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Hörde zieht Kopf aus der Schlinge

08.02.2009 | 21:35 Uhr

Im Hinspiel waren sie gegen den TV Datteln am Dortmund-Ems-Kanal mit 1:3 baden gegangen, im Rückspiel stand den Oberliga-Volleyballern nach einem scheinbar aussichtslosen 0:2-Satzrückstand schon wieder das Wasser bis zum Halse.

Mit toller Moral schaffte der TVH noch die Wende. Hinten Jonas Schroer (links) und Nik Child. (Foto: Hans-Wilhelm Lindemann).

Nach 88 spannenden Minuten hat der TV Hörde mit einem 3:2 (20:25, 15:25, 25:20, 25:21, 15:8) zwar den ersten Heimsieg gefeiert, das rettende Ufer jedoch noch lange nicht erreicht. Nachdem das Schlusslicht Greven überraschend beim Spitzenreiter in Schwelm mit 3:2 gewann, werden Abstieg und Relegation wohl zwischen den punktgleichen Mannschaften aus Hörde, Greven und Datteln entscheiden. Die Hörder haben zum ersten Male den Relegationsplatz erklommen, müssen sich jedoch noch gewaltig steigern.

Beim wichtigen Sieg gegen den direkten Konkurrenten erlebten die Hörder Fans wieder mal eine Mannschaft zwischen Genie und Wahnsinn. Während in den ersten beiden Sätzen die Hörder mit zittrigen Händen und wackelnden Knien übernervös agierten, kaum einen Ball richtig trafen und sich mit Eigenfehlern als großzügige Gastgeber zeigten, stand ab Satz drei eine andere Mannschaft auf dem Feld.

Der noch vor einem Jahr für den TVH in der Regionalligaspieler spielende Christian Bäker hatte als Aushilfscoach die nach einem 0:2-Satzrückstand verunsicherten Hörder "stark" geredet und mit taktischen Tricks die Wende eingeleitet. Die Aufschläge der Gäste wurden nicht mehr nach vorn gebaggert, sondern im oberen Zuspiel angenommen, so dass die Präzision der Pässe von Spielmacher Jonas Schroer deutlich verbessert wurde, der Block sprang später ab und die Aufschläge wurden auf die Wackelkandidaten geschlagen.

"Obwohl wir fast schon mausetot waren, habe ich der Mannschaft die Wende zugetraut", freute sich Christian Bäker nach dem Happy End. Weil Kai Resch (Kniebeschwerden) pausieren musste und Mittelblocker Nico Kirchhoff (Examen) aussetzte, hatte der an einer Lungenentzündung erkrankte Cheftrainer Burkhard Schütte bereits im Vorfeld den gelernten Angreifer Dobromir Karkoszka aus der Zweiten als Libero nominiert. (KW) TV Hörde: Bruns, Child, Karkoszka, Kjer, Lichtenberg, Maas, Ochs, Schroer.

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