Friedewalds Aufwärm-Experiment bringt nichts

56,63 Sekunden - mit seiner Zeit bei den Westdeutschen Meisterschaften in Recklinghausen war Ergstes 400-Meter-Hürden-Läufer Tim Friedewald nicht zufrieden. Er wurde am Ende Achter. Da nutzte ihm auch eine neue Vorgehensweise beim Aufwärmen nichts.

Schwerte.. Bei regnerischen Bedingungen hatten Friedewald und Trainer Peter Matzerath das Aufwärmen umgestellt. "Wir hatten versucht, ruhiger reinzugehen, sonst ist die Vorbereitung auf den Wettkampf immer intensiver. Wir haben deshalb an der Warmmachphase was ausprobiert", sagte Matzerath, der Friedewald anwies, die Kurzhürdenübungen wegzulassen und stattdessen Steigerungsläufe zu absolvieren. "Das", so die Erkenntnis, "war aber nicht seins." Vom ersten Schritt an aus dem Startblock habe das Tempo gefehlt.

Insgesamt war Friedewalds Rennen flüssig. Doch im Ziel war er mehr als eine Sekunde langsamer als seine Bestzeit. "Wir haben uns im Ziel dann etwas ratlos angeguckt", erklärte Matzerath, der das schlechte Wetter nicht als Grund sah: "Das lasse ich als Entschuldigung nicht gelten."

Von Rang sieben in der Meldeliste gestartet, verlor Friedewald einen Platz, kam aber noch unter die Top acht. "Er hat eine Platzierung eingebüßt, aber eine Hundertstel Rückstand auf den Siebten gehabt. Daher ist das nicht so schlimm." Für Friedewald ist die Hauptsaison damit beendet.