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In drei Minuten das Spiel verloren

07.03.2010 | 21:08 Uhr
In drei Minuten das Spiel verloren

Punkte für ständiges In-Front-Liegen gibt es im Handball nicht. Wenn dem so wäre, hätte der OSC mindestens einen verdient gehabt. Von der ersten bis zur 57. Minute hatte er beim Gastspiel in Westerholt erst einen Vorsprung herausgearbeitet und den dann später verteidigt.

Dass er aber ohne zählbaren Erfolg die Heimreise antreten musste, lag an den letzten beiden Minuten. In denen gab das Team von Trainer Carsten Lueg das Spiel noch aus der Hand und musste eine ziemlich überflüssige 32:33 (16:15)-Niederlage einstecken.

Mit vereinten Kräften: Die OSCer versuchen in dieser Szene, Westerholts Lars Preuß am Wurf zu hindern. Die unglückliche Niederlage können sie nicht verhindern.

Für Trainer Lueg war es eine etwas paradoxe Situation. Allzu sehr beklagen über die Spielweise seiner Mannschaft konnte er sich nicht. „Über weite Strecken der Partie haben wir gut gespielt”, stellte er fest. Was indes nicht für die letzten Minuten galt. Als der OSC 29:27 führte (57.), entschloss sich der Gastgeber zur Doppelmanndeckung gegen die guten Kai Bekston und Philipp Schürmann. Eine Maßnahme, die ihre Wirkung nicht verfehlte.

„Wir haben spielerisch den Faden verloren”, beklagte sich Lueg. Hinzu kam, dass Westerholts Siegtreffer ausgerechnet nach einem – aus Dortmunder Sicht eher umstrittenen – Stürmerfoul des OSC fiel. Zwar hatten die Dortmunder mit dem letzten Angriff noch knappe 40 Sekunden Zeit, wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen, doch diese Chance nutzten sie nicht. Was ins Bild dieser alles anderen als gelungenen letzten OSC-Minuten passte.

Die Dortmunder, die kurz vor dem Anpfiff den Ausfall von Torhüter Malte Lueg zu beklagen hatten (er zog sich beim Warmmachen vermutlich einen Kapselriss am Daumen zu), hätten sich die unglückliche Schlussphase ersparen können. Mitte der ersten Hälfte machte sich ihre spielerische Überlegenheit auch auf der Anzeigetafel bemerkbar; 15:11 führten sie kurz vor der Pause. „In dieser Phase haben wir es verpasst, uns entscheidend abzusetzen und vielleicht schon für eine Vorentscheidung zu sorgen zu”, ärgerte sich Lueg. TiB

OSC: Stumpf, Lueg (n.e); Edeling (1), Lepine (8/3), Schröter (2), Tomlik (1), Schürmann (6/2), Bekston (6), Austermann (8), Strauß, Wittland, Köhne, Krug.

INFO:

Die Abstiegszone ist nach diesem Spieltag noch enger zusammengerückt. Was auch für den an diesem Wochenende spielfreien HC Süd (mit 12:24 Punkten weiterhin Vorletzter) keine gute Nachricht ist.

Die beiden Abstiegskandidaten Bommern (14:24) und Schalksmühle II (15:23) teilten sich die Punkte im direkten Vergleich, der HSC Recklinghausen spielte überraschend Unentschieden gegen Eiserfeld (13:25).

Timm Becker

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