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Für Stefanie Pähler sind drei Medaillen drin

19.02.2010 | 17:10 Uhr

Wenn für Stefanie Pähler alles nach Plan läuft, kann sie bei den deutschen Jugendmeisterschaften am Wochenende in Halle/Saale drei Medaillen gewinnen.

Doch die 16-jährige Schülerin des Goethe-Gymnasiums will sich mit einer vorschnellen Prognose nicht zu sehr unter Zugzwang setzen, denn die Teilnehmerfelder im 60m-Sprint und im Weitsprung sind ausgeglichen.

Anders sieht es in der 4x200m-Staffel aus, wo die LGO-Staffel in der Besetzung Stefanie Pähler, Katharina Grompe, Laura Schnittker und Janina Balke kaum zu schlagen sein dürfte. Das von Uli Kunst betreute Quartett führt nämlich mit 1:38,63 Minuten deutlich die aktuelle DLV-Bestenliste vor der LG ASV/DSHS Köln (1:41,29 Min.) und dem TSV Bayer Leverkusen (1:41,78 Min.) an.

Gute Ausgangsposition im Weitsprung mit 6,19 m. Dennoch sieht Stefanie Pähler diesen Wettbewerb nur als Nebenprodukt an.

Auch im 60m-Sprint kann Stefanie Pähler mit 7,46 Sekunden die schnellste Meldezeit vorweisen, doch sie sieht sich keinesfalls als Favoritin: „Mein Ziel ist eine Medaille. Welche Farbe die Plakette haben wird, lasse ich offen.”

Große Spannung verspricht der Weitsprung der weiblichen Jugend. Mit 6,19m hat Stefanie Pähler zwar die beste Ausgangsposition, doch die Dortmunderin hat in Malaika Mihambo (LG Kurpfalz, 6,17m in diesem Winter), Kira Biesenbach (Bayer Leverkusen, 6,16m) und Lena Malkus (LG Ratio Münster, 6,14m) drei nahezu gleichstarke Konkurrentinnen. „Meine ganze Konzentration gilt dem 60m-Sprint und der 4x200m-Staffel. Der Weitsprung ist für mich nur ein Nebenprodukt," setzt Steffi klare Prioritäten für die Titelkämpfe in Halle.

Ihre Teamkollegin Katharina Grompe, die wie Stefanie Pähler noch der B-Jugendklasse angehört, ist über 200 m nach ihrer kürzlich erzielten Zeit von 24,41 Sekunden eine Medaillenkandidatin, doch auch auf der langen Sprintstrecke ist das Teilnehmerfeld recht ausgeglichen.

Gute Chancen auf Edelmetall hat auch 400m-Läuferin Janina Balke, die mit 56,77 Sekunden die drittschnellste Meldezeit aufweist. Laura Schnittker ist neben der Staffel noch über 60m und 60m-Hürden im Einsatz. Dabei ist ihr Ziel, in beiden Einzel-Wettbewerben eine Runde weiterzukommen. Das Gleiche gilt für die deutsche Gehörlosenmeisterin, Jessica Urbansky.

Bei den Jungen ruhen die Dortmunder Hoffnungen vor allem auf Florian Wolter (alle LGO) und Fabian Dillenhöfer (TSV Kirchlinde), die über 1500m bzw. 3000m jeweils gute Chancen auf einen Platz im Vorderfeld haben.

Peter Middel

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