HSG erlebt weitere herbe Enttäuschung

Gegen den abstiegsbedrohten TV Arnsberg hat die HSG Schwerte/Westhofen eine miserable Figur abgegeben. Bei der 30:34-Niederlage fehlte es zwischenzeitlich so ziemlich an allem. Die HVE Villigst-Ergste zeigte eine starke Leistung im Spiel gegen den Letmather TV 2. Weitere Ergebnisse in der Übersicht.

Schwerte.. Handball: Landesliga
HSG Schwerte/Westhofen -TV Arnsberg 30:34 (14:14)

Schon in der ersten Halbzeit hielten sich die Positivaspekte des Schwerter Spiels in überschaubarem Rahmen. Der agile Kreisläufer Tim Decker zählte dazu, dem bereits in der 14. Minute sein vierter Treffer zum 6:5 gelang - es war die erste Führung der Gastgeber, die sie auf 10:7 ausbauen konnten. Zur Pause hatte Arnsberg schon egalisiert, trotzdem waren diese 30 Minuten noch die bessere Halbzeit der HSG.
Denn nach Wiederanpfiff ließen die Schwerter Spieler so ziemlich alles vermissen, was eine Landesligamannschaft gehobenen Anspruchs ausmacht. Arnsbergs Alleinunterhalter Berghoff (11 Feldtore) traf beinahe nach Belieben, und als Trainer Kohl ihn beim Stand von 18:23 von Pavlovic enger decken ließ, nutzten seine Mitspieler die entstehenden Freiräume. Mit teilweise simplen Finten hebelten sie die HSG-Defensive aus, in der es auffallend an der Laufbereitschaft fehlte.

Beim Stand von 25:32 (55.) waren es sogar sieben Tore Rückstand - gegen eine Mannschaft, die aus ihrer Sicht sicher kein schlechtes Spiel machte, die aber ganz bestimmt nicht zur Creme der Liga gehört. Zwar verkürzten die Schwerter dreieinhalb Minuten vor Schluss nochmal auf 28:32, doch für einen Punktgewinn kamen sie nicht mehr in Frage. Und ganz ehrlich: Sie hatten ihn auch nicht verdient.

TEAM UND TORE
Schwerte/Westhofen:
Börge Klepping, Sebastian Emde, Ren Polesny - Dominik Yaltzis (6), Nico Paukstadt (7), Alexandr Denissov (1), Peter Hengstenberg, Tim Decker (6), Alexander Nickolay (1/1), Christian Angel (3), Hendrik Pavlovic (6)



Kreisliga
HVE Villigst-Ergste -Letmather TV 233:19 (16:7)

Ungünstiger konnte die Partie im Gänsewinkel nicht kommen für den Letmather TV 2. Er wurde von einer hochmotivierten und bestens aufgelegten Villigst-Ergster Mannschaft empfangen.

Bis zum 4:4 (10.) war die Partie offen, danach ließ das Team von Trainer Alexander Maystrenkokeinen Zweifel daran, dass die zwei Punkte im Gänsewinkel bleiben würden: Neun Tore in Folge warf die HVE dank einer bärenstarken Abwehr und flüssigem Tempospiel.

"In dieser Phase hat Letmathe schon nicht mehr an den Sieg geglaubt", bemerkte der mehr als zufriedene Coach. Kein Grund jedoch, für seine Schützlinge, einen Gang zurück zu schalten. Hinter einer massiven Abwehr knüpfte Hendrik Pohlmann mit einer guten Leistung im Tor da an, wo Christian Broyer im ersten Durchgang aufgehört hatte. Und auch vorne waren die Gastgeber immer mindestens einen Schritt schneller.

"Dieser Sieg und vor allem der Auftritt waren enorm wichtig für unser Selbstvertrauen für die kommenden Spiele", so Maystrenko nach dem Spiel. In der Tat kann es so weitergehen für seine Schützlinge, denn gegen Letmathe klappte so gut wie alles.

TEAM
Villigst-Ergste:
Christian Broyer, Hendrik Pohlmann - Norman Husien Said (5), Jannik Lehmann (2), Eike Thymian (4), Tim Meininghaus (4), Jonas Kneer, Fabian Kramp (2), Ferry Radix (3), Gerrit Krause (5/4), Christian Rückels (3), David Wolff (3), Hendrik Hollatz (2).

HVE Villigst-Ergste 2 -TV Arnsberg 224:28 (9:12)

Das hatte sich Andreas Menne, Spielertrainer der HVE Villigst-Ergste 2, ganz anders vorgestellt. Im direkten Duell gegen eine Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte verlor Mennes Team gegen den TV Arnsberg 2 mit 24:28.

Die HVE erwischte einen schlechten Start, lag schnell mit 0:3 hinten. Ein Rückstand, der bis zum 9:12 zur Pause hielt. Mennes Schützlinge berappelten sich zwar, ließen aber in vielen Situationen die nötige Konsequenz vermissen. Nach dem Wiederanpfiff kamen die Gastgeber dann aber direkt auf ein Tor heran (13:14, 38.).

"Dann haben wir die Chance auf den Ausgleich, verwerfen und kriegen im Gegenzug das Tor", beschreibt Menne den Knackpunkt des Spiels.

Sichtlich angeschlagen, bot sein Team eine haarsträubende Defensivleistung - weder Torhüter noch Abwehrspieler bekamen in dieser Phase Zugriff auf das Spiel. So konnten die Gäste wieder davonziehen. Drei Tore in Folge vor dem Ende hielten die Niederlage noch in Grenzen.

TEAM
Villigst-Ergste:
Björn Hollatz, Tobias Mertens - Thorsten Stange (8), Yannick Brendel (5/1), Moritz Dommermuth (2), Andreas Menne (1), Christian Rückels (5), Andr Schmidt (1), Luis Oberste (2), Jens Pachowiak, Sebastian Zybon, Nico Drescher, Lukas Mimberg, Florian Kampmann.



Frauen-Kreispokal
SG Ruhrtal - HSGSchwerte/Westhofen21:36 (8:18)

Die HSG Schwerte/Westhofen steht im Finale des Frauenhandball-Kreispokalwettbewerbs. Mit einer Mischung aus Spielerinnen der ersten und zweiten Mannschaft gerieten die Schwerterinnen am späten Sonntagnachmittag beim Bezirksligisten SG Ruhrtal nicht in Gefahr und buchten mit einem 36:21-Kantersieg das Finalticket.

"Dafür, dass die Mannschaft zusammengewürfelt war, hat sie richtig gut gespielt", freute sich Knut Lichteiker über das für ihn völlig ungewohnte Gefühl auf der Trainerbank - als etatmäßiger Coach der punktlosen Landesliga-Mannschaft der HSG sind Erfolgserlebnisse rar gesät.

In der Sporthalle Oeventrop stellten die Schwerterinnen die Weichen früh auf Sieg. Nach einer Viertelstunde stand es 10:4, zur Halbzeit 18:8 für die Gäste, bei denen Anna Juchems am Ende eine zweistellige Zahl an Toren vorweisen konnte.

Diesen Zehn-Tore-Vorsprung zum Seitenwechsel bauten die Schwerterinnen im zweiten Spielabschnitt bis auf 15 Treffer Differenz aus, obwohl Lichteiker fleißig durchwechselte und allen Spielerinnen Einsatzzeiten gab. So gab es zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel am Einzug ins Finale, in dem der Oberligist HSG Menden-Lendringsen der Gegner ist.

TEAM
Schwerte/Westhofen: Patricia Lemke, Sandra Imig - Anna Juchems (10), Sophia Jaworski (9/1), Ina Schyra (3), Cynthia Matzat (2), Lena Holtsträter (6), Jasmin Schiprowski (2), Patricia Radestock (1), Juliane Lindner (1/1), Claire Lichteiker (1), Denise Rosigkeit (1), Ellena Weißgerber.