Huckarde überrascht - TuS hakt Aufstieg ab

Gemischte Gefühlslage beim Dortmunder Trio in der Fußball-Bezirksliga 9: Während Westfalia Huckarde zu den positiven Überraschungen zählt, hat man beim TuS Eichlinghofen den angestrebten Aufstieg bereits abgehakt. Aufsteiger RW Barop muss sich noch an die neue Liga gewöhnen.

Dortmund.. Westfalia Huckarde (Platz 4, 14 Punkte, 21:14 Tore) - Die Westfalia zählte über weite Strecken zu den positiven Überraschungen in der Liga. Der Oktober aber fiel bislang nicht golden aus. Ein Punkt aus drei Spielen verhinderten eine ambitioniertere Platzierung. Seit dem vierten Spieltag hält Huckarde immerhin den fünften Rang.

Nachlassende Ordnung

Trainer Robert Podeschwa findet das eigentlich okay, sagt aber auch: "Wir wollten eigentlich nicht ins Mittelmaß abrutschen, was uns jedoch droht, wenn wir weiter unkonstant spielen wie in den vergangenen Wochen." Lange habe seine Mannschaft ausgezeichnet, dass sie kaum Chancen zugelassen habe. Fehler seien nur nach Standards gefallen. Am Ende habe aber die Ordnung nachgelassen.

"Das wollen wir jetzt wieder in den Griff bekommen." Insgesamt fällt Podeschwas Zwischenfazit aber gut aus. "Wir kommen zwar nicht schnell voran, aber wir entwickeln uns langsam. Bis vor drei Wochen war ich noch sehr zufrieden, jetzt nur noch zufrieden."


TuS Eichlinghofen (Platz 8, 13 Punkte, 14:16 Tore) - Die Schonzeit für die Eichlinghofer Mannschaft ist vorbei. Dass der TuS nicht so richtig in die Saison kam, führten viele auf den so knapp verpassten Aufstieg zurück. Es habe in den Köpfen der Spieler eine Rolle gespielt.

"Ich erwarte insgesamt mehr"

Trainer Reza Hassani ist aber mittlerweile nicht mehr ganz so gut auf sein Team zu sprechen. "Wir haben natürlich auch Pech. Aber wir sind vorne im Abschluss nicht gut genug. Ich erwarte insgesamt mehr." Das Fehlen von Hyacinthe Botchack Wendji (Augenverletzung) mache sich deutlicher bemerkbar als von Hassani befürchtet.

Insgesamt bedeutet der achte Rang, "dass wir mit dem Aufstieg in diesem Jahr nichts mehr zu tun haben werden". Hassani sagt, seine Mannschaft spiele nur noch um die Ränge vier und fünf. Für die personell gut besetzte Mannschaft droht eine Saison, in der sie ihre Ziele nicht umsetzen kann.


RW Barop (Platz 14, 6 Punkte, 16:21 Tore) - Rot-Weiß lieferte mehrere knappe Resultate gegen Teams von oben ab. Vier Punkte aus den vergangenen beiden Spielen machen dem Aufsteiger Mut, dass am Ende noch ein Nichtabstiegsplatz möglich ist.

Mangelnde Routine

Co-Trainer Mounir Bazzani führt die fehlenden Punkte in erster Linie auf mangelnde Routine im Kader zurück: "Ein Dennis Szugfil ist wie jetzt in Hillerheide einfach zu wenig. So passiert es dann, dass wir eine 3:1-Führung nicht über die Zeit bringen und nur 3:3 spielen."

Die Baroper haben dennoch nicht komplett enttäuscht. Trainer Ingo Kleefeldt hatte gesagt, dass für die vielen neu dazugekommenen jungen Spieler die Bezirksliga eine enorm schwierige Herausforderung sein würde. Da sie selten klar unterlegen waren, macht sie es gar nicht mal so schlecht.