Kilian Schmitz ringt Oliver Manz im Finale nieder

Oliver Manz war nah dran. Ganz nah. Doch nach einem sehenswerten Match über knapp zwei Stunden hieß der Tennis-Stadtmeister 2015 der Königsklasse Herren A erneut Kilian Schmitz zum dritten Mal in Folge. In Zahlen aus Sicht des Siegers: 7:5, 5:7 und 10:3 im Match-Tiebreak. Bei uns finden Sie eine Fotostrecke von dem Turnier.

Schwerte.. Der 29-jährige Lokalmatador Manz war richtig "heiß" darauf, dem acht Jahre jüngeren und favorisierten Hennener diesmal in die Knie zu zwingen - vor zwei Jahren war er im Finale ziemlich chancenlos, im Vorjahr war er als gleichwertiger Gegner, aber in zwei Sätzen als Verlierer vom Feld gegangen.

Und diesmal? Es ging gut los für Manz, der vor den Augen der gut und gerne 200 Zuschauer auf der voll besetzten Tribüne mit einem Break startete. Doch Schmitz konterte sofort und imponierte danach mit einer Eigenfehlerquote, die nahe Null ging.

Manz musste an sein oberes Limit gehen, um Paroli zu bieten - und schaffte das über weite Strecken auch. Als ihm zum 5:4 erneut ein Break gelang, hatte er bei eigenem Aufschlag sogar Satzball, konnte ihn aber nicht nutzen. Kilian Schmitz blieb cool und fuhr den ersten Durchgang mit 7:5 ein.

Wer nun dachte, Manz knicke nach diesem ärgerlichen Satzverlust ein, den belehrte der Schwerter eines Besseren. Auch Durchgang zwei begann mit einem Break für Manz. Wieder antwortete Schmitz postwendend mit einem Re-Break. Wie im ersten Satz nahm Manz dann seinem Gegner wieder den Aufschlag zum 5:4 ab. Zwar schaffte das Schmitz das nächste Break zum 5:5, doch diesmal hatte Manz das bessere Ende des Satzes für sich - 7:5 für den Schwerter.

Gerne hätten die Zuschauer nun einen kompletten dritten Satz gesehen, doch das Reglement schreibt seit diesem Jahr für alle Altersklassen den so genannten Match-Tiebreak (bis 10) für den Entscheidungssatz vor - schade eigentlich. Beim 3:2 lag Manz noch vorne. Dann blieb ein vergleichsweise leichter Volley an der Netzkante hängen und Manz' nächster Ball landete wenige Zentimeter im Aus.

Von diesen zwei ärgerlichen Bällen erholte er sich nicht mehr und verschlug nun Bälle, die er in den zwei Sätzen vorher kaum verschlagen hatte. Schmitz dagegen blieb bis zum Schluss stabil und durfte sich Manz' letzter Vorhand ins Netz zum 3:10 über den Titel-Hattrick freuen. Der Applaus und die Komplimente für ein attraktives Finale galten aber beiden Akteuren.