Gerrit Engemann holt sich Bronze im Doppelpack

Zum erhofften Titel hat es am Ende nicht ganz gereicht. Aber auch jeweils dritte Plätze im Einzel und Doppel wertete Gerrit Engemann als großen Erfolg. Der 15-Jährige setzte sich am Wochenende bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Celle wieder einmal hervorragend in Szene.

Lünen.. Für den Lüner Jugendnationalspieler Engemann, für den kommenden Drittligisten aktiv, begannen die Meisterschaften mit den Gruppenspielen im Einzel. Engemann blieb gegen Mattes Häusler (Rheinland), Florian Schwalm (Bayern) und Tom Mayer (Baden-Württemberg) ohne Satzverlust. Nach einem Freilos in der ersten Hauptrunde gewann er mit 4:1 gegen Tom Eise (Baden-Württemberg) und ebenso ungefährdet mit 4:0 gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Jonah Schlie (Niedersachsen).

Die Bronzemedaille war ihm somit bereits sicher und der Vorjahreserfolg bestätigt. Im Halbfinale war dann aber für ihn Schluss: Zwar verlor Engemann zwei Sätze erst in der Verlängerung, am Ende gewann Nationalmannschaftskollege Dennis Klein (Baden-Württemberg) allerdings mit 4:0.

In der Doppel-Konkurrenz ging Engemann an der Seite von Leon Abich (Hamburg) ins Rennen. Nach einem Freilos in der ersten Runde aufgrund ihrer Topsetzung besiegten sie zunächst die Paarung Schulz/Velling aus Schleswig-Holstein, um danach ohne Satzverlust gegen Großmann/Golla aus Hessen den Halbfinaleinzug sicherzustellen und damit schon eine Medaille zu sichern. Im Halbfinale unterlagen sie dann allerdings der Kombination Klein/Mayer (Baden-Württemberg) mit 1:3.

Immer noch Zeit für Titel

"Natürlich bin ich jetzt erst einmal enttäuscht, dass ich es nicht ins Finale geschafft habe", sagte das Lüner Talent nach dem Ausscheiden. Die anderen Halbfinalisten waren allerdings zwei Jahre älter, Engemann hat noch zwei weitere Jahre in der Jugendklasse und wird so weitere Chancen auf den Titel eines Deutschen Meisters bekommen.

Die Nominierung für die Europameisterschaften mit der Nationalmannschaft sollte er sich gesichert haben, nun liegt alle Konzentration auf der Vorbereitung. Nach seinem Umzug ins Internat des Deutschen Tischtennisbundes nach Düsseldorf Mitte Januar sind die Voraussetzungen für das Training unter Erfolgscoach Helmut Hampl geschaffen und auch der Spagat zwischen Hochleistungssport und Schule soll dort gelingen.