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Es war mehr drin für den BVB 2

28.10.2012 | 16:20 Uhr
Es war mehr drin für den BVB 2
Engagiert zur Sache: Jonas Hofmann vergab allerdings auch die größte Chance für den BVB 2Foto: Bodo Goeke

Vor dem Spiel wäre Drittliga-Schlusslicht BVB 2 mit dem Punkt gegen den Tabellensiebten Rostock wahrscheinlich mehr als zufrieden gewesen. Nach den 90 Minuten im eiskalten Signal Iduna Park nicht mehr. „Für uns war mehr drin, das Spiel war gut, das Ergebnis nicht“, kommentierte Borussen-Coach David Wagner eine starke Leistung seiner Jungs gegen den Zweitliga-Absteiger. Die damit ein dickes Ausrufezeichen an die Konkurrenten schickten mit der Botschaft: „Seht her, wir sind wieder da.“

Was die Fakten eindrucksvoll belegen. Der BVB 2 dominierte bis auf insgesamt maximal 25 Minuten vor und nach der Pause die Partie derart klar, dass sich die Beobachter verwundert die Augen rieben. „Ja“, sagte David Wagner, „in den ersten und letzten 30 Minuten des Spiels war das schon ein richtig starkes Gegenpressing. Das war sicherlich bemerkenswert.“ Da konnte und wollte niemand widersprechen. Auch Rostocks Coach Marc Fascher nicht. Im Gegenteil. Der Rostocker zeigte ausgesprochen zufrieden mit der Punkteteilung. „Das Glück war auf unserer Seite, Dortmund hatte die größte Chance des gesamten Spiels“, kommentierte der Trainer die vergebene Chance von Jonas Hofmann (77.), der eine Hereingabe des starken Ungarns Balint Bajner nicht unter Kontrolle bekam und das Leder aus zwei Metern Entfernung am Kasten vorbeischoss.

„Ich war selbst überrascht, dass ich den Ball noch bekommen habe. Es tut mir wirklich Leid für die Mannschaft, dass ich dieses Tor nicht gemacht habe“, kommentierte der Borusse seinen kapitalen Fehltritt. Damit war Hofmann aber nicht allein. Nur drei Minuten später tauchte der eingewechselte Kerem Dimirbay allein im Rostocker Strafraum auf und schoss halbherzig genau in die Arme von Hansas Torwart Kevin Müller. Innerhalb von nur drei Minuten hätten die Borussen in der Tat alles klar machen können, ja sogar müssen.

Die Grundlagen des Teilerfolges wurden aber in der Abwehr gelegt. Gegen die konzentrierten Koray Günter und Florian Hübner kam Rostocks Torjäger Ondrey Smetana nie zum Zug. Und den Rest erlegte Borussen-Keeper Zlatan Alomerovic, der die harten Schüsse von Weilandt (39.), Leemans (42.) und Mendy (56.) eindrucksvoll parierte. Alomerovic sollte auch danach eine Hauptrolle spielen. Als in der 70. Spielminute gut 1000 Rostocker Nachzügler im Stadion eintrafen, explodierte nur Minuten später ein Böller neben Alomerovic, der mit einem Knalltrauma am Spielfeldrand behandelt werden musste. „Ich habe einfach nichts mehr gehört, das war wirklich extrem laut“, schilderte Alomerovic die Situation. Schiedsrichter Martin Thomsen unterbrach das Spiel, Rostocks Trainer Marc Fascher versuchte die Hansa-Fans zu beruhigen, um einen Abbruch der Partie zu verhindern. „Ja, diese Unterbrechung hat uns wachgerüttelt, danach hatten wir unseren besten Chancen“, bemerkte David Wagner mit einem Schmunzeln.

BVB 2: Alomerovic - Hornschuh, Hübner, Günter, Halstenberg – Amini, Bakalorz – Hofmann, Baykan (45. Terzic), Benatelli (52. Demirbay) - Bajner. Zuschauer: 4300

Direkt nach dem Spiel flog Mustafa Amini nach Saudi Arabien zur australischen U 20-Nationalauswahl. Mit einem Lob von David Wagner im Gepäck: „Mustafa hat sein bislang bestes Spiel für uns gemacht.“



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