Hennen II zwischen Mittelmaß und Zufriedenheit

Tabellenachter von fünfzehn Teams - die "Zweite" des SC Hennen verkörpert zur Winterpause als klassenhöchste Zweitvertretung des heimischen Fußballs den Durchschnitt der Kreisliga A. Durchschnittlich zu sein, ist für den Trainer der Reserve aber nicht schlimm. Der Trainer hat vorsorglich auch das Tabellenende weiter im Blick.

HENNEN.. Normalerweise hat der Begriff "Mittelmaß" einen eher faden Beigeschmack, doch in Hennen gibt es niemanden, der mit der aktuellen Situation der "Zweiten" unzufrieden ist. Schon gar nicht Trainer Kevin Hines: "Wir haben eine gute Hinrunde gespielt. Wir wussten, dass wir vor einer schwierigen Saison stehen. Trotzdem dürfen wir den Blick nach unten natürlich nicht verlieren."


Es scheint so, als wüsste Hines die Situation realistisch einzuschätzen. Denn auf den vorletzten Platz, der je nach Anzahl der Bezirksliga-Absteiger aus dem Kreis Iserlohn sogar noch ein Abstiegsrang sein könnte, sind es nur drei Punkte. Trotzdem: Läuft alles normal, sollten die jungen "Zebras" nichts mit dem Abstiegskampf zu tun bekommen, stehen doch immerhin sieben Mannschaften hinter dem Hines-Team.So sollte es dem Coach möglich sein, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen. Denn die Hennener stellen eine extrem junge Mannschaft - der "Rekord" für die jüngste Startelf dieser Saison liegt bei 20,1 Jahren Durchschnittsalter.

Hines sieht im Vergleich zur Vorsaison auch einige Fortschritte bei seinen Spielern, Schwankungen seien da ganz normal. Fünf Spielen in Folge ohne Niederlage zwischen September und Oktober folgte eine Durststrecke von genauso vielen sieglosen Partien zum Ende der Hinrunde - lediglich einen Punkt holten die Hennener im November. "Da fehlten mit Marc May und Domenic Klohs studienbedingt zwei Köpfe der Mannschaft", liefert Hines eine Erklärung dafür gleich mit. Eines stimmt den Coach jedoch besonders optimistisch: "Wir spielen fast schon traditionell eine bessere Rückrunde." Dann scheint einem weiteren Entwicklungsschritt der jungen "Zebras" ja nichts mehr im Wege zu stehen.