HC Süd geht mit einem Sieg ins Endspiel
02.05.2010 | 20:44 Uhr 2010-05-02T20:44:00+0200
Wie sie diesen Sieg nun einordnen sollen, darüber konnten sie nach dem Schlusspfiff trefflich rätseln. Natürlich, der 26:23 (10:10)-Erfolg gegen Westerholt hat dem HC Süd im Abstiegskampf einiges an Selbstvertrauen gegeben.
Ebenso natürlich: Die zwei Punkte können die Südlichen ganz dringend brauchen. Was aber auch stimmt: An der Ausgangsposition hat sich wenig bis gar nichts geändert. Die Konkurrenz punktet fleißig mit, am kommenden Wochenende gibt's für die Südlichen in Bommern ein Endspiel. Von Ligaverbleib über Relegationsspiel bis direkter Abstieg in die Landesliga ist weiterhin alles möglich.
Manch einer ahnte es schon zu Beginn. „Das fehlt doch hinterher wieder”, raunzte ein derer, die bei jedem Süd-Heimspiel auf der Tribüne sitzen. Da stand es gerade 5:1 für den Gastgeber und der hatte nun die dritte große Chance vergeben, den Vorsprung weiter zu erhöhen. Ganz so falsch war die Prognose des leidgeprüften Zuschauers nicht. So leicht, wie der HC Süd am Anfang gegen spielerisch belanglose Westerholter einen Vorsprung herausspielte, so leicht hat er ihn auch wieder vergeben. Allen voran, weil er seine Chancen nicht nutzte.
Immerhin im richtigen Moment tat er es. Mit zwei identischen Szenen entschieden die Südlichen das Spiel zu ihren Gunsten. Der wieder starke Torhüter Martin Waschescio parierte einen Wurf von Außen (erst rechts, dann links), im Gegenzug erzielte Bastian Hausl die Treffer. Erst zum 23:22 (55.), dann zum 24:24 (56.). „Das war nur ein Schritt”, sagte Trainer Martin Denso nach dem Sieg. Der zweite soll Samstag folgen.
HC Süd: Trippe, Waschescio; Konkel (3), Hausl (3), Fuck (3), Pixberg (5/4), Hobrock (3), Decker, Paukstadt, Hennemann (1), Höhmann (2), Cipa (6), Becker.
Allein das Ergebnis machtklar: Abwehrarbeit hat zwischen Hagen II und dem OSC beim 41:33 (21:15) nicht im Vordergrund gestanden. Zehn technische Fehler im Angriff hatte Trainer Roland Wilms gezählt: „Wir hätten 40 Tore werfen können. Bei der Abwehrschwäche hätte es trotzdem nicht gereicht.” vos
OSC: Stumpf, Brüske; Edeling (6), Lepine (6/1), Köhne (1), Bekston (10), Austermann (8/1), Strauß (1), Wittland (1), Schröter, Tomlik.
Die Landesliga:
Im letzten Auswärtsspiel musste sich Meister Westfalia Hombruch noch mächtig für die zwei Punkte strecken: Mit einem 27:25 (15:14)-Erfolg kehrten die Hombrucher vom HSC Haltern-Sythen zurück. Zehn Minuten vor der Schlusssirene lagen die Hombrucher noch mit drei Treffern zurück (18:21), doch auch diesmal bogen sie es noch zu ihren Gunsten um.
Hombruch: B. Hoffmann, Reimann; Ernst (1), Kähler (5), Dehn (5), Blank (4), Aßhoff (2), Aufdemkamp, Brosig, P. Hoffmann (6/2), Lauritsch (4), S. Panhorst.
Alles andere als ein gemütliches Spielchen zum Ausklang der Saison war das 28:28 (13:12) des ASC in Hattingen. Sechs Minuten vor Schluss führte Aplerbeck 26:22, dann nahm Trainer Karsten Liese eine Auszeit. „Ein Fehler”, gab er selbstkritisch zu. Hattingen nutzte die Unterbrechung, stellte auf offene Manndeckung um und holte auf diesem Weg doch noch einen Punkt.
Aplerbeck: Grabowski, Schneider; Reuter (4), Rehr (3), Schäfer (4), Schmnolke, Krewinkel (7), Viefhaus (5), Bekel, Handge (5/3).
„Der größere Siegeswille hat sich durchgesetzt”, analysierte Dorstfelds Trainer Rüdiger Edeling – und den hatte der Letmather TV. Weshalb der ATV das Heimspiel gegen die bis dato noch vom Abstieg bedrohten Sauerländer mit 31:33 (13:14) verlor. „Dennoch war es ein ordentliches Spiel”, so Edeling.
Dorstfeld: Bürsch, F. Scholz; Bethke (11/4), Herrmann (3), T. Scholz (1), Albowitz (3), Grüne (2), Rodenberg (4), Münz (3), Edeling, Fuß (4), Utech, Grisko.
Ruhrtal Witten - Borussia Hösten 30:44 (9:22). Höchsten: Theunissen. Vennhaus; Drees (2/1), Niehörster (1), Rademacher (9/2), Krüger (2/1), Bradtke (6/3), Nolte (9), Gettys (3), Brenscheidt (5), Rapp (1), Grotemeyer, Heuner (5), Ißleib (1).
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