Höchsten wieder wie gewohnt
11.12.2011 | 21:26 Uhr 2011-12-11T21:26:00+0100
„Das war ganz wichtig“, befand Höchstens Trainer Carsten Hergert nach dem 38:31 (16:16) über den RSV Eiserfeld, „gerade auch mit Blick auf das Spiel in Westerholt.“ Am kommenden Sonntag beschließt Borussia Höchsten mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenführer das Dortmunder Verbandsliga-Jahr.
Ein Punkt aus den letzten beiden Spielen hatten die Höchstener geholt und damit die Tabellenspitze ein wenig aus den Augen verloren. Vor allem aber drohte das scheinbar unerschütterliche Selbstvertrauen zu wackeln. Das sollte jetzt wieder stabiler sein, denn die Rückbesinnung auf alte Höchstener Qualitäten machte die Partie gegen die bis dahin punktgleichen Gäste letztlich zu einer klaren Sache.
Zu Beginn sah es lange nicht gut aus. Es waren in erster Linie die Angriffs-Schwächen, die die Höchstener nach Eiserfelds erster Führung (2:3, 6.) immer weiter in Rückstand geraten ließen. Zu selten wurde in der Offensive konsequent durchgespielt, immer wieder verfingen sich die Angreifer in Einzelaktionen (Ole Krüger) leisteten sich unsaubere Pässe (Marc Bradtke) oder waren einfach im Abschluss zu unkonzentriert. Und die Tempoangriffe – eigentlich Höchstens stärkste Waffe – fanden kaum statt, weil hinten eine traditionelle Deckung stand. Diese wiederum war für die kantigen Siegerlander Angreifer kein echtes Bollwerk. RSV-Physis in der Abwehr, RSV-Physis im Angriff – nach 23 Minuten führte Eiserfeld mit 12:8, Zeit für die Auszeit.
Carsten Hergert besann sich alter Erfolge, stellte auf offene Deckung um, und prompt lief das Spiel in eine andere Richtung. Zur Pause stand das Remis, und dann drehten vor allem Christian von Bassewitz, Patrick Drees und Dennis Brenscheidt richtig auf.
Kranker OSC überraschend sicher
„Überraschend und erfreulich“, nannte Thorsten Stoschek das klare 29:22 (13:8) mit dem sich der OSC zwei Punkte beim TuS Volmetal abholte. Nicht, dass der Coach keine Punkte eingeplant hätte, es war die Art und Weise wie seine Jungs die Personalnot scheinbar unbeeindruckt weggesteckt hatte.
Abgesehen vom Michael Neumaier waren zwar alle Kaderspieler nach Volmetal mitgefahren, so richtig fit war aber nur die erweiterte A-Jugend. Dan Stoschek (19), Julius Webeling (18) und Markus Schmitz (18) bildeten zunächst die linke Angriffsseite – und legten los wie die Feuerwehr. Über 4:1 zog der OSC bis zur 18. Minute auf 10:3 weg, da beschlossen die Gastgeber Webeling kurz zu decken. Mit fünf Toren lag der OSC trotzdem zur Pause vorn, und diesen Abstand ließen die Dortmunder bis zum Ende nicht mehr kleiner werden.
„Am Ende mussten sie sich auf dem Weg vom Spielfeld gegenseitig stützen“, bewunderte Thorsten Stoschek den enormen Einsatz, mit dem sich auch die angeschlagenen Spieler durch die Partie gekämpft hatten. „Jetzt müssen wir noch irgendwie da letzte Spiel gegen den HSC Recklinghausen durchstehen“, so Stoschek, „um dann mit neuer Kraft im nächsten Jahr durchzustarten.“
Ahn lässt den ATV jubeln
Einen Monat lang standen sie auf dem letzten Platz der Verbandsliga, nach dem 31:30 (14:19)-Sieg beim TuS Bommern macht sich der Aufschwung des ATV Dorstfeld auch in der Tabelle bemerkbar. Immerhin einen Rang sind sie geklettert und haben mit der wichtigen Erkenntnis die Heimreise angetreten, dass sie selbst fast aussichtslos wirkende Spiele noch gewinnen können. Zweifelsohne war es glücklich, dass Dominik Ahn wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff zum 31:30 traf (sein einziger Treffer in dieser Partie). Unverdient war es aber nicht, da die Dorstfelder sich diese Ausgangssituation erkämpft hatten. Den 14:19-Rückstand zur Pause hatten sie aufgeholt, auch beim 25:28 fünf Minuten vor dem Ende gaben sie sich nicht geschlagen. „Wir haben uns da reingekämpft“, freute sich Co-Trainer Martin Volkert, „und zwar gemeinschaftlich und ganz diszipliniert.“
Hombruch geht unter
Dorstfeld:Das soeben Gesehene hatte Spuren hinterlassen. „Ich bin sprachlos“, gestand Hombruchs Trainer Kai Ruben nach der 23:37 (9:14)-Niederlage gegen Tabellenführer Westerholt. Wenigstens das fügte er hinzu: „Sprachlos, was die Schiedsrichterleistung betrifft, sprachlos über unsere eigene Leistung.“ Natürlich traten die Hombrucher ersatzgeschwächt an. Selbst einige von denen, die auf dem Platz standen, waren nicht komplett gesund. Doch in solchen Situationen wuchs die Westfalia bislang gern über sich hinaus. Davon war Samstag überhaupt nichts zu sehen. Der Tabellenführer brauchte sich nicht groß anzustrengen, um die Punkte einzufahren. Und als er sich einen Vorsprung verschafft hatte, sorgten die Hombrucher selbst dafür, dass es eine deftige Niederlage wurde. Sie gaben sich auf, lamentierten (gern mit den alles andere als souveränen Schiedsrichtern). Sie beschäftigten sich mit allem – nur nicht mit ihrem Spiel.
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