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BVB von A bis Z – Zwei...

In der „ewigen Tabelle” auf Platz sechs

03.09.2009 | 19:49 Uhr
In der „ewigen Tabelle” auf Platz sechs

18 Jahre spielen die Handballerinnen des BVB jetzt in der Bundesliga, drei davon in der zweiten (1991-'93, 2007/08). Samstag geht es mit dem Heimauftakt gegen Göppingen wieder los. Die Borussia von A bis Z.

A wie auswärts. In der letzten Saison holte der BVB vier seiner elf Punkte auswärts – ausgerechnet beim Meister HC Leipzig und beim Play-Off Halbfinalisten FHC Frankfurt/Oder. Erstes Auswärtsspiel 2009/10: am 13. September, 16 Uhr, in Leverkusen.

B wie Busch. Gleich doppelt vertreten beim BVB. Vater Jochen ist Sportlicher Leiter und Hallensprecher, Tochter Annika Rechtsaußen. Sie gilt als Riesentalent und hat bereits 50 Jugend- und Juniorenländerspiele bestritten.

Heimgekehrt: Stefanie Glathe. Foto: Bodo Goeke

C wie Challenge-Cup: 2003 gewann der BVB diesen Pokal und schaffte damit den zweiten bedeutenden internationalen Erfolg. 1997 hatte er schon das Finale des in der Wertigkeit höher stehenden EHF-Cup erreicht (18:26, 30:26 gegen Olimpija Ljubljana/SLO).

D wie DHB-Pokal: Den gewann der BVB 1997 durch Siege über Leipzig (28:22/Halbfinale) und Lützellinden (24:22/Finale). Das Finale erreichte er zudem 1994 und '98.

E wie Erler, Michaela: Sie wurde erst 2009 als Rekord-Nationalspielerin (285 A) durch Grit Jurack abgelöst. Handballerin der Jahre 1995 und '96. Bestritt für BVB 220 Pflichtspiele (689/0 Tore).

F wie Franziska Heinz: Die Rekordspielerin des BVB - in jeder Beziehung. Beste Spielerin der WM 1997, Handballerin des Jahres 1997, für Borussia 1133 Tore in Pflichtspielen. Jetzt Trainerin in Greven.

G wie Goethe: Gleichnamiges Gymnasium wurde zur NRW-Sportschule befördert. Der BVB arbeitet eng mit den Hördern zusammen.

H wie Heiermann, Andreas: Der Chef der BVB-Handball-Abteilung. Der erfolgreiche Unternehmer ist nach dem jetzigen Ehrenvorsitzenden Heinz Reitemeyer, Diethard Döring, Klaus E. Röhricht und Matthias Huckemann der fünfte Mann an der Spitze.

I wie international: Fünf Spielerinnen besitzen internationale Erfahrung: Zuzana Porvaznikova (99 A für Slowakei), Dagmara Kowalska (105 A für Polen), Tessa Cocx (40 A für Holland, Inge Roelofs (26 A für Holland), Annika Busch (50 Jugend/Juniorinnen).

Aus der eigenen Jugend: Marieke Köhler. Foto: Bodo Goeke

J wie Jugend: Annika Busch, Julia Kunze, Marieke Köhler haben beim BVB schon in der eigenen Jugend gespielt. Dazu kommen Friederike Lütz (jetzt Buxtehude) und Annika Leppert (jetzt Blomberg).

K wie Kim, Eun-Mi: Zu ihrer Zeit (1999 bis 2002) eine der besten Rechtsaußen der Welt. Kam - auch verletzungsbedingt - in Dortmund nie richtig klar. Nur 59 Bundesligaspiele.

L wie Larsen: 2008/09 beim BVB. Ein schrecklicher Irrtum - sie kam nicht eine Minute zum Einsatz.

M wie Miezen: Die Trierer Miezen (von MJC = Marianische Jünglings-Kongregation) sind das Original. Alle anderen künstlichen Mannschaftsbeinamen wie Elfen, Piranhas, Heringe oder Weinberg-schnecken sind einfach nur albern. Der BVB hat diesen Unsinn nie mitgemacht.

N wie Neue: Hellen Trodler (21/Tor), Dagmara Kowalska (32/Rückraum), Karina Schäfer (20/Rückraum), Stella Kramer (20/Rechtsaußen), Anne Ewert (29/Linksaußen) und „Heimkehrerin” Steffi Glathe (25/RR/LA).

O wie Ohlmann, Janett: Heute Eißing. Jugendkoordinatorin, Nationalspielerin, spielte 1997 bis 2001 bei Borussia.

P wie Play-Offs: Die ersten Acht der normalen Meisterschaftsrunde spielen in Hin- und Rückspielen den Meister aus (acht gegen eins, sieben gegen zwei, usw.). Der Neunte und Zehnte schaut zu, der Elfte und Zwölfte kann sich als direkter Absteiger schon mal auf die 2. Liga vorbereiten.

Q wie Quelle: Die Fachzeitung Handballwoche dient als Quelle. In der „ewigen Bundesligatabelle” seit 1985 belegt der BVB hinter Leverkusen, Lützellinden, Leipzig, Buxtehude und FHC Frankfurt Platz sechs (347 Spiele, 172 Siege, 31 remis, 144 Niederlagen), 375:319 Punkte.

R wie Rasa Schulskyte: Von 1994 bis 2000 beim BVB. Spielte international für drei Länder: UdSSR, Litauen, Deutschland.

S wie Steuerrecht: Das führte zum Rückzug des BVB im Februar 2009 aus dem Spitzenhandball. Der Verlust der Gemeinnützigkeit drohe, gab Präsident Dr. Reinhard Rauball an. Acht regionale und private Unternehmen sorgten dann für einen Sponsorenpool, der das (karge) Überleben in der Bundesliga sichert.

T wie Trainer: Gustl Wilke (07/1989 bis 06/99), Michael Wolf (07/99 bis 01/2001), Dr. Georg Sondern (01/01 bis 06/01), Dr. Tomas Kutka (07/01 bis 11/02), Thomas Happe (11/02 bis 06/08), Dieter Trippen (07/08 bis 11/08), Gustl Wilke (seit 11/08).

Unter www.derwesten.de finden Sie auf einem Video jede Borussenspielerin noch einmal im Kurzportrait.

V wie Vizemeister: Gustl Wilke verabschiedete sich 1999 nach drei dritten Plätzen in Serie mit Platz zwei.

W wie WM-Pause: Wegen vorgeschalteter Lehrgänge und der WM in China (5. bis 20. Dezember) pausiert die Bundesliga ab 18. November.

X wie x-mas: Zu deutsch Weihnachten. Vier Tage nach dem Fest, also am 30. Dezember, endet die WM-Pause für den BVB beim Thüringer HC.

Y wie ?: Es stand beim BVB nie Spielerin mit Vornamen Yvonne unter Vertrag.

Z wie zehnter Platz: Das angestrebte Ziel des BVB. Gelingt dies, folgt die 20. Bundesligasaison 2010/11.

Christian Menn

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