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Gelungene Generalprobe in Blomberg

29.08.2010 | 20:10 Uhr
Gelungene Generalprobe in Blomberg

Es hätte schlechter laufen können für die Handballerinnen des BVB. Eine Woche vor dem Pokalspiel beim TuS Weibern und zwei Wochen vor dem Meisterschaftsauftakt in Metzingen zeigte der Zweitligist im Testspiel beim Bundesligisten HSG Blomberg-Lippe eine höchst ansprechende Leistung und verlor knapp mit 29:31.

Trainer Gustl Wilke sprach angesichts der fehlenden Testspiele „vom absoluten Saisonhöhepunkt in unserer Vorbereitung.“ Dass die Partie dennoch mit 29:31 (16:10) verloren ging, war zu verschmerzen, auch wenn „wir zehn Minuten vor Schluss noch mit fünf Toren geführt haben“, wie der Sportliche Leiter Jochen Busch bemerkte.

Die Frage nach der überragenden Spielerin war schnell beantwortet. Dagmara Kowalska steuerte bei dem Test in Paderborn-Elsen 14 Tore bei, davon sieben Siebenmeter. „Das war mal wieder eine echte Dagmara“, jubelte Gustl Wilke. Auf Seiten der Gastgeber glänzte Sabrina Richter mit sieben Toren. Während Michaela Seiffert fehlte, spielte Nadine Krause erstmals über 60 Minute. Torfrau Isabell Roch - im Vorjahr noch beim BVB im Kasten - hinterließ gegen ihren Ex-Verein einen guten Eindruck.

Sensationell starke
erste Halbzeit gegen den Bundesligisten

INFO
Probleme bei Chemicz

Bevor die Borussinnen am 11. September mit der Partie beim TuS Metzingen in die Meisterschaft einsteigen, geht es am kommenden Samstag zur Pokalpartie beim Zweitliga-Konkurrenten TuS Weibern. Ein weiteres Testspiel ist nach Aussage von Jochen Busch bis dahin nicht mehr geplant.

Die Ernüchterung nach der starken Vorstellung von Magdalena Chemicz folgte auf dem Fuße. Zur Pause wurde erneut Blut im Schleimbeutel festgestellt. „Eigentlich müsste Magdalena operiert werden, aber vielleicht können wir noch etwas Zeit gewinnen, bis wir Anfang Oktober eine kleine Spielpause haben“, hofft Wilke, der allerdings auch Hellen Trodler eine gute Leistung attestierte.

„Man kann nicht sagen, dass es Blomberg freiwillig so knapp ausgehen ließ. Die waren ganz schön angefressen, dass es nicht so glatt lief“,, zeigte sich Jochen Busch von der Leistung der Borussinnen angetan. Besonders vor der Pause hätte man schöne Spielzüge gezeigt. Erst im zweiten Durchgang sei es durch zahlreiche Wechsel nicht mehr so gut gelaufen.

Anders als beim ersten Test Mitte Juli, den das HSG-Team klar mit 38:22 gewonnen hatte, besaß die Borussia diesmal deutliche Vorteile. Großen Anteil an den nur zehn kassierten Gegentoren im ersten Durchgang hatte Torfrau Magdalena Chemicz, die überragend hielt. Torschützinnen neben Dagmara Kowalska waren Nicola Scholl (4), Karina Schäfer (1), Stella Kramer (4), Zuzana Porvaznikova (2), Julia Kunze (2), Natasha Kocevska (2) und Steffi Glathe (1).

Gestern gastierte der BVB beim Kurzturnier in Lintfort. Nach dem Auftakterfolg gegen den holländischen Zweitligisten Loreal Venlo (35:23) folgte dann noch ein etwas härter umkämpfter 27:23-Sieg gegen den Zweitligisten TuS Lintfort.

Gegen Venlo zeichneten als Hauptschützinnen aus: Kramer (5), Porvaznikova (5), Kunze (4), Kowalska (5) - gegen Lintfort: Kowalska (7), Kunze (5), Glathe (4).

Peter Kehl

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