verwandelte über die Mitte die Schnellpässe des glänzend aufgelegten Spielmachers Moritz Peters und war auch beim Block kaum zu überwinden. Danach lobte Schütte den 20-Jährigen Hauptangreifer Thomas Henke, der bei seinem ersten Oberligaeinsatz eine überzeugende Vorstellung bei Angriff und Verteidigung zeigte.
Die Hausherren hatten die Taktik ihres Coaches voll umgesetzt und mit „fiesen” Floating-Aufgaben die Annahme der Gäste an einem planmäßigen Spielaufbau gehindert. In den Sätzen zwei und drei schossen die Hörder den Tabellennachbarn aus der Halle und demonstrierten Volleyball vom Feinsten.
TV Hörde: Bruns, Bäker, Child, Henke, Ochs, Peters, Schroer, Staß, Stegemann.
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