Für Sieger Val Mondo war der Regen richtig
12.09.2010 | 20:34 Uhr 2010-09-12T20:34:00+0200
Mit dem 126. Deutschen St. Leger in Wambel ging gestern die diesjährige klassische Saison zu Ende.
Mit dem Start bei dem Gruppe III-Rennen über die Steherdistanz über 2800 Meter wurde der Regen stärker. Und das kam dem dreijährigen Hengst Val Mondo aus dem Stall von Trainer Uwe Ostmann entgegen. Aus der Startbox 1 stand auch im Ziel für den Lando-Sohn die gleiche Zahl als Platzierung. Jockey Andre-as Helfenbein hatte von Beginn an immer außen liegend einen guten Platz eingenommen. Auf der Zielgeraden war er dann auf einen Ruck an die Spitze gekommen, die er nicht mehr abgab und sicher mit einer halben Länge gegen Burma Gold und eine weitere Länge dahinter vor dem Favoriten Brusco gewann.
Ein strahlender Trainer Uwe Ostmann verteilte Lob für Reiter und Pferd: „Der Jockey hat alles richtig gemacht. Der Hengst hatte den passenden Boden, und das hohe Anfangstempo kam ihm entgegen.“ Der siegreiche Jockey fasste den Rennverlauf so zusammen: „Ich hatte außen liegend immer eine gute Position. Auf der Zielgeraden ging ich schon früh in Front, weil die Gegner Schwierigkeiten mit dem Tempo hatten.“
Klaus Allofs, als Mitbesitzer des dreijährigen Codoor vor Ort, war vom sechsten Platz seines Galoppers nicht großartig enttäuscht: „Gerade bei den Dreijährigen sind die Formen noch nicht konstant. Der Hengst ging auch zum ersten Mal über die Steherdistanz, nach dem er zuvor über Distanzen zwischen 2000 und 2400 Meter galoppierte.“ Auch Jockey Andras Starke zweifelte die Qualitäten als Steher an: „Am Ende konnte er nicht mehr zulegen.“
Von den vier teilnehmenden Stuten schnitt die von Peter Schiergen trainierte und für das Gestüt Wittekindshof laufende Saldennähe als Vierplatzierte ab besten ab. Der Besitzer des Gestüts, der Dortmunder Ehrenpräsident Hans-Hugo Miebach, war mit dem Abschneiden zufrieden und verkündete gleichzeitig, dass sein Gestütsleiter Karl Jörg ihm mitteilte, dass seine dreijährige Stute Tech Exceed zum gleichen Zeitpunkt die Slowenischen Oaks gewinnen konnte. Gegen sieben Gegner setzte sie sich sicher durch und kassierte dafür 11.000 Euro.
Für Uwe Ostmann war der Sieg eine Entschädigung für das Hugo- und Johanna-Körver-Gedächtnisrennen für zweijährige Hengste und Stuten. Sein Hengst Zantano ging als deutlicher Favorit an den Ablauf. Beim Start stieg der Hengst hoch, kam mit einem Bein über die Startklappe und konnte nicht am Rennen teilnehmen. Das Auktionsrennen für zweijährige Hengste, mit 52.000 Euro dotiert, gewann Prince de la Nuit.
Im Sattel saß der Niederländer Adrie de Vries, der sich nach dem Sieg überrascht zeigte: „Als ich den Galopper im Führring sah, glaubte ich nicht an einen Sieg, denn der Hengst ist von der Statur her eher klein. Doch er hat viel Herz und eine Galoppade wie ein großes Pferd.“
Die attraktive Viererwette zahlte 413.391 Euro und wurde von einem Wetter in München mit einem halben Euro getroffen, womit er sich über gut 20.600 Euro freuen durfte. Gar nicht getroffen wurde im sechsten Rennen die Dreierwette. Beim 99:10-Sieg von Eleona kamen mit Lelex und Well’s Wonder zwei Außenseiter auf die Plätze. Allein die Zweierwette zahlte 7.351 Euro. Gegenüber dem vorigen Jahr wurde ein Plus erzielt. Da betrug der Umsatz bei ebenfalls acht Rennen 181.943 Euro. Gestern flossen 198.640 Euro in die Kassen.
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