ETuS/DJK ist der Verlierer des 27. Spieltags

Wer der große Verlierer des 27. Spieltags der Fußball-Bezirksliga 6 ist, darüber gibt es keine zwei Meinungen: Für den ETuS/DJK Schwerte hat sich die Lage im Abstiegskampf rapide verschärft. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt bei drei noch ausstehenden Spielen vier Punkte.

Schwerte.. Vier Punkte Rückstand zum rettenden Ufer bei drei noch ausstehenden Spielen haben die Ost-Schwerter nach dem "doppelten 0:1" - zum einen die eigene unglückliche Niederlage gegen Breckerfeld, zum anderen der Ausgang des Derbys zwischen dem VfB Westhofen und dem Geisecker, nach dem die "Kleeblätter" die Distanz zu ihrem Nachbarn aus dem Osten der Stadt auf besagte vier Zähler vergrößern konnten.

Doch ETuS/DJK-Trainer Andr Haberschuss gibt sich als Kämpfer und will den Eindruck erwecken, dass sein positives Denken mehr ist als nur eine Durchhalteparole. "Ich vertraue der Mannschaft voll und ganz und bin mir sicher, dass wir es noch schaffen werden", sagt der Coach.

Felgner ist wieder da

Seinen Optimismus bezieht Haberschuss aus der ansprechenden Leistung seiner Schützlinge gegen die beste Rückrundenmannschaft. "Wir hatten noch mehr Pech als eine Woche vorher in Wetter. Aber wenn ich sehe, dass ein Tobias Felgner nach achtmonatiger Verletzungspause schon wieder der Dreh- und Angelpunkt in unserem Spiel ist, dann macht das Mut", so Haberschuss.

Jener Felgner hatte gleich mehrfach einen Treffer auf dem Fuß, schaffte es aber ebenso wenig wie seine Kollegen, den Ball über die Linie zu bringen - ein Königreich für einen Torjäger wie Dennis Frohn. Aber der Top-Stürmer der "Östlichen" war wegen der fünften Gelben Karte gesperrt und greift erst am Sonntag wieder ins Geschehen ein - im Lokalduell gegen den VfB Westhofen.

Westhofenern fehlte Durchschlagskraft

Jene Westhofener boten im Derby gegen Geisecke eine schwache Leistung. "Wir hatten den einen oder anderen Ausfall. Und von denen die gespielt haben, hatten einige nicht gerade einen Sahnetag", lautete der Erklärungsversuch von Trainer Michael Kalwa, der zudem selbstkritisch anmerkte, taktisch nicht alles richtig gemacht zu haben.

"Wir haben zu tief gestanden, sodass von hinten mehr Bälle rausgeschlagen als rausgespielt wurden", analysierte der VfB-Coach, "das muss ich auf meine Kappe nehmen." Dadurch fehlte es den Westhofenern an Durchschlagskraft, auch wenn nach den Einwechslungen von Zunda und Smajlovic in den letzten 20 Minuten vier Offensivkräfte auf dem Platz standen.

Richtig brenzlig wurde es für die Geisecker aber kaum noch. In der zweiten Hälfte hatte lediglich Zunda eine gute Schusschance, setzte den Ball in Rückenlage aber übers Tor - zum Glück für die "Kleeblätter", deren Trainer Gregor Podeschwa bei der Bewertung des insgesamt wenig prickelnden Derbys die Floskel "Hauptsache gewonnen" bemühte.

Nach dem Tor des Tages durch Damian Wielgosz kurz nach Wiederanpfiff hatten die Geisecker mehrfach die Möglichkeit zum zweiten Tor - vor allem in Person von Rico Zimek nur vier Minuten nach dem Treffer. "Aber es ist ja nicht untypisch für uns, dass wir viele Chancen liegen lassen", meinte Podeschwa.

Aber immerhin stand hinten die Null - nicht zuletzt ein Verdienst des starken Innenverteidigers Christian Sommer. Dieser studiert in Aachen - trotzdem war es vor ein paar Wochen sicher keine schlechte Idee Podeschwas, Sommer trotz eingeschränkten Trainingsumfangs in den Kader zurückzuholen.