Erstes Erfolgserlebnis für den HC Süd
20.09.2009 | 20:29 Uhr 2009-09-20T20:29:00+0200
Dass die Zuschauer von ihren Plätzen aufstehen und die letzte Spielminute durchapplaudieren, kommt bei Heimspielen des HC Süd eher nicht so oft vor. Zugegeben, es gab in der Vergangenheit auch kaum Gelegenheiten dazu. Doch seit Saisonbeginn ist eben ziemlich viel neu beim HC Süd.
Zu den angenehmen Neuerungen gehört ein überzeugender Heimsieg – 30:25 (15:10) gegen Eiserfeld – und anschließender Abschlussapplaus.
Die Südlichen machten ihre Sache überraschend gut. Nach 20 Minuten hatten sie sich beim 9:4 den ersten erstzunehmendem Vorsprung erarbeitet, bis Mitte der zweiten Hälfte war der auf 24:17 ausgebaut. Eiserfeld war zwar in der vergangenen Saison Vizemeister, mit der Mannschaft, die in Wellinghofen vorspielte, hatte das Team aber nur wenig gemein. Zudem spielte dem HC Süd in die Karten, dass Eiserfelds gefährlichster Torschütze, der Halblinke Christian Schneider, nach 26 Minuten mit einer roten Karte vom Feld geschickt wurde.
Über weite Strecken der Partie deutete der HC Süd an, dass aus dieser völlig neu zusammengestellten Mannschaft keine Verlegenheitslösung, sondern ein richtig passables Team werden kann. Eines, dass gut zusammenspielen kann und eines, dass sich in kritischen Momenten gegenseitig unterstützt. Auch das gehörte in der Vergangenheit nicht zu Süd-Stärken. In der Abwehr standen die Südlichen stabil (inklusive Torhüter Michael Trippe), im Angriff waren sie spielfreudig. Thomas Pixberg glänzte als Torschütze, Sven Becker als Anspieler, Bastian Hausl verwandelte die Siebenmeter sicher. Eng wurde es nur, als Eiserfeld die Deckung öffnete. Bis auf 25:27 (58.) kamen die Siegerländer heran. Als Hausl aber zum 28:25 traf, konnten sich die Zuschauer langsam aufs finale Applaudieren vorbereiten.
HC Süd: Trippe; Hausl (7/5), Bublies (5), Fuck, Pixberg (7), Hobrock, Decker (4), Hennemann (2), Höhmann (3), Cipa (2), Becker, Paukstadt (n.e.).
Die Voraussetzungen waren nicht die günstigsten, der OSC ließ sich aber nicht beirren: Mit einem 26:24 (14:12)-Erfolg beim HSC Recklinghausen löste er seine Pflichtaufgabe routiniert. Kurz vor der Partie war klar, dass mit Benjamin Strauß (Muskelverletzung) und Thomas Massat (Sprunggelenk) zwei Rückraumspieler ausfallen würden, mit Kai Bekston blieb nur noch ein gelernter Halblinker übrig. „Die Mannschaft hat sich über Kampf und Einsatzwillen diesen Sieg verdient”, lobte OSC-Trainer Carsten Lueg. Es begann zwar etwas schleppend, doch bis zur Pause hatte sich der OSC – auch wegen seiner konditionellen Vorteile und der wenig überzeugenden Chancenauswertung der Gastgeber – immerhin einen Zwei-Tore-Vorsprung herausgearbeitet. Zwar gelang es dem OSC nicht, sich im zweiten Spielabschnitt vorzeitig abzusetzen, doch den Vorsprung gab er bis zum Schlusspfiff auch nicht mehr ab. Nicht unbedingt überragend, aber solide. Unter dem Strich steht der zweite Sieg im zweiten Spiel. Es gibt sicherlich schlechtere Ausgangspositionen.
OSC: Pleic, Stumpf; Krug (3), Edeling (3/1), Lepine (3), Schröter (1), Tomlik (4), Schürmann (5/2), Köhne (2), Ahn, Bekston (2), Austermann (3), Wittland.
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