Hörde schüttelt einzigen Verfolger ab
06.02.2012 | 19:13 Uhr 2012-02-06T19:13:00+0100
Obwohl noch sechs Spieltage zu absolvieren sind, ist in der Volleyball-Oberliga eine Vorentscheidung gefallen. Nach dem glücklichen, aber nicht unverdienten 3:2 (25:21, 23:25, 25:21, 22:25, 17:15) beim Verfolger VC Marl ist der Vorsprung der Hörder auf den einzigen Verfolger auf beruhigende vier Punkte angewachsen. „Es war das erwartete Topspiel auf höchstem Niveau“, war sich Hördes Trainer Kai Annacker sicher, den zahlreichen Fans ein richtiges Spektakel geboten zu haben.
Vor dem Topspiel hatten Auseinandersetzungen vor den Sportgerichten für eine explosive Stimmung gesorgt. In Bielefeld hatten die Marler Weßel und Holthausen nach dem Spiel das Schiedsgericht beleidigt und waren daraufhin regelkonform auf Anordnung des Verbandsspielwartes durch den Staffelleiter für zwei Spiele gesperrt worden.
Die Marler wollten jedoch auf den Einsatz ihrer Leistungsträger und Rotsünder im Topspiel nicht verzichten und beantragten bei der Spruchkammer eine einstweilige Anordnung. Die hob – für die Dortmunder völlig unerwartet – die Sperren auf, weil die Schiedsrichterin die verbale Beleidigung zwar in den Spielbericht, aber nicht in die richtige Spalte eingetragen hatte.
Annacker war es ohnehin Recht, dass die Marler auch mit ihren Rotsündern antreten konnten. „Jetzt hat unser Sieg keinen faden Beigeschmack“, meinte der TVH-Coach nach dem nunmehr zwölften Sieg in Serie.
Die Hausherren erwischten mit 8:1 einen Blitzstart und bereiteten der Hörder Annahme mit gewaltigen Sprungaufschlägen große Probleme. Als sich das Aufschlaggewitter verzogen hatte, setzte der TVH zu einer erfolgreichen Aufholjagd an und hinterließ bei den hoch motivierten Marlern eine erste Duftmarke.
Auf der Mitte konnten die bärenstarken Mittelblocker Nik Child und Robin Frosting mit Schnellangriffen wichtige Punkte sammeln und auf der Diagonalposition bestätigte Thomas Henke seine Formverbesserung. Zudem hatte TVH-Coach Annacker nach der Auswertung des Videos aus dem Hinspiel bei den gefürchteten kurzen Aufschlägen die Mittelblocker mit dem ersten Pass beauftragt.
Das Duell der ehemaligen Erstligaspieler konnte der Hörder Jan Terhoeven gegen den Marler Henrik Weßel nach Punkten gewinnen. Obwohl der Marler Angreifer vom Hörder Block nur selten auszuschalten war, heißt der Matchwinner Terhoeven. Der Deutsche Jugendmeister des TVH wehrte mit einem Superblock den Marler Matchball ab und vollendete mit zwei Aufschlag-Assen den Hörder Triumph in der Höhle des Löwen.
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