Trailrun-Worldmasters...
Jetzt heißt es - Kilometer machen
19.05.2010 | 17:36 Uhr 2010-05-19T17:36:00+0200
Das Team steht. Jetzt heißt es trainieren, trainieren und nochmals trainieren für sechs Läufer und Läuferinnen, die mit Hilfe unserer Zeitung, dem Lauftreff Bittermark und der Agentur Plan B an der zweiten Auflage der Trailrun-Masters vom 5. bis 7. November in Dortmund teilnehmen.
Läufer klagen ja bekanntlich nicht über schlechtes Wetter. Zumindest nicht öffentlich. Doch gegen leicht höhere Temperaturen hätte das Sextett in den vergangenen Tagen sicherlich nichts einzuwenden gehabt. Das war während der Trainingsläufe herauszuhören. Denn schon die ersten Einheiten waren alles andere als ein Zuckerschlecken. „Auch wenn man jetzt denkt, dass es bis November noch eine lange Zeit ist. Einen lockeren Einstieg in die ganze Geschichte kann man sich nicht wirklich erlauben”, erklärt Uwe Gilles, der 2. Vorsitzende der Bittermärker.
Wer hat Losglück gehabt und darf mitmachen Anfang November? Die drei Männer und drei Frauen - allesamt aus Dortmund - verkörpern den idealen Läufer-Typ, sind zwischen 41 und 52 Jahre alt und haben eine mehr oder minder bewegte sportliche Vergangenheit (siehe Info-Box).
Schon in der ersten Trainingswoche standen zwei Läufe über 17 und 13 km auf dem Vorbereitungsprogramm. In gut zehn Tagen will die Gruppe bei der ersten Etappe von Rund um Dortmund über 16 km teilnehmen. Der „erste Meilenstein” folgt am 19. Juni beim Ruhrklippenlauf über 25 km, Anfang August geht's in den Fredenbaum zum Halbmarathon.
Schludern gilt also nicht, zumal Uwe Gilles klare Ansagen trifft. „Wir geben den Athleten wöchentliche Trainingspläne an die Hand. Natürlich erwarten wir auch einen Rücklauf, um jeden Teilnehmer individuell zu betreuen”, so Gilles, der besonders das insgesamt ähnliche Leistungsniveau seiner Schützlinge hervorhebt: „Alle schaffen ein Trainingstempo von 6:30 Minuten pro Kilometer.”
Um das große Ziel im November durchzustehen, müssen 25 bis 50 Kilometer pro Woche gelaufen werden. Verständlich. Immerhin sind bei den Windstopper-Trailrun-Mastersr ganz andere Distanzen inclusive heftiger Höhendifferenzen zu bewältigen. Nach dem Sprint zum Auftakt am Freitag über 6 Kilometer stehen am Samstag gleich 39 km bevor. Und am Sonntag geht es wieder auf die Trails Richtung Hohensyburg, diesmal über 22 km.
Info: Mit der WR zum Trailrun - das Team
Diese sechs Läufer und Läuferinnen nehmen an den Trailrun Worldmasters vom 5. bis 7. November auf dem Phoenix-West-Gelände teil.
Der Ambitionierte: Frank Wenninghoff (41). Bis 1996 noch starker Raucher, danach verschworener Radsportler - u.a. fünf Alpenüberquerungen mit dem MTB. Seit zwei Jahren auch Triathlet. Im Sommer der erste Start über die volle Ironman-Distanz.
Der Wiedereinsteiger: Michael Schröter (45). Ein Kreuzbandriss ließ ihn 1997 für längere Zeit pausieren. 2000 der nächste Versuch, wieder eine Verletzung. Der Trailrun weckte Schröter Ehrgeiz.
Der Gestresste: Stefan Seck (41). Der IT-Berater kann nur unregelmäßig trainieren. Der Job kostet zu viel Zeit. Training zweimal die Woche bis zu 14 km. Vom ersten Trailrun so begeistert, dass er im Herbst dabei sein will.
Die Gesundheitsläuferin: Wera Linke (52). Vor zwei Jahren den ersten Marathon, danach fürs Gesundheitslaufen entschieden. Hatte „Gänsehautfeeling” beim ersten Trailrun und will jetzt ihren inneren Schweinehund überwinden.
Die Sportlerinnen: Kordula Ciprina und Heide Berkemann (52/47). Gibt es noch eine Herausforderung für die beiden Lehrerinnen von der Marie-Reinders-Realschule? Wenn ja, dann kann es nur der Trailrun sein, denn das Lehrer-Duo ist physischtopfit. Kordula Ciprina lief noch 2009 den Berlin-Marathon, Heide Berkemann ist aktive Triathletin.
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