Kirchhörde ist fest entschlossen
22.05.2012 | 17:59 Uhr 2012-05-22T17:59:00+0200
Während der SV Brackel 06 in der Gruppe 8 schon vor Wochen alle Titelchancen verspielte, biegt der Kirchhörder SC in der Bezirksliga 15 auf die Zielgerade ein. Schon am Pfingstmontag könnten die Jungs von Trainer Adrian Alipour mit einem Heimsieg über den BSV Schüren den Aufstieg in die Landesliga perfekt machen - vorausgesetzt, der einzige verbliebene Verfolger BG Schwerin verliert gleichzeitig daheim gegen Annen.
Allerdings: nichts ist vorbereitet an der Kobbendelle für eine vorzeitige Meisterfeier. „Erstens gehe ich davon aus, dass Schwerin punktet“, sagt Alipour, „andererseits treffen wir selbst auf einen Gegner, den man nicht mal so eben im Vorbeigehen schlägt.“ Der KSC-Coach zählt den BSV nach wie vor zu den Top-Teams der Liga, „eine super kampfstarke Mannschaft, die uns wie bei unserem knappen 1:0-Erfolg im Hinspiel alles abverlangen wird“.
Das 2:0 am Sonntag in Hillerheide hat das Tor zur Landesliga weiter geöffnet als jemals zuvor. Sieben Punkte beträgt der Vorsprung, bei nur noch vier ausstehenden Spielen (daheim gegen Schüren und Merklinde sowie in Annen und Eichlinghofen) könnten sich die Kirchhörder sogar noch zwei Niederlagen erlauben. Doch das Gefühl, als Verlierer vom Platz schleichen zu müssen, kennen sie fast gar nicht mehr. Seit der einzigen Saison-Niederlage, dem 0:1 am zweiten Spieltag gegen den SC Dorstfeld 09, blieb der KSC in 24 Begegnungen ungeschlagen.
Ein prima funktionierendes Team
Klar, dass angesichts einer solch beeindruckenden Serie die Planungen ganz auf eine Landesliga-Zukunft ausgerichtet sind, ohne allerdings in irgendeiner Weise überheblich zu sein. „Wir wollen den Titel“, sagt Adrian Alipour selbstbewusst, „und die Jungs sind so hoch motiviert, dass ich einfach nicht glaube, dass sie sich das jetzt noch aus der Hand nehmen lassen.“
Überhaupt: wenn er über seine Mannschaft spricht, gerät der Trainer geradezu ins Schwärmen. „Eine Truppe mit herausragenden Qualitäten, im sportlichen, aber in ganz besonderem Maße auch im zwischenmenschlichen Bereich“, nennt Alipour einen Hauptgrund für den Erfolg, „die Jungs verstehen sich auch außerhalb des Platzes super, da hat jeder Bock auf den anderen.“ Das bereits seit Beginn der Saison prima funktionierende Team hatte durch die im Winter aus Brünninghausen gekommenen Dominik Behrend und Sebastian Stein noch einmal an Klasse zugelegt. „Auch sie“, betont Adrian Alipour, „haben sich in jeder Hinsicht super eingefügt. Das sind zwei Führungsspieler, die den anderen in keiner Weise zu spüren geben, dass sie zuvor fast ausnahmslos in höheren Ligen zu Hause waren, und so Teil des Ganzen geworden sind.“
Behrend und Stein zählen neben Georgios Tatsis und Peter Brdonkalla zu den wenigen Routiniers des Teams, in dem ansonsten junge Burschen dominieren, denen Alipour eine ausgezeichnete Entwicklung attestiert.
Fragezeichen hinter zwei Talenten
Zwei von ihnen sind Patrick Wiedemann und Maximilian Preuhs, die bereits in ihrem ersten Seniorenjahr zu Leistungsträgern geworden sind. Hinter der sportlichen Zukunft der beiden Talente stehen jedoch noch Fragezeichen: erst im Juni werden sie ihren Studienort erfahren - der Trainer hofft innigst darauf, dass dieser in der näheren Umgebung liegt: „Müssten sie aus Dortmund wegziehen, wäre das für uns ein enormer Verlust.“
Ansonsten steht der künftige Kader bereits (siehe Info-Box). „Ich denke, wir werden für die neue Saison gut aufgestellt sein“, sagt Adrian Alipour. Das Wort Landesliga geht ihm (noch) nicht über die Lippen. Erst gilt es, noch ein paar Hürden aus dem Wege zu räumen.
INFO
Gomes und Roll komplettieren den Kader
Sundy Gomes und Oliver Roll sind die Neuzugänge Nummer fünf und sechs für die kommende Saison. Der Kader des Kirchhörder SC ist damit komplett.
Routinier Gomes (36) kommt vom Westfalenligisten TuS Eving. „Er wird die Durchschlagskraft in der Offensive noch steigern“, glaubt Adrian Alipour.
Torhüter Oliver Roll (19) vom Landesligisten TuS Stockum ist bei seinem jetzigen Verein zwar die Nummer zwei, gilt aber als großes Talent.
Zuvor hatte der KSC Constantin Kesper (21, SC Willingen), Damian Cebula (24, BSV Schüren), Manuel Erdmann (18, TuS Deusen) und Nils Jessinghaus (19, zweite Mannschaft) engagiert.
Der Kader umfasst somit vier Torleute und 17 Feldspieler, wobei Patrick Wiedemann und Maximilian Preuhs noch nicht eingerechnet sind.
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