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Husen-Kurl muss lange warten

10.08.2012 | 21:52 Uhr
Husen-Kurl muss lange warten

Bezirksligist SC Husen-Kurl gewinnt den Brinkhoff’s No.1 Supercup, die Westfalenligisten Mengede und ASC bestreiten das Endspiel in Kirchhörde, Wickede und Veranstalter SV Brackel sind die beiden Finalisten beim Kronen-Hellweg-Cup.


Das Turnier um den Brinkhoff’s No.1 Supercup von Viktoria Kirchderne ist das mit dem größten Preisgeld in Dortmund. Die Summe – 2000 Euro gibt es für den Sieger – kann sich der SC Husen-Kurl einstreichen. Der Bezirksligist setzte sich am Freitagabend im Finale mit 3:1 (0:1) gegen A-Kreisligist Ay Yildiz Derne durch. Kleiner Trost für die Derner: Der Einzug ins Finale wird mit 1000 Euro belohnt.

Spielerisch gehörte dieses Endspiel zu den besseren Partien, es entwickelte sich ein unterhaltsames Finale. Bereits nach 14 Minuten ging Ay Yildiz Derne in Führung, nach einer Flanke von Ahmet Karayildiz schloss Fatih Turhan mit dem Kopf ab. Nur drei Minuten später hätte Vorlagengeber Karayildiz selbst treffen können, sein Schuss ging nur knapp übers Tor.

Bezirksligisten Husen-Kurl benötigte einige Zeit, um sich zwingende Chancen herauszuspielen. Nach 20 Minuten fehlten Odair dos Santos wenige Zentimeter zum Ausgleich, zwei Minuten später traf Marvin Busse den Außenpfosten. Als Dernes Habib beim Versuch, den Ball zu klären, die Querlatte des eigenen Tores traf (33.), lag der Husener Ausgleichstreffer endgültig in der Luft.

Doch der Bezirksligist musste bis zur 58. Minute warten. Patrick Kramer besorgte das 1:1, nachdem er zuvor drei Gegenspieler abgeschüttelt hatte. Für Kramer war es das fünfte Turniertor. Gerade in der Phase, als Ay Yildiz Derne wieder die Initiative übernahm, entschied Husen die Partie für sich. Bestes Beispiel der Treffer zum 2:1: Als Rohner zur Führung traf (78.), hatten die Husener nur wenige Augenblicke zuvor eine brenzlige Situation im eigenen Strafraum überstanden. Dort musste Diego Grimaldi in höchster Not den Lupfer vom Ahmet Karayildiz auf der Torlinie klärten. Ay Yildiz war am Drücker, doch Husen-Kurl machte die Tore. Für die Entscheidung sorgte Marc Müller mit dem 3:1, zwei Minuten vor dem Ende.

Das Spiel um Platz drei gewann Bezirksligist FV Scharnhorst mit 4:2 (2:2) gegen Viktoria Kirchderne. Mann des Tages war der dreifache Torschütze Dennis Piatowski. Er brachte seine Farben dreimal in Führung: in der zwölften Minute per 16 m-Flachschuss, in der 35. Minute nach einem Torwartfehler und in der 65. Minute nach einem Alleingang. Doch Kirchderne hielt dagegen. Zunächst hatte Thomas Pinkawa den 1:1-Ausgleich markiert. Oliver Jäger sorgte nach einer Ecke per Kopf für den Pausenstand (41.).

In der 55. Minute sah der Scharnhorster Andreas Ruge nach einem groben Foulspiel die Rote Karte. Doch in Unterzahl spielte der Bezirksligist stärker als zuvor. Allerdings dauerte es bis zur Schlussminute, ehe Ali Kanasa den 4:2-Endstand markierte.

Premio-Sommercup: ASC und Mengede im Finale

Die beiden Westfalenligisten ASC und Mengede 08/20 bestreiten am Sonntag das Finale im Premio-Sommercup. Die Aplerbecker besiegten den Hombrucher SV mit 5:0 und wurden Gruppensieger. Die Hombrucher wiederum spielen im kleinen Finale gegen den Kirchhörder SC, der zwar mit 0:2 gegen den TuS Eving verlor, aber aufgrund des Evinger Verzichts (spielen im Pokal auf Landesebene) spielen darf.

Von Beginn an übernahm der ASC das Kommando, kombinierte gefällig und erarbeitete sich eine Vielzahl bester Möglichkeiten. Bei einem Schuss von Christian Werner reagierte Torhüter Dominik Vrdoljak hervorragend und einen Ball von Daniel Diaz rettete Yannis Schwarze auf der Linie. Es bedurfte schon eines Fehlers von Sefa Secgel, um den ASC in Führung zu bringen. Daniel Diaz traf zur verdienten Führung (29.). Den möglichen Ausgleich vergab Patrick Wedemann, der mit einem an Amar Adama Anne verschuldeten Foulelfmeter an Torhüter Dominik Altfeld scheiterte. Mit einem Pfostenschuss von Diaz ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel wurde die Aplerbecker Dominanz noch größer und die Tore fielen fast zwangsläufig. Michael Seifert (58.), Tim Schwarz (64. und 74.) und Alexander Enke per Foulelfmeter sorgten für das Endergebnis von 5:0. „In den ersten 20 Minuten haben wir gut gestanden und die Räume eng gemacht. Danach sind wir immer mehr zurück gefallen“, so HSV-Trainer Alex Gocke. Sein Gegenüber Jörg Silberbach hatte nur wenig Grund zur Kritik: „Bis auf kleine Unachtsamkeiten haben wir kaum etwas zugelassen.“ Nach seinen Angaben werden Stiepermann und Bugri auf keinen Fall bis zum Saisonstart fit werden.

Das zweite Abendspiel zwischen dem TuS Eving und dem Kirchhörder SC war zunächst kein fußballerischer Hochgenuss. Das änderte sich in der zweiten Halbzeit, als die Evinger dominierten und durch Nino Saka (57.) und Mohamed Camara (73.) zum 2:0-Erfolg kamen. „Das war Angsthasenfußball von unserer Seite“, resümierte ein enttäuschter KSC-Trainer Adrian Alipour.

Kronen-Hellweg-Cup: Brackel beim eigenen Turnier im Endspiel

Durch einen mühsamen 5:2-Erfolg nach Verlängerung über den VfL Kemminghausen erreichte Gastgeber SV Brackel als erster Verein das Finale beim „Kronen-Hellweg-Cup“. Der zweite Finalist hatte es da etwas leichter: Westfalia Wickede machte mit einem 9:0-Erfolg gegen den TuS Neuasseln den Finaleinzug perfekt. Die Wickeder waren in allen Belangen überlegen, Huneke (4), Schymanietz, Toetz, Hennes und Lipki trafen für den Westfalenligisten, hinzu kam ein Eigentor.

A-Ligist Kemminghausen führte hingegen im ersten Halbfinale durch Treffer von Norman Sambale und Christopher Plegge mit 2:0, ehe Torschütze Plegge mit Gelb/Rot des Feldes verwiesen wurde. Die Brackeler nutzten die Überzahl und kamen durch Sven Goertz und Mehmet Erdogan zum 2:2-Ausgleich. In der Verlängerung machte sich der Kräfteverschleiß beim VfL bemerkbar, Marvin Boakye (2) und Oliver Adler trfafen für Brackel.


Helmut Baldhoff



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