Für Grompe ist die Hallen DM nur ein erster Schritt

Katharina Grompe (LG Olympia) sprüht vor den deutschen Hallen- Meisterschaften am Samstag und Sonntag (21./22. Februar) in Karlsruhe vor Wettkampffreude und Selbstbewusstsein. Über die 200 Meter-Distanz möchte sie aber dennoch nicht an den Start gehen.

Dortmund.. "Ich habe mich zwar gewundert, dass nichts passiert ist, aber aktuell bin ich absolut beschwerdefrei", sagt Grompe freudig. "Während der vergangenen Jahre habe ich oft einen guten Wettkampf gemacht, konnte hoffen, und dann war ich wieder verletzt."

Großes Selbstvertrauen

Deshalb verzichtet sie auch auf die 200 Meter, denn "ich muss vernünftig sein." Die Hallen-DM dient dazu, Selbstvertrauen für den Sommer zu tanken, aber daran mangelt es ihr schon zur Zeit nicht.

"Bei den Westdeutschen habe ich noch viele Fehler gemacht, aber ich habe mit Thomas Kremer daran gearbeitet. Meine Beschleunigung ist jetzt hervorragend", sagt Dortmunds schnellste Frau. Vor den Titelkämpfen rangiert sie über 60 Meter zwar nur auf Platz 12, doch trennen sie auf den kurzen 60 Metern von einem Medaillenrang nur 15/100.

"Die WM ist mein Ziel"

Experten meinen, dass die ersten drei Plätze bereits vergeben sind, "aber darüber denke ich erst gar nicht nach", sagt sie. "Auf jeden Fall hat man mich wieder auf dem Bildschirm. Ich werde voraussichtlich im US-Trainingslager in Clermont (Orlando) und beim Staffeltreffen Anfang Mai auf den Bahamas dabei sein. Mein Ziel ist aber die WM vom 22. bis 30. August in Peking." Karlsruhe soll dahin ein erster Schritt sein.

LGO-Männer mit berechtigten Hoffnungen

Seit mindestens acht Jahren hat sich keine 4x200-Meter-Staffel der Männer der LGO mehr für die Hallen-DM qualifiziert. Dieses Mal rangiert das LGO-Quartett mit hervorragenden 1:27,68 Minuten sogar auf Platz vier der aktuellen Rangliste.

"Wir müssen durchkommen, dann können wir unser großes Potenzial abrufen", ist Staffeltrainer Sebastian Fiene, der sich auch selbst um einen Platz bewirbt, zuversichtlich. Wie heiß die Positionen in diesem Team umkämpft sind, war schon im Training zu sehen, denn da ging es zwischen den Kandidaten richtig zur Sache.

Mit Glück ins Finale

Langsprinter Tobias Junker ist mit 48,48 Sekunden auf Position 15 gemeldet. "Er will auf jeden Fall die Bestzeit seines Trainers von 48,34 Sekunden unterbieten", verrät Coach Fiene und meint: "Mit etwas Glück kann er in das Finale vordringen". Das strebt auch der Vorjahrssiebte Michael Wilms (alle LGO) über 1500 Meter an.