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3. Bundesliga

"Haben nichts mehr zu verlieren"

16.04.2010 | 18:58 Uhr
"Haben nichts mehr zu verlieren"

Der BVB 2 bestreitet am Sonntag bei Rot-Weiß Erfurt sein erstes von fünf "Endspielen" im Abstiegskampf der 3. Bundesliga. Die Leistungsträger Uwe Hünemeier und Julian Koch werden auch in Thüringen fehlen.

Das war, ehrlich gesagt, schon ein Klassenunterschied, der sich da im Nachholspiel am Mittwochabend in der Roten Erde auftat: Erzgebirge Aue präsentierte sich im Stile eines künftigen Zweitligisten, spielstark, mutig, zielstrebig, selbstbewusst. Der BVB 2 hingegen, mit nichts von alledem ausgestattet, erreichte nicht mal mehr Drittliga-Format.

Fünf Spiele stehen noch vor den Jungs von Theo Schneider, das erste davon am Sonntag (14.00 Uhr) bei Rot-Weiß Erfurt. Fünfmal die Chance, es besser zu machen als am Mittwoch, als sich Aue als ein übermächtiger Gegner erwies.

Was bleibt an Hoffnung nach der 1:3-Niederlage gegen den Tabellenzweiten? Der Kreis jener Mannschaften, die, realistisch betrachtet, noch in Reichweite der Schwarz-Gel-ben liegen, ist wieder ein Stück kleiner geworden. Aber Schneider orientiert sich immerhin noch an vier Teams:

Vier Mannschaften noch in Reichweite

Werder Bremen 2: Die auf dem rettenden 17. Platz liegende Mannschaft von Thomas Wolter hat mit 38 Punkten nur drei Zähler mehr als der BVB 2 und holte aus den letzten sieben sieglosen Spielen ganze drei Punkte.

Jahn Regensburg: Die Niederbayern haben 41 Zähler auf dem Konto, verloren aber ihre vier letzten Spiele (1:10 Tore) und müssen am 30. April noch in der Roten Erde antreten - es ist das letzte Saison-Heimspiel des BVB 2.

SpVgg Unterhaching: Das neue Team von Klaus Augenthaler hat ebenfalls 41 Punkte, sechs mehr als der BVB 2, aber auch schon ein Spiel mehr ausgetragen.

Rot-Weiß Erfurt: Bei derzeit 42 Punkten könnte es wohl nur bei einer Niederlage am Sonntag gegen den BVB 2 noch einmal eng werden.

Soviel zu den Fakten und der prekären Ausgangsposition. Theo Schneider schätzt die Situation äußerst realistisch ein wenn er sagt: „Eigentlich haben wir nichts mehr zu verlieren, für viele sind wir bereits abgestiegen. Aber genau daraus lässt sich neue Kraft schöpfen.”

Natürlich besitzt nicht jeder die Qualität des FC Erzgebirge, der dieser personell dezimierten BVB-Formation ihre Grenzen aufgezeigt hat. Aber sollen in Erfurt und zum Abschluss in Kiel sowie gegen Heidenheim, Osnabrück und Regensburg die dringend nötigen drei Siege eingefahren werden, ist eine erhebliche Steigerung fast aller Akteure unabdingbar. „Sie müssen beißen, sich wehren, zeigen, dass sie den Abstieg unbedingt verhindern wollen”, gibt der Trainer die Marschrichtung vor.

In erneuter Abwesenheit der beiden Leistungsträger Uwe Hünemeier und Julian Koch ruhen die Hoffnungen besonders auf Sebastian Tyrala, der zuletzt nicht mehr das hohe Niveau der Hinrunde erreicht hat, auf „Routinier” Sebastian Hille, auf Yasin Öztekin, der erstmals wieder in der Startelf stehen wird, und neben dem gegen Aue überragenden Marcel Höttecke nicht zuletzt auch auf dem im Angriff deutlich verbesserten Daniel Ginczek. Gerade die Top-Leute haben Vorbildfunktion. Sie müssen die anderen mitreißen. In Erfurt - und auch in den Wochen danach.

BVB 2: Höttecke - Evers, Sobiech, Neumeister, Vrzogic - Nottbeck - Piossek, Tyrala, Öztekin - Hille, Ginczek.

INFO

Vertrauen zu Sobiech

- Auch wenn Lasse Sobiech gegen Aue keinen guten Tag hatte, genießt der A-Jugendliche weiterhin das Vertrauen von Theo Schneider: „Er hat eine gute Saison gespielt, ist jetzt aber zusätzlich zum Abstiegskampf durch Abi-Klausuren gestresst. Sowas muss man erst mal wegstecken”, so der BVB-Trainer.

- Marcel Großkreutz sitzt trotz permanenter Rückenbeschwerden auf der Bank. Cihan Kaptan (Oberschenkelprobleme) gehört in Erfurt nicht zum Kader.

Udo Stark

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Kommentare
19.04.2010
10:54
Haben nichts mehr zu verlieren
von Franz | #1

Jahn Regensburg: Die Niederbayern haben 41 Zähler auf dem Konto...
Regensburg in Niederbayern? Und Dortmund liegt dann im Rheinland!
Zur Info: Regensburg ist die Hauptstadt der Oberpfalz.

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