Heimische Teams haben kein Druck im Saisonfinale

Nach dem wichtigen 31:30-Sieg gegen SV Teutonia Riemke hat Handball-Verbandsligist SuS Oberaden die Klasse gesichert. Demnach können die "Cobras" völlig entspannt ins nächste Spiel gehen. Auf Frauenhandball-Verbandsligist VfL Brambauer wartet das letzte Saisonspiel. Alle anstehenden Spiele: hier in der Übersicht.

Lünen.. Frauen-Verbandsliga 2
HSG Schwerte-Westhofen - VfL Brambauer
Sonntag, 17.30 Uhr, Holzener Weg 22, Schwerte

Die Partie wurde auf Wunsch der HSG Schwerte-Westhofen um einen Tag verschoben. Der Grund dafür ist, dass die B-Mädchen ihre Spiele um die Deutsche Meisterschaft vor heimischer Kulisse austragen. "Wir haben natürlich einer Verlegung zugestimmt und wünschen der B-Jugend viel Erfolg", sagt Trainer Uli Richter.

Die HSG Schwerte-Westhofen ist Tabellenzweiter und hat sechs Punkte Vorsprung auf den Drittplatzierten VfL Brambauer. Chancenlos sind die VfL-Frauen aber nicht. Denn bereits im Hinspiel gelang der Mannschaft ein knapper 29:28-Sieg. "Wir werden locker und befreit aufspielen, haben überhaupt nichts mehr zu verlieren. Im schlimmsten Fall rutschen wir auf Platz vier ab", so Richter. Aber auch nur im Falle einer VfL-Niederlage und eines gleichzeitigen Sieges des Vierten TVE Netphen bei der SG TuRa Halden-Herbeck.

Sechs fitte Feldspielerinnen

Mit Blick auf die personelle Lage sieht es in Brambauer nicht besonders rosig aus. Aktuell hat der VfL sechs gesunde Feldspielerinnen. Nina Karau, die trotz Schmerzen im Fuß auflaufen wird, und Sanja Lasshof, die nach ihrem Kreuzbandriss gerade erst wieder im Training ist, lassen den Kader auf acht Feldspielerinnen wachsen. Tuba Akyildiz ist nach einem Autounfall für mehrere Wochen sportunfähig. Torfrau Lena Piepenkötter wird geschont. Dafür stehen Swantje Wulff und Franziska Wielandt zwischen den Pfosten. "Wir werden trotz der Personalsorgen alles geben und die Saison positiv beenden", sagt Coach Richter.

Frauen-Landesliga 3
Lüner SV - Hammer SC
Sonntag, 16 Uhr, Kurt-Schumacher-Str. 41-49, Lünen

Trotz des Abstieges in die Bezirksliga war die Stimmung bei den Frauen des Lüner SV nicht im Keller. Im letzten Landesliga-Spiel will der LSV sich ordentlich verabschieden. "Die Mannschaft hat sich als Ziel den direkten Wiederaufstieg gesetzt. Daran wollen wir in den nächsten Wochen und Monaten arbeiten", sagt Trainer Marcel Mai.

Die Frauen seien selbstkritisch genug, um einzusehen, dass ein Jahr in der Bezirksliga den Spielerinnen auch gut täte. "Dann haben wir endlich wieder die Möglichkeiten, zu gewinnen. Erfreulich ist, dass fast alle Spielerinnen bleiben", so Mai. Einzig Anna Schmidt, die zum Oberligisten HC TuRa Bergkamen wechselt, wird die Mannschaft verlassen. "Bei einer Spielerin steht es noch nicht fest. Da warten wir jetzt ab", so Mai.

Seine Truppe muss im letzten Saisonspiel gegen den Hammer SC antreten, für den ein Sieg Pflicht ist. Die Gäste kämpfen um den Aufstieg in die Verbandsliga und benötigen dringend zwei Zähler, denn Eintracht Dolberg ist punktgleich und lauert auf einen Patzer. Aufgrund des Gewinns des direkten Vergleichs hat Hamm aber den Vorteil auf seiner Seite.

Den LSV-Frauen ist bewusst, dass der Hammer SC mit breiter Brust antreten wird. "Wir wollen aber versuchen Hamm so lange wie möglich zu ärgern", verspricht Mai. Dass Lünen gegen Top-Teams mithalten kann, zeigten sie im Spiel gegen Dolberg, indem der LSV nur mit zwei Toren verlor. Personell sieht es gut aus. Alle Spielerinnen sind fit.



Herren-Verbandsliga 2
HSV Plettenberg/Werdohl - SuS Oberaden
Samstag, 19.30 Uhr, Albert-Schweitzer-Str. 4, Plettenberg

Für Gastgeber HSV Plettenberg/Werdohl hingegen geht es noch um alles. Die Mannschaft befindet sich mitten im Abstiegskampf, belegt derzeit den Relegationsplatz und will mit allen Mitteln versuchen, diesen zu verlassen. Zwei Punkte trennt Plettenberg/Werdohl vom rettenden Ufer. Der HSV ist aber in der Pflicht zu siegen, um nicht noch weiter abzurutschen. Auf dem vorletzten Platz ist die PSV Recklinghausen, die nur zwei Punkte weniger auf dem Konto hat. Der Druck liegt also beim Gastgeber und nicht mehr bei Oberaden.

Der SuS will das Spiel aber nicht einfach aus der Hand geben, hat sich fest vorgenommen, seine schwache Auswärtsbilanz aufzupolieren. Gerade einmal zwei Siege und ein Unentschieden sprangen bisher auf fremden Parkett heraus. Die Stärken des HSV liegen ganz klar im Rückraum. In Marc Bardischewski und in Danilo Lekovic hat Plettenberg/Werdohl zwei wurfgewaltige Akteure in seinen Reihen. Bardischewski läuft im linken Rückraum auf und traf bisher fast immer zweistellig gegen den SuS Oberaden.

Ex-Profi im Team

Lekovic war vor kurzem noch serbischer Handball-Profi und sammelte sogar mit Roter Stern Belgrad Champions League-Erfahrungen, holte in den Meisterschaftsserien 2005/2006 und 2006/2007 sogar den nationalen serbischen Titel und war im EHF-Cup (Europapokal) im Einsatz. Für Plettenberg/Werdohl war die Verpflichtung ein reiner Glücksgriff, da Lekovic Verwandte in Werdohl hat. Der Kontakt ist über HSV-Spieler Jugoslav Lakic hergestellt worden.

Für Oberaden gilt es also diese beiden Akteure sofort aus dem Spiel zu nehmen und sie kaum zum Zug kommen zu lassen. Die Langzeitverletzten Mats-Yannick Roth, Stefan Vogel, Bastian Stennei, Pascal Wix und Christian Stratmann fallen aus. Spielmacher Stephan Schichler sowie Linksaußen Alexander Neese sind wieder an Bord.

Bezirksliga 5
SG Massen - Lüner SV
Sonntag, 18 Uhr, Mittelstr. 14, Unna-Massen

Die Lüner wollen die restlichen drei Saisonspiele ordentlich über die Bühne bekommen und vielleicht noch den ein oder anderen Platz nach oben gut machen. "Wenn wir am Ende Siebter oder Achter werden würden, dann wären wir schon ziemlich enttäuscht. Deshalb wollen wir jetzt noch einmal Vollgas geben und oben dran bleiben", nimmt Trainer Jürgen Weber seine Mannen in die Pflicht.

Massen ist eine eingespielte Mannschaft, die gute und schnelle Außenspieler sowie einen guten Spielmacher hat. Wenn Lünen es aber schafft, geduldig zu spielen, entstehen in der defensiven 6-0-Abwehr von Massen Lücken, die der LSV nutzen will. Bei einem Sieg gegen den direkten Tabellennachbarn würden die Rot-Weißen in der Tabelle einen Platz nach oben klettern. Bis auf den Langzeitverletzten Falk Seeger, der in dieser Saison wohl nicht mehr zum Einsatz kommen wird, sind alle LSV-Spieler fit. Trainer Jürgen Weber kann auf einen fast kompletten Kader zurückgreifen.