„Kein Grund zur Ziel-Korrektur“
10.02.2012 | 20:56 Uhr 2012-02-10T20:56:00+0100
In einer Formkurve dargestellt, würden die fünf absolvierten Spiele dieses Jahres wie ein deutlicher Abwärtstrend aussehen: Es begann mit einem Pokalerfolg und zwei Siegen in der Meisterschaft; dann kam die Niederlage in Metzingen, gefolgt vom Pokal-Aus gegen Leverkusen. Man könnte nachvollziehen, wenn vor dem heutigen Spiel gegen Schlusslicht TSG Wismar die Luft raus wäre.
Aber BVB-Trainerin Alice Vogler ist weit davon entfernt, ein Tief zu sehen. Die Niederlagen gab es beim Spitzenreiter – vertretbar, „weil“, so Vogler, „der Aufstieg nie unser Ziel war“ – bzw. gegen eine Erstliga-Spitzenmannschaft. Kein Grund für Ziel-Korrekturen. „Wir wollen uns nach wie vor unter den ersten Fünf festsetzen“, sagt die Trainerin, „also auch Abstand zu den Verfolgern gewinnen.“
Verlieren ist heute Abend also verboten, denn hinter dem BVB folgen Benshein-Auerbach und Harrislee mit nur einem Punkt Abstand. Bleibt die Frage, ob es wirklich als Motivation reicht, Platz fünf zu behaupten. „Die Saison ist noch lang“, erlaubt Alice Vogler dann doch einen Blick in die Welt der Träume, „da kann noch so viel passieren!“
Wolf und Glathe auf dem Weg zurück
Trotz des Abgangs von Esther Meyfahrt scheint sich die Personallage leicht zu entspannen. Zuzana Porvaznikova und Miriam Schlierkamp werden weiter fehlen, aber Julia Wolf findet nach und nach Anschluss, und auch Steffi Glathe hat die ersten Einsatzminuten (gegen Leverkusen) gut überstanden. „Sie hat sehr viel Nachholbedarf“, hält Alice Vogler die Erwartungshaltung flach, „aber sie wird noch sehr wichtig für uns werden.“
Heute Abend ist gegen Wismar in erster Linie Emotion gefragt. Abgesehen davon, dass die Gäste um ihre vermutlich letzte Chance kämpfen werden, ist Alice Vogler und ihren Spielerinnen das Hinspiel noch sehr präsent: Nach einem Sieben-Tore-Rückstand gab es mit Mühe und Not eine Punkteteilung. Ein entscheidender Faktor war damals das Publikum an der Ostsee. Die BVB-Trainerin: „900 fanatische, teilweise unfaire Zuschauer. Ich hoffe, wir können heute etwas zurückzahlen.“ Mit zwei Punkten natürlich und mit Zuschauer-Unterstützung. „Unser Stammpublikum weiß inzwischen, dass wir gute Samstag-Abend-Unterhaltung bieten“, sagt Alice Vogler, „ich denke, auch auf der Tribüne kann man den Spaß und den Teamgeist spüren.“
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