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Happe erwartet „heißen Tanz”

19.02.2010 | 18:36 Uhr
Happe erwartet „heißen Tanz”

Dortmund. Er war ein außergewöhnlich guter Handballer, spielte beim OSC und TUSEM Essen, wurde deutscher Meister und Europacupsieger. Und er gehörte 1984 zum olympischen Silberteam. Thomas Happe galt als bester Abwehrspieler in Deutschland.

Seine Karriere als Trainer führte ihn nach den Stationen Gummersbach und Schutterwald im Dezember 2002 als „Retter” zu den BVB-Damen, mit denen er schon ein halbes Jahr später den Challenge-Cup gewann. 2007 stieg er mit den Borussinnen ab, 2008 verabschiedete er sich mit dem Wiederaufstieg. Seit Ende Januar ist er Trainer der Trierer Miezen, mit denen er prompt in Sindelfingen beide Punkte holte (27:24). Heute kehrt Happe „heim” in die Halle, in der er fünfeinhalb Jahre arbeitete.

Ist das Spiel beim BVB für Sie ein besonderes?

Fünfeinhalb Jahre in Dortmund, dreieinhalb Wochen in Trier: Thomas Happe.

„Ja schon, weil beide Mannschaften aufgrund der Tabellensituation gewinnen wollen und müssen.”

In Trier weht seit Ihrem Amtsantritt ein frischer Wind wie der Sieg in Sindelfingen zeigte...

„...zumindest sind wir dahin gefahren, um zu gewinnen. Diese Aufgabe haben wir gelöst, weil wir 60 Minuten höchst konzentriert waren.”

Ist Ihre Mannschaft schon so gefestigt, dass sie in Dortmund nahtlos daran anknüpfen kann?

„Zumindest hat sie in Sindelfingen gesehen, was möglich ist, wenn sie sich über die gesamte Spielzeit konzentriert. Wir machen uns auf einen heißen Tanz gefasst.”

Kann man beide Teams vergleichen?

„BVB und die Miezen sind im Durchschnitt sehr jung und brauchen noch Zeit, eine Zeit, die man wegen des Drucks oft nicht zugestanden bekommt.”

Haben Sie Kontakt zu Gustl Wilke?

„Gustl war schon Trainer in Hagen, als ich noch in Essen spielte. Wir kennen uns schon lange und hatten erst kürzlich Kontakt bei einer Tagung der Bundesligatrainer. Zwischen uns gibt's keine Probleme.”

Wagen Sie einen Tipp?

„Ich habe noch nie getippt und werde es auch in Zukunft nicht tun. Wir fahren nach Dortmund – wie nach Sindelfingen –, um zu gewinnen.”

Christian Menn

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