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Freude ja - aber noch keine Euphorie

04.10.2010 | 17:37 Uhr
Freude ja - aber noch keine Euphorie
Jubel beim TuS Eving: Ex-Bundesligist SG Wattenscheid 09 wurde am Sonntag mit 2:0 bezwungen.

Hochspannung in der Westfalenliga: die ersten sieben Mannschaften sind nur drei Punkte voneinander getrennt. Mittendrin im breiten Pulk der Spitzenteams der TuS Eving und der ASC 09 - und glänzend ihre Perspektiven bei nur zwei bzw. drei Zählern Rückstand auf den neuen Tabellenführer Kaan-Marienborn.

Seit sieben Spielen ist der TuS Eving ungeschlagen. „Wir freuen uns über die Momentaufnahme, aber es besteht kein Grund zu Euphorie“, warnt Evings Dimitrios Kalpakidis davor, die Erwartungen jetzt ins Unermessliche zu steigern, „man darf trotz dieser erfreulichen Entwicklung nicht vergessen, dass wir ein Aufsteiger sind. Deshalb denken wir nur von Spiel zu Spiel.“ Erst in vier Wochen, nach dem Derby gegen Aplerbeck, werde man sehen, wohin der Zug fährt. Die bisherigen Spiele hätten allerdings gezeigt, wie stark der Kader besetzt ist: „Es fehlten teilweise so wichtige Leute wie Sascha Piontek, Sascha Rammel, Deniz Sahin oder Bastian Erzen - und dennoch war kein Qualitätsverlust erkennbar“, nennt Kalpakidis einen ganz wichtigen Aspekt. Am Sonntag im nächsten Top-Spiel beim DSC Wanne-Eickel dürfte Deniz Sahin wieder in die Startelf zurückkehren.

Habibovic: „Erfolg
schwer einzuordnen“

Große Freude auch beim ASC 09, nachdem beim 2:2 in Erndtebrück „die erste echte Bewährungsprobe dieser Saison“ (so Mark Elbracht) be-standen wurde. Allmählich zeigt das neu formierte Team jene Konstanz, die nötig ist, um auf lange Sicht im oberen Drittel mitmischen zu können. „Die letzten vier Spiele bewegten wir uns auf einem guten Level“, fasst der Coach seine Eindrücke zusammen. Trotz durchweg solider Leistungen sieht er allerdings auch noch Luft nach oben: „In Erndtebrück sind wir für unsere Fehler gleich mit zwei Toren be-straft werden. Daran müssen wir noch arbeiten, aber auch daraus werden wir lernen.“ Erfreulich die personelle Situation: bis auf Stefan Volmerhaus, der mit einer Prellung am Sprunggelenk ausgefallen war, ist der Kader komplett. Entsprechend groß ist zur Freude des Trainergespanns derzeit der Konkurrenzkampf.

Erleichterung derweil beim Hombrucher SV, der auf den schwachen Auftritt in Wanne-Eickel mit einem 6:0-Kantersieg gegen Herbede antwortete. Bemerkenswert, dass dieser bislang höchste Saisonerfolg auch ohne Leistungsträger wie Anil Konya, Dennis Szugfil und Kenan Doric errungen wurde. Die Spieler des Tages waren Mohamed Lmcademali, der drei Tore erzielte und sein enormes Potenzial diesmal voll abrief, sowie Neuzugang Tayfun Duran, der bei seinem ersten Einsatz von Beginn an gleich doppelt traf. „Diesmal hat alles super geklappt, aber die Startelf kann sich auch wieder ändern“, sagt Samir Habibovic, „ich hoffe, dass diejenigen, die am Sonntag nicht zum Einsatz kamen, zeigen, dass auch sie spielen wollen.“ Ansonsten warnte der Trainer davor, diesen Er-folg überzubewerten: „Es war nur ein erster Schritt. Außerdem ist der Sieg schwer einordnen. Ohne unsere eigene Leistung schmälern zu wollen: Herbede war doch ziemlich schwach.“

Friers: „Können nach
wie vor mithalten“

So groß der Frust bei Westfalia Wickede auch über die un-glückliche Niederlage gegen Kaan-Marienborn und den er-neuten Sturz auf einen Abstiegsplatz auch war: die insgesamt gute Leistung gibt Hoffnung auf bessere Zeiten. „Es hat sich gezeigt, dass wir mit unserem Kader nach wie vor mithalten können“, nannte Klaus-Dieter Friers den positivsten Aspekt dieser Partie. Doch nach den Platzverweisen von Marcel Städter und Roman Schymanietz steht der Aufsteiger jetzt erst einmal vor harten Wochen, zumal am Sonntag in Oestrich auch Urlauber Andy Toetz fehlen wird. Für Unverständnis beim Sportlichen Leiter sorgte allerdings das Verhalten zweier Auswechselspieler, die gleich nach dem Spiel den Heimweg angetreten hätten: „Sie haben sich offensichtlich nicht mit der Mannschaft identifiziert. Sowas geht eigentlich nicht.“

INFO: Die nächsten Termine

Der TuS Eving trifft am Dienstag (19.00 Uhr) in Kaiserau auf die U 21-Westfalenauswahl, die sich in der Vorbereitung auf den Länderpokal befindet. „Es ehrt uns, dass wir für diesen Test ausgewählt worden sind“, freut sich Dimitrios Kalpakidis auf diese Partie.

Der ASC 09 bestreitet am Mittwoch ebenfalls um 19.00 Uhr in Brünninghausen das Finale im Kreispokal gegen Landesligist Mengede 08/20.

Das Punktspiel des Hombrucher SV in Hordel wird am Sonntag erst um 17.00 Uhr angepfiffen.

Udo Stark

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Kommentare
06.10.2010
15:29
Freude ja - aber noch keine Euphorie
von grünweiß | #7

Die Pflegefälle sind z.Z. keine, weil sie u.a. die Lieblinge vom Trainer sind und der Erfolg da ist.
Solange Bouta, Stein und Behrend fit sind, hat die Mannschaft Erfolg und nur Wattenscheid wird mithalten können. Warten wir ab, wenn es nicht mehr so gut läuft...

06.10.2010
15:03
Freude ja - aber noch keine Euphorie
von Rotweissb | #6

Pflegefälle! So war es zumindest in der Vergangenheit. Aber man muss einfach auch die Entwicklung der einzelnen Pflegefälle beobachtet haben um zu verstehen. Die Jungs sind reifer geworden weil sie wissen dass nur sie was zu verlieren haben und nicht die jenigen Mannschaften welche Sonntag für Sonntag nur darauf aus sind die sogenannten Pflegefälle durch Unsportlichkeiten wie Beleidigungen oder Tritte zu provozieren! Zur Qualität der Mannschaft: Torwart: große Klasse die er noch nicht unter Beweis stellen musste! Abwehr: reicht dieses Jahr noch muss aber nächste Saison auf beiden seiten verstärkt werden! Mittelfeld: bis auf greigorie der zu wenig taktisches Verständnis hat und pollok für den das gleiche gilt, Top! Offensive: selbst zwei Ligen höher wird es schwer werden ein Trio dass so miteinander harmoniert und effektiv ist zu finden. Jeder einzelne absolute Spitzenklasse!

06.10.2010
14:51
Freude ja - aber noch keine Euphorie
von Peter2244 | #5

Wenn man sich mit der Mannschaft nicht identifiziert,dann muß man mal eine klare Ansprache machen. Die von Aplerbeck waren wohl auch sauer,haben sich aber korrekt verhalten...nicht so wie andere Jungs.

Bei Erfolg fällt sowas auch nicht schwer, aber wenn man unten steht, sollte das nicht passieren.

Aber zum Glück gibt es ne halbe Hin.-und eine volleRückrunde. Am Ende sind hoffentlich alle Dortmunder Clubs überm Strich. Nach schlechten , kommen Gute Zeiten.

Okok schmeiße 5 Euro ins bekannte Schweinchen ;)

Bis heute Abend beim Finale

06.10.2010
13:49
Freude ja - aber noch keine Euphorie
von Hallenstadtmeister | #4

Westfalenliga hin oder her, mich interessiert mittlerweile in erster Linie was der FC Brünninghausen macht. Von den Spielern und aus dem Umfeld hört man nur Positives über die Saison, obwohl die da ja so einige Pflegefälle an Bord haben, aber villeicht macht das den FCB gerade so interessant im Momenbt.

Pro Dortmunder Clubs!

06.10.2010
08:48
Freude ja - aber noch keine Euphorie
von schwarzweiß | #3

Mein Kommentar hat nichts mit Neid gegenüber Westfalia zu tun. Anderes Beispiel:Herr Elbracht vom ASC bedankt sich ausdrücklich für das professionelle Verhalten der Spieler Schiatarella und Lorenz wegen der Nichtnominierung am Sonntag. Hier geht man respektvoll mit Menschen um. Hier passieren solche Dinge einfach nicht. In Hombruch läuft/lief es sportlich auch nicht gut. Auch da dringen Interna nicht an die Öffentlichkeit. Warum ist das bei Westfalia so?
Pro Dortmunder Clubs !

06.10.2010
08:01
Freude ja - aber noch keine Euphorie
von Peter2244 | #2

Sehe ich nicht so. War ein gutes Spiel und man hat gesehen,dass man so spielen muß. So kann man mit jedem mithalten. Aber nur mit dieser guten Einstellung! Keine 60 sondern100 Prozent .

Also schön den Ball flach halten. Wickede hat die letzten Jahre alles richtig gemacht und nun heust es Abstiegskampf in der neuen Westfalenliga...ist doch ein Erlebnis in dieser Liga spielen zu dürfen.

Schön das unsere Dortmunder Clubs dort sind, verstehe manche Neider wieder nicht, die nur darauf warten.

Pro Dortmunder Clubs !

05.10.2010
14:01
Freude ja - aber noch keine Euphorie
von schwarzweiß | #1

Unglückliche Niederlage gegen Kaan...., zwei Spieler verlassen den Verein, weil die Chemie nicht stimmte, zwei Spieler haben das Team unmittelbar nach dem Schlusspfiff verlassen ( siehe o.g. Beitrag) und zwei Spieler waren sich für einen Einsatz bei der 2. Mannschaft zu schade und fehlten unentschuldigt. Ist ja ne Riesentruppe. Bin mal gespannt, wie erpressbar die sportliche Leitung ist und wer am Wochenende alles wieder spielen darf. Das ist am Sonntag nicht nur für die Spieler ein Charaktertest.

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