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Gute Nachrichten aus Bayern für Westfalia Wickede

15.08.2012 | 19:04 Uhr
Gute Nachrichten aus Bayern für Westfalia Wickede
Westfalia Wickedes Neuzugänge: (hinten von links) David Olesch, Trainer Marko Schott, Anjo Wilmanns, Co-Trainer Sascha Richter, Maurits Kruse, (vorne von links) Dominik Hennes, Danny Baron und Daniel Steinacker.

Rechtzeitig zur Präsentation des neuen Kaders traf aus dem fernen Bayern eine Nachricht ein, mit der bei Westfalia Wickede eigentlich niemand mehr gerechnet hatte: wie sich bei der Operation bei Dr. Eichhorn in Straubing herausstellte, hatte sich Christopher Kruse doch nicht zum zweiten Mal das Kreuzband gerissen. „Das Band ist zwar beschädigt, aber aus den befürchteten acht bis neun Monaten Pause dürften jetzt wohl nur zwölf Wochen werden“, atmete Marko Schott erleichtert auf.

Glück im Unglück also für den 20-jährigen Neuzugang aus Brambauer, der nun wenigstens mittelfristig die für ihn reservierte linke Position der Vierer-Abwehrkette wird einnehmen können. Schott ist damit immerhin ein Problem los. Sorgenfrei ist der Wickeder Trainer damit aber noch nicht: die Defensivarbeit als Ganzes, so sein Fazit nach einer insgesamt ordentlichen Vorbereitung, sei noch verbesserungsfähig, auch die Umstellung auf das neue Spielsystem sei noch nicht komplett gelungen.

Grundsätzlich aber stellt er seinem neu zusammengestellten Aufgebot ein gutes Zeugnis aus. Die personellen Veränderungen hielten sich in diesem Jahr zwar in Grenzen, aber einige neue Gesichter kamen schon hinzu.

Was unter diesen Bedingungen bisher erreicht wurde, ist allerdings mehr als beachtlich: mit dem Gewinn des Hallen-Titels und Platz sieben in der Meisterschaft schloss die Westfalia die vergangene Spielzeit als neue Nummer eins der lokalen Amateurfußballszene ab. Daraus wollen die Verantwortlichen jedoch keinerlei Schlüsse für die am Sonntag beginnende Saison 2012/13 ziehen: „Ich denke, wir haben uns in unserem zweiten Westfalenliga-Jahr etabliert und gezeigt, dass wir in diese Spielklasse gehören“, sagt Schott, „aber wir bleiben auf dem Boden: landen wir am Ende irgendwo zwischen Platz drei und zehn, dann ist das sicherlich okay.“

Dass die Mannschaft in weiten Teilen eingespielt ist, sollte sich als Vorteil erweisen. Aber Marko Schott macht auch den hinzu gestoßenen jungen Burschen Hoffnungen, den Sprung schaffen zu können. Allein fünf von ihnen (Dominik Hennes vom TSC Eintracht, Daniel Steinacker vom Hombrucher SV sowie die Eigengewächse Anjo Wilmanns, Maurits Kruse und Dennis Zaworski) stehen vor ihrem ersten Seniorenjahr.

Dazu kommen David Olesch aus der „Zweiten“ und mit Danny Baron der einzige Routinier unter den Neuzugängen. „Danny hat von all den neuen Leuten den bislang besten Eindruck gemacht“, lobt Schott den aus Hombruch gekommenen Innenverteidiger, der sich auf Anhieb auch die Anerkennung seiner Kollegen erworven hat: immerhin geht er als Vize-Kapitän in die Saison - hinter Torhüter Daniel Limberg, der nach seinem Achillessehenriss und einer halbjährigen Pause ein lang ersehntes Comeback feiern wird.

Info:
Auffällig in dieser Saison ist, dass der Kader des Westfalenligisten Westfalia Wickede noch einmal verjüngt wurde.

Was nicht allein der Philosophie des Westfalenligisten entspricht, sondern auch der finanziellen Situation geschuldet ist: ganz große Sprünge können sich die Schwarz-Weißen halt nicht erlauben.

Udo Stark



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