Holzpfosten wollen Revanche für das Finale 2014

Wenn sich an die 100 Holzpfosten-Fans am Samstagmorgen gen Stuttgart zum Halbfinalspiel um die Deutsche Meisterschaft aufmachen, sind die Futsaler bereits dort. Sie reisen im Laufe des Freitags an, beziehen dann ein Hotel nahe der Innenstadt und werden entspannt miteinander den Abend verbringen.

Schwerte.. Futsal: Deutsche Meisterschaft, Halbfinale
NAFI Stuttgart - Holzpfosten Schwerte
Samstag, 19 Uhr, Sporthalle Nord, Werner-Siemens-Schule

Am Samstagmorgen starten die Spieler mit einer kleine Trainingseinheit in den Tag, Anschwitzen nennen Fußballprofis das - am Samstag sind sie kleine Futsalprofis. Anschließend werden sich die Holzpfosten beim Mini-Tischtennis duellieren. Wer will, kann schlafen. Sie wollen sich ablenken, penibel vorbereitet sein für den Moment, der die Wiedergutmachung einläuten soll. Ab 19 Uhr kommt er.

Dann möchten sich die "Pfosten" für die Finalniederlage gegen NAFI revanchieren und in selbiges erneut einziehen. "In Stuttgart müssen wir wirklich alles abrufen, was wir uns in den letzten Monaten angeeignet haben", weiß Teamchef Daniel Otto. "Die werden uns taktisch und spielerisch alles abverlangen, die Stimmung in der Halle wird uns emotional alles abverlangen. Ich gehe von einer hitzigen Atmosphäre aus, da müssen wir versuchen, das komplett auszublenden." Schwierig. 380 Personen werden sich das Halbfinale anschauen, stimmungsvoll - das bewies das Finale im Vorjahr - sind beide Fanlager.

Vielmehr grübelt Otto an einer anderen Entscheidung. Ein Spieler des Stammkaders muss er wegen der limitierten Spieleranzahl aus dem Halbfinal-Kader streichen. "Das ist für mich unglaublich schwer", räumt er ein, "weil ich diese Mannschaft auch ein bisschen als meine zweite Familie betrachte."

Die Erfolgszutaten fürs Finalrezept? Die Schwerter wollen selbstsicher auftreten und frisch agieren, weshalb die Trainingsintensität in der Woche deutlich runtergeschraubt wurde. Und sie wollen die ballsicheren Stuttgarter um Ex-Profi Kevin Reinhardt immer wieder ärgern, sie permanent nerven. Wer die meisten Fehler in eigenen Erfolg ummünzen kann, wird gewinnen, das meint auch Otto: "Die Tagesform wird über Sieg und Niederlage entscheiden." Die Unterstützung beschreibt er lapidar mit zwei Worten: "Einfach Wahnsinn." Er und sein Team möchten sich, aber vor allem ihren Fans ein Geschenk machen: das Finale in Hagen.