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„Es geht nur gemeinsam“

25.10.2012 | 19:50 Uhr
„Es geht nur gemeinsam“

Handball-Verbandsligist Hombruch ist an das Tabellenende abgerutscht, Trainer Kai Ruben im Interview. OSC und Höchsten vor schwierigen Auswärtsaufgaben.

Seit vergangenem Wochenende ist Westfalia Hombruch das Schlusslicht der Verbandsliga, als einziges Team noch ohne Sieg. Es trifft die Hombrucher nicht komplett unvorbereitet nach ihrem personellen Umbruch, der Weg aus dem Tabellenkeller scheint dennoch kein leichter zu werden. Mit Kai Ruben, zusammen mit Jörn Uhrmeister ein Teil des Hombrucher Trainerteams, sprach Timm Becker über die derzeitige Situation.

Kein Sieg für ihr Team bislang, letzter Tabellenplatz – kommt diese Situation überraschend für Sie?

Sagen wir es mal so: Wir hätten es uns anders gewünscht. Aber sicher trifft uns das nicht völlig unerwartet. Die Möglichkeit, dass es so kommen würde, haben wir durchaus in Betracht gezogen. Wir – die Trainer, die Mannschaft – haben uns darauf eingelassen.

Was sind die Gründe für die derzeit magere Ausbeute?

Was sich in den bisherigen Spielen angedeutet hat: Wir brauchen schon einen guten Tag, um in der Liga zu punkten. Und das kann nur gehen, wenn wir als Mannschaft funktionieren. Wir haben nicht ein solches Team, das eine Partie durch die überragende Qualität eines einzelnen Spielers drehen kann. Wir müssen uns das schon gemeinsam erarbeiten, und das ist uns bislang zu wenig gelungen.

War der personelle Umbruch, der vor der Saison vorgenommen wurde, zu groß?

Es ist ja nicht so, dass wir das so gewollt hätten, wir haben ja niemanden herausgeworfen. Aber wir hatten nun mal dieses Situation, eine neue Mannschaft zusammenstellen zu müssen, und daran arbeiten wir. Der Umbruch an sich ist beendet, wir schauen uns ja nicht mehr nach neuen Spielern um. Aus den Spielern eine schlagkräftige Mannschaft zu bauen, das dauert noch. Aber es geht nur gemeinsam

Wie wollen Sie aus dem Tabellenkeller herauskommen?

Ganz einfach: vernünftige Arbeit und hartes Training. Dazu müssen allerdings auch die Rahmenbedingungen stimmen. Wir haben sicherlich keine optimale Trainingsbeteiligung und wir haben auch niemandem in der Mannschaft, der sie mal aus einem Tief hole kann und sie so richtig wachrüttelt. Das haben wir erst am vergangene Wochenende, in Recklinghausen gesehen (Das Spiel ging 28:41 verloren, Anm. d. Red.). Da haben wir uns unserem Schicksal ergeben.

Ist das derzeit die schwierigste Situation für Sie, seit sie in Hombruch Trainer sind?

Ich weiß nicht, ob die Situation schwierig ist. Sie ist unangenehm, das sicherlich. Aber der Kampf gegen den Abstieg und das Zittern um den Klassenverbleib hatten wir in der vergangenen Saison ja auch. Wir kennen die Situation.

Am Samstag empfangen sie Ferndorf II, favorisiert sind sie in diesem Spiel sicherlich nicht. Was spricht für eine Überraschung, einem Hombrucher Erfolg, in diesem Spiel?

Die mannschaftliche Geschlossenheit und der unbedingte Wille, das Spiel zu gewinnen. Wir wollen unseren Zuschauern zeigen, dass wir in Recklinghausen einen richtig schlechten Tag hatten und es viel, viel besser können.

Langsam nach oben schauen

Mit dem direkten Blick auf die Tabellenspitze müssen sich weder der OSC, noch Borussia Höchsten derzeit zu allererst beschäftigen. Im letzten Jahr noch Dauergast in den ganz oberen Regionen, arbeitet das heimische Verbandsliga-Duo nun eher daran, dass es die Kreise von Tabellenführer Volmetal nicht bald mit dem Fernglas verfolgen muss.

OSC-Trainer Thorsten Stoschek sieht die Volmetaler insbesondere deshalb so weit vorn, „weil sie ihr Potenzial am besten ausschöpfen können und die Teams aus dem Verfolgerkreis sich erst langsam finden.“ Zu denen zählt er seine Mannschaft genauso wie den SV Westerholt, bei dem der OSC am Samstagabend gastiert. Immerhin reist der OSC, nach tüchtig misslungenem Start, mit der Empfehlung von drei Erfolgen in Serie an. Westerholt kann sich hingegen mit 6:2 Punkten (eine Partie in Rückstand) zum ersten Volmetal-Verfolger zählen. Für Gastgeber Westerholt wie auch die Dortmunder ist das Spiel am Samstag das erste nach der Herbstpause, am vergangenen Wochenende hatten beide Mannschaften frei.

Vor einer unangenehmen Auswärtsaufgabe steht auch Borussia Höchsten. Nicht nur, weil das Spiel gegen den HSC Recklinghausen am Sonntag um 11.15 Uhr stattfindet, sondern auch, „weil sich Recklinghausen deutlich im Aufwind befindet“, wie Borussen-Trainer Carsten Hergert feststellt. Für seine Mannschaft geht es vorrangig darum, das Punktekonto wieder auszugleichen, um sich in den anschließenden Spielen wie der nach oben zu arbeiten. So jedenfalls ist der Plan.



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