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Leichtathletik

Janas Traum von Titel und WM-Norm

01.07.2009 | 19:07 Uhr
Janas Traum von Titel und WM-Norm

Dortmund. „Ulm macht die Weltmeister” steht großspurig auf dem Plakat, mit dem der DLV für die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am Wochenende in Ulm wirbt. Die Dortmunderin Jana Hartmann will die WM-Norm von zwei Minuten packen und ihren Meistertitel verteidigen.

Die Titelkämpfe im Donaustadion stehen ganz im Zeichen der Weltmeisterschaft vom 15. bis 23. August in Berlin. Von den Dortmunder Athletinnen und Athleten, die sich für Ulm qualifizierten, wird sich jedoch nur Jana Hartmann (LGO) den WM-Traum erfüllen können. Die 28-jährige Polizeibeamtin strebt über 800m eine erfolgreiche Titelverteidigung und die WM-Norm von exakt zwei Minuten an.

Jana Hartmanns Form ist zurzeit hervorragend. Bei ihrem Abschlusstest am Dienstag im Stadion Rote Erde erzielte sie über 3x400m jeweils Zeiten um 54 Sekunden. „Jetzt werde ich bis zum Vorlauf am Samstag nur noch Kraft tanken”, hat sich die LGO-Mittelstrecklerin vorgenommen. Jana Hartmann glaubt nicht, dass im Donaustadion auf der Zwei-Runden-Distanz bedingungslos auf Tempo gelaufen wird. Daher hat sie sich taktisch auch noch nicht festgelegt.

Eine Stunde nach der 800m-Entscheidung wird Jana Hartmann noch als Schlussläuferin in der medaillenträchtigen 4x400m-Staffel eingesetzt. Der sportliche Leiter der LGO, Marco Krönke, hat für dieses Quartett Carolin Strophff, Luisa Pöhling, Mira Räker und Jana Hartmann benannt. Die LG Olympia kann sich bei der Fülle von guten Viertelmeilerinnen momentan den Luxus erlauben, Janina Balke, die für die U23-EM in Kaunas (Litauen) nominiert wurde, in Ulm zu schonen. „Wenn alles nach Plan läuft, müssten wir über 4x400m eine Medaille gewinnen”, gibt sich Krönke optimistisch.

Anders sieht die Situation in der 4x100m-Staffel der Frauen aus. LGO-Trainer Uli Kunst schickt mit Nora Bäcker, Ina Thimm, Carolin Strophff und Erlin Nolte genau dasselbe Quartett ins Rennen, das bei den Juniorenmeisterschaften in Göttingen den Titel gewann (Bild oben, der letzte Wechsel). „In der Frauenklasse ist die Konkurrenz jedoch wesentlich größer. Wenn wir unter die besten acht Teams kommen würden, wäre das schon ein großer Erfolg”, sagt Kunst.

Könnte wieder für eine positive Überraschung sorgen: 400m-Hürdenläufer Daniel Wienands vom TSV Kirchlinde. Foto: Bodo Goeke

Auf eine gute Endlaufplatzierung hofft Mira Räker (LGO), die über 800m mit 2:06,60 Minuten an sechster Stelle der aktuellen DLV-Bestenliste steht. Gespannt ist man auf den Auftritt von Frederike Feil, die in den USA studiert hat und nun wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist. Die frühere Tübingerin, die sich der Trainingsgruppe von Pierre Ayadi angeschlossen hat, ist zurzeit über 3000m-Hindernis mit einer Saisonbestzeit von 10:25,60 Minuten Siebtschnellste im DLV.

5000m-Läuferin Heike Bienstein leidet immer noch unter den Folgen einer Verletzung, die sie sich im Januar zugezogen hat: „Mir fehlt viel Training. Daher habe ich auch erst vor zwei Wochen entschieden, in Ulm zu starten.”

Im Diskuswerfen strebt Anna-Katharina Weller (LGO), die am vergangenen Sonntag ihre Teilnahme an der U23-EM in Kaunas sicherstellte, bei dem bekannt hohen Niveau in dieser Disziplin einen Platz unter den ersten Acht an.

Über 400m-Hürden möchte Daniel Wienands (TSV Kirchlinde) wie im Vorjahr (6. in 52,70 Sekunden) wieder für eine positive Überraschung sorgen. Der 25-jährige Polizeibeamte wird in Ulm erst sein achtes Rennen über 400m-Hürden bestreiten. Wienands gehört auch der 4x400m-Staffel der SG Kirchlinde/Schalke (u.a. noch mit Zimniok, Mihaljovic, Weinreich, Rosin, Haubrock) an, die ebenfalls zu beachten ist.

Peter Middel

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