Fabian Lenz: „Ich möchte weiterhelfen“

Er ist der prominenteste Neuzugang der Wechselperiode: Fabian Lenz spielt zur neuen Saison für den VfL Schwerte. Der 32-Jährige war bereits in der Oberliga aktiv und zuletzt für die SV Holzwickede in der Westfalenliga am Ball - als zweiter Kapitän. Im Interview spricht er über die Gründe seines Wechsels an den Schützenhof.

Schwerte.. Fabian, wie kam es überhaupt zu deinem Wechsel?

Die letzten Jahre in Holzwickede waren eine unheimlich gute, erfolgreiche Zeit mit zwei Aufstiegen. Jetzt ist jedoch die Zeit gekommen, mich ein wenig zu verändern. Die Prioritäten beruflich und privat werden anders gesetzt, und ich will mal was Neues machen. Da kann ich diesen hohen Aufwand für die Westfalenliga nicht mehr betreiben, obwohl dies leistungsmäßig noch möglich gewesen wäre.

Und warum dann der VfL?

Ich hatte vor, irgendwann mal in den Schwerter Fußball zurückzukehren. Umso mehr freue ich mich dort zu sein, wo ich vor vielen Jahren mal angefangen habe. Ich kenne Jörg Silberbach von früher. Er hat erfahrene Spieler gesucht und mich von seinem Konzept überzeugt. Daher musste er mich nicht lange überzeugen. Besonders freue ich mich auf die Schwerter Derbys.

Aber der Karriereausklang soll es noch nicht sein, oder?

Davon will ich mit 32 nicht sprechen. Ich habe in der letzten Saison bei Holzwickede jedes Spiel von Anfang gemacht und zudem kaum eine Trainingseinheit verpasst. Außerdem habe ich glücklicherweise nie schwere Verletzungen gehabt. Ich fühle mich fußballerisch und körperlich deshalb eher wie Ende 20. Und wenn ich mich auf etwas einlasse, dann zu 100 Prozent und mit vollem Engagement.

Als du selbst noch in der VfL-Jugend gespielt hast, war die erste Mannschaft der Krösus des Schwerter Fußballs. Mittlerweile ist sie in die Bezirksliga abgerutscht. Ändert sich das mit dir?

Im Idealfall sollte der VfL mittelfristig zumindest wieder in der Landesliga spielen, aber von der Zielsetzung Aufstieg sollten wir bei unserer jungen Mannschaft nicht sprechen. Eine gewisse Erwartungserhaltung habe ich dennoch - an mich und den Verein. Wir wollen das Maximale rausholen und am Ende sehen, wozu es gereicht hat.

Am Dienstag hast du das erste Mal am Schützenhof trainiert. Kanntest du die Mannschaft vorher überhaupt?

Das Trainergespann kannte ich gut. Mit Stefan Ladkau (d. Red. VfL-Torwart) habe ich schon zusammengespielt, auch Mirko Mustroph kenne ich noch von früher. Ein paar Neuzugänge sagen mir auch was.

Und wo bist du auf dem Platz zu finden?

Offensiv bin ich eigentlich überall einsetzbar, ob in der Sturmspitze oder dahinter. Glücklicherweise bin ich beidfüßig und daher flexibel. Es ist aber egal, wo ich letztendlich spiele: Ich möchte der Mannschaft weiterhelfen.